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Wohlige Wärme, aber sicher und sparsam bitte!

Veröffentlicht am 06.09.2006 von adnow
HeizungDamit die Wiederinbetriebnahme der Heizungsanlage nach der Sommerpause nicht zu bösen Überraschungen führt, empfiehlt heiz-tipp.de, einige einfache Sichtkontrollen und Einstellungen. Wichtig ist die Überprüfung des Wasserstandes bzw. des Wasserdruckes. Ablesbar ist dies am Manometer der Sicherheitsbaugruppe.

In der Regel sollte bei geschlossenen Heizungsanlagen der Druck 1,5 barbar

Manometer mit Druckangabe in barDas Bar ist eine Maßeinheit für den Druck. Andere gebräuchliche Einheiten sind Newton pro Quadratmeter (N/m²) bzw. Pascal. Etwa ein Druck von einem bar ensteht durch eine 10 Meter hohe Wassersäule. Diese Art der Druckangabe wird häufig in der Heiztechnik verwendet. Ein 1000stel bar entspricht 1 mbar.

nicht unterschreiten. Zeigt der Zeiger einen niedrigeren Wert, muss Wasser aufgefüllt werden. Braucht man nur einmal im Jahr wenig Wasser nachzufüllen, ist alles in Ordnung. Muss man dies öfter tun, sollte unbedingt der Heizungsinstallateur beauftragt werden, die Ursache festzustellen. Denn häufiges Auffüllen mit frischem Wasser bringt korrosiven Sauerstoff ins System. Und damit verkürzt man die Lebensdauer seines Heizkessels.

Hört man ein Blubbern im Heizungssystem, z.B. dann, wenn ein Heizkörperventil auf- und zugedreht wird, ist Luft in den Leitungen. Luft im Heizkörper erkennt man daran, dass der Heizkörper oben in der Länge nicht vollständig warm wird. Nicht weiter schlimm, könnte man meinen, wäre dies nicht auch mit einem leicht höheren Verbrauch an Brennstoffen verbunden. Bemerken sie Luft im System, sollte also entlüftet werden. Man kann das selbst erledigen. Die Heizkörperventile werden nacheinander zugedreht. Es ist vorteilhaft danach einige Minuten zu warten ehe mit einem Entlüftungschlüssel die Heizkörper entlüftet werden. Nach dem Entlüften der Anlage sollte noch einmal nach dem Wasserstand der Anlage geschaut werden.

Vor dem ersten Einschalten der Heizung kontrolliert man, ob bei der Regelung nicht noch der Schornsteinfegermodus aktiv ist. Das Verbindungsrohr zum Schornstein sollte noch fest sitzen und keine Rostlöcher aufweist. In Anlagen mit Brennwertkesseln gibt es einen Kondensatablauf mit Siphon, der gereinigt werden und mit Wasser aufgefüllt werden sollte. In Anlagen mit Öl-Brenner sollte der Kessel innen sauber sein und  mindestens alle zwei Jahre eine neue Öl-Düse sowie ein neuer Öl-Filter eingesetzt werden. Nach dem ersten Einschalten sollte darauf geachtet werden, ob der Brenner nach einer gewissen Zeit automatisch startet und ob er sich nach einigen Minuten erwartungsgemäß abschaltet. 

Jetzt ist auch Zeit, einen Blick auf die Regelungstechnik der Anlage zu werfen. Sinnvoll ist es, die Verstellmöglichkeit der so genannten HeizkurveHeizkurve
Heizkurve, Steillheit verstellenDie Heizkurve ist die grafische Zuordnung zwischen einer bestimmten Außentemperatur und der zugehörigen Vorlauftemperatur des Heizwassers. Die Heizkurve (hier dünne Linie) zeigt z.B., dass bei 0°C das Heizwasser mit etwa 35 °C bereitgestellt wird, bei minus 10°C dagegen schon mit 42°C usw. Die Heizkurve kann in einer außentemperaturgeführten Regelung eingestellt werden und ist abhängig von Gebäude und Heizungsanlage. Sie muss am Regelgerät optimiert werden, um alle Energiesparmöglichkeiten auszunutzen. Optimal einegestellt ist sie, wenn man mit möglichst niedrigen Vorlauftemparaturen auskommt.
zu nutzen. Gab es im vergangenen Jahr keine Klagen, also wurden alle Räume ausreichend warm, so kann man versuchen, in diesem Jahr mit einer flacheren Heizkurve hinzukommen. Statt mit 70 °C heißem Heizungswasser heizt man dann bei gleichem Wetter z.B. nur mit 60°, oder sogar weniger. Es entstehen weniger Verluste bei der Wärmeerzeugung, wodurch der Bedarf an Brennstoffen sinkt. Außerdem verbessert sich die empfundene BehaglichkeitBehaglichkeit
Die Behaglichkeit ist ein sehr wichtiges Planungskriterium. Für die empfundene (thermische) Behaglichkeit sind mehrere Faktoren, u. a. die Oberflächentemperatur der Raumumschließungsflächen, die Lufttemperatur, die Luftfeuchtigkeit und die Luftbewegung (Strömungsgeschwindigkeit) ausschlaggebend.
und der Staub verschwelt nicht auf dem Heizkörper. Wenn es klappt, und es nach wie vor ausreichend warm wird, kann man versuchen die Heizkurve noch weiter abzusenken – und spart weiter. 
 

Sollte man sich im vergangenen Jahr darüber geärgert haben, dass die Heizung Strömungsgeräusche verursacht, ja dass es manchmal richtig pfeift, ist es höchste Zeit zu handeln. Geräusche der beschriebenen Art deuten nämlich darauf hin, dass der Wasserdurchfluss durch die Heizkörper nicht richtig abgeglichen ist. Bei richtigem Abgleich verringert sich nicht nur der Brennstoffverbrauch. Nun kann auch die UmwälzpumpeUmwälzpumpe
Die Umwälzpumpe ist eine elektrisch angetriebene Pumpe zum Transport von Heizungswasser, Sole- oder Solarflüssigkeit. Der Elektroenergieverbrauch einer Umwälzpumpe ist vor allem deshalb nicht zu unterschätzen, weil sie oft zu groß (Anschlussleistung) dimensioniert wird. Bei modernen Umwälzpumpen (Hocheffizienzpumpen) passt sich das Fördervolumen und damit die elektrische Leistung dem Wärmebedarf an. Voraussetzung für den Einsatz solcher optimierterPumpen ist ein hydraulischer Abgleich.
auf kleinster Stufe betrieben werden oder sogar durch eine leistungsschwächere ersetzt werden. Übers Jahr können im Einfamilienhaus so Stromkosten bis zu 100 € eingespart werden. Einen richtigen hydraulischen Abgleich hinzubekommen ist allerdings keine ganz einfache Sache und erfordert gute Anleitung oder entsprechende Erfahrung.
 Die eigenen Möglichkeiten haben aber ihre Grenzen. Einige ArbeitenArbeit
Arbeit im physikalischen Sinne stellt die in einem Vorgang verbrauchte Wärme- bzw. Energiemenge dar. Die physikalische Einheit ist die kiloWattstunde (kWh). Eine Energiemenge von einer kWh wird verbraucht, wenn z.B. ein Heizgerät mit einer Anschlussleistung von 1 kW eine Stunde ununterbrochen in Betrieb ist. 
wie die Kontrolle des Ausdehnungsgefäßes oder die Einstellung des Brenners gehören in die Hände eines guten Wartungsdienstes. Durch deren technische Überprüfung und WartungWartung

Eine Wartung umfasst die Überprüfung und ggf. Wiederherstellung der Betriebbereitschaft und Betriebssicherheit sowie die Einstellung der Regelung und anderen Werten einer technischen Anlage, wie z.B. einer Heizungs-, Lüftungs- oder Solaranlage. Neben allgemeinen Wartungstätigkeiten, wie die Überprüfung von Betriebsdrücken, oder der Funktionsfähigkeit von Sicherheitseinrichtungen gibt es für jede Anlage spezielle Wartungsaufgaben. Die für die Wartung entstehenden Wartungskosten dürfen im Rahmen der Heizkostenabrechnung keine Reparaturkosten, z.B. für das Auswechseln von Teilen oder Baugruppen, enthalten. 

der Anlage wird in der Regel ein hoher WirkungsgradWirkungsgrad
Der Wirkungsgrad stellt das Verhältnis von nutzbarer zu aufgewendeter Energie bzw. Arbeit oder Leistung dar. Bei Wärmeerzeugern, die Brennstoffe wie Öl, Gas, Holz oder Kohlen verbrennen, unterscheidet man: Feuerungswirkungsgrad, Normnutzungsgrad, Jahresnutzungsgrad. Bei Wärmepumpen wird der Wirkungsgrad mit der Leistungszahl ausgedrückt.
der Heizung garantiert, was wiederum die Umwelt und den Geldbeutel schont. Bei einer professionellen Wartung ist nach einer vom Hersteller vorgegeben Checkliste vorzugehen. 
 


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