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Ratgeber-Info, Fensterrahmen

Kapitel:: » Wärmedämmung » Bauteile » Fenster » Grundlagen › Fensterrahmen

Spielt die Rahmenkonstruktion eines Fensters und das Material eine Rolle?

FensterVerglasungen sind ohne Rahmen kaum denkbar. Sie sichern die Stabilität und geben die Möglichkeit Beschläge zu integrieren, die für die verschiedenen Öffnungsmöglichkeiten erforderlich sind. Die Materialien und Konstruktionen der Rahmen müssen mit der Verbesserung der Wärme dämmenden Eigenschaften der Verglasungen Schritt halten. Rahmenmaterial und Konstruktion spielt eine oft unterschätzte Rolle bei der Senkung der Energieverluste durch Fenster und Türen. Doch immerhin entfallen im Durchschnitt etwa 20 % der Fensteröffnung auf den Rahmen. Einige stark sprossierte und kleine Fenster bringen es sogar auf fast 50 % Rahmenanteil.

Gute Kunststoff-Rahmenprofile haben etwa die gleiche Wärmedämmung wie Holzrahmen. Lange Zeit schien die Entwicklung bei diesen Rahmen mit einem Wärmedurchgangskoeffizienten von minimal 1, 5 W/m2K stehen zu bleiben. Inzwischen sind für Standardfenster Kunststoffprofile am Markt (7 Kammern), die einen U-Wert von 1,2 W/m2K aufweisen.Seit etwa 1997 stehen z.B. spezielle Holz-Pur-Verbundrahmen für besonders sparsame Fenster in Passivhäusern mit U-Werten um 0,7 W/m2K zur Verfügung. Bei diesen Verbundsystemen greift man als Grundmaterial gerne auf Holz zurück. Holz hat bei guten mechanischen Eigenschaften eine geringe Wärmeleitfähigkeit, die für sich allein genommen allerdings nicht gering genug ist. 

Schnitt eines Fensterrahmens, der zur Verringerung der Wärmeleitfähigkeit von Holz mit einem Korkgranulat verfüllt ist. Solche Verbund-Konstruktionen sind für das Ziel, einen niedrigen Wärmedurchgang zu erzielen von entscheideneder Bedeutung (passivhaustaugliche Fenster)
Schnitt eines Fensterrahmens, innenseitig Holz, außenseitig Aluminiumprofil, verfüllt mit dem sehr guten Wärmedämmstoff PU-Schaum(passivhaustaugliche Fenster)

Ein tiefer Glaseinstand verbessert die wärmetechnischen Eigenschaften der Fenster: Die Wärmeverluste im Glasrandbereich werden gemindert. Die Folge ist auch eine Erhöhung der Oberflächentemperatur der inneren Scheibe, wodurch die Gefahr der Kondensatbildung("Schwitzwasser") im Randbereich gemindert wird. Allerdings wird der Glaseinstand z.B. nach DIN 18545 auf maximal 20 mm begrenzt, um einen bei hohem Temperaturunterschied zwischen Glasmitte und Scheibenrand eventuell auftretenden Glasbruch zu vermeiden. Praxisuntersuchungen bestätigen diese Gefahr jedoch nicht.



Fensterrahmen, Fensterrahmenkonstruktion, Passivhaustaugliche Fenster, Glaseinstand


Datum der letzten Änderung: 14.11.2006 | © by f.nowotka
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