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Ratgeber-Info, Gesundheitsgefahr

Kapitel:: » Lüftung » Grundlagen » Schimmelpilz › Gesundheitsgefahr

Schimmelpilz und gesundheitliche Beschwerden

Eindeutige Aussagen über das mit dem Auftreten von Schimmelpilzen in Wohnräumen verbundene Gesundheitsrisiko sind nach überwiegender Auffassung zur Zeit nicht möglich. Eine Verbindung zwischen dem Auftreten von Schimmelpilzen in Wohnräumen und Erkrankungen verschiedener Art wird jedoch nicht mehr nur vermutet.



Bei gesunden Menschen wird das Einatmen von Schimmelpilzpartikeln bzw. Sporen unterhalb einer bestimmten Konzentration z.Zt. noch als ungefährlich eingeschätzt. Bei kranken oder vorgeschädigten Menschen ist man jedoch sicher, dass eine Belastung der Rauminnenluft mit Schimmelpilzsporen und gasförmigen Stoffwechselprodukten zu Erkrankungen führen kann:

  • Allergien: bei allergisch veranlagten Personen treten durch Sporen u.a. Pilzteile allergische Reaktionen an Schleimhäuten der Augen und der Atmungsorgane sowie asthmatische Erkrankungen auf.
  • toxische Reaktionen:
    • Einige Schimmelpilze bilden Gifte, so genannte Mycotoxine, weshalb ja verschimmelte Lebensmittel nicht verzehrt werden sollten. Werden Teilchen, die mit Mycotoxinen belastet sind, eingeatmet, können Reizungen der Schleimhäute auftreten. Bei Übergang in die Blutbahn werden toxische Reaktionen innerer Organe vermutet.
    • Schimmelpilze produzieren gasförmige organischen Verbindungen (MVOC), die an die Raumluft abgegeben werden. Sie führen zu Benommenheit und Konzentrationsstörungen und werden für Kopfschmerzen, Schleimhautreizungen und später auftretende chronischen Erkrankungen verantwortlich gemacht. Die Menge der durch die Schimmelpilze freigesetzten Gase ist abhängig von den Materialien, der Schimmelpilzart und der Ausdehnung des Befalls. Dabei spielt nicht nur die Fläche, sondern auch die Eindringtiefe eine Rolle. Es ist daher notwendig, bei einem lang andauernden und weit reichenden Befall ganze Bauteile zu entfernen, da die Abgabe flüchtiger Stoffe aus der Tiefe des Befalls nur sehr langsam erfolgt.
  • Infektionen: Bei abwehrgeschwächten Personen können Schimmelpilze in parasitärer Lebensweise Körperbereiche besiedeln und Infektionen hervorrufen.

Verdachtsmomente, die das oft auch unsichtbare Auftreten von Schinmmelpilzen anzeigen:

  • muffiger Geruch im Winter und Sommer (Kartoffelkellergeruch, muffige, erdig)
  • Wasserflecken (Winter)
  • beschlagene Scheiben und Fensterrrahmen (Winter)
  • beschlagene Brillengläser beim Betreten der Wohnung (Winter)
  • beschlagene Flaschen beim Herausnehmen aus dem Kühlschrank (Winter)
  • Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen, die immer bei längerem Aufenthalt in bestimmten Räume, Wohnungen auftreten

Richtiges Lüften hilft gegen Schimmelpilzwachstum in der Wohnung, reduziert aber nicht automatisch die allergene Belastung (Tipps zum richtigen Lüften mit dem Fenster). Die Sporenkonzentration in der Außenluft steigt im auslaufenden Sommer/Frühherbst stark an.



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Datum der letzten Änderung: 23.10.2006 | © by f.nowotka
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