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Ratgeber-Info, Wärmepumpe Warmwasser

Kapitel:: » Warmwasserbereitung » Grundlagen › Wärmepumpe Warmwasser

Lohnt die Warmwasserbereitung mittels Luft-Wasser-Wärmepumpe?

Der (zusätzliche) Einbau einer Wärmepumpe zur Warmwasserbereitung neben der Wärmerzeugung mit einem Heizkessel lohnt im Allgemeinen aus folgenden Gründen nicht:

  • Der Kapital-, Wartungs- und Reparaturkostenaufwand für die Wärmepumpe verursacht zusätzliche Kosten. Die mögliche - allerdings geringe - Betriebkostenreduzierung wird dadurch aufgehoben. Auch über den Zeitraum bis zum Verschleiß der Wärmepumpe betrachtet, kann die Betriebkosteneinsparung im Allgemeinen die zusätzlichen Kosten nicht "einspielen".
  • Die für die Warmwasserbereitung üblicherweise eingesetzten Luft-Wasser-Wärmepumpe(n) zeigen in der Praxis keine bessere Leistungszahl (Wirkungsgrad) als 1: 2,5. Damit wird nicht einmal der schlechte Gesamtwirkungsgrad bei der Stromerzeugung in Deutschland kompensiert.
  • Wird die Luft-Wasserwärmepumpe im Keller aufgestellt, sollte man sich die Frage stellen, woher die Luft kommt, deren Wärme man mittels Wärmepumpe entzieht.
    1. Ist es die Abwärme des Heizkessels sollte man zunächst dessen Verluste eindämmen.
    2. Ist es die warme Luft aus dem Erdgeschoss war sie zuvor mittels Heizkörper erwärmt worden. 
  • Heute eingesetzte Heizgeräte (vor allem Brennwertheizkessel mit geringen Wasserinhalten) haben auch bei der sommerlichen Warmwasserbereitung keinen schlechteren Jahresnutzungsgrad als 70%, bezogen auf den oberen Heizwert des eingesetzten Brennstoffes. Verschiedene Brennwertheizgeräte bringen es sogar auf mehr als 80%.
  • Die Preise für Heizöl, Erdgas, oder ggf. auch Nachtstrom sind nach wie vor relativ gering.


Datum der letzten Änderung: 24.03.2003 | © by f.nowotka
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