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Ratgeber-Info, Wärmedämmung von FBH

Kapitel:: » Heizung » Wärmeverteilung » Fussbodenheizung » Grundlagen › Wärmedämmung von FBH

Wärmedämmung unterhalb der Heizung, Anforderungen

Die Fußbodenheizung muss zur Vermeidung von Wärmeverlusten nach unten und zu den Seiten sehr gut wärmegedämmt sein.

Im Neubau (Gebäude) sollte die Wärmedämmschicht unter Flächenheizungen oberhalb nicht bzw. geringer beheizter Räume oder dem Erdreich einen Wärmedurchgangskoeffizient(en) von kleiner gleich 0,25 W/m2K aufweisen. Die Forderung ist erfüllt, wenn Dämmstoffe, die eine Wärmeleitfähigkeit von 0,035 W/m2K besitzen, in einer Stärke von 14 cm eingebaut werden. Dabei sind Dämmstoffe, die bereits im Rohfußbodenaufbau enthalten sind, mit zu berücksichtigen. Um hohe Fußbodenaufbauten zu umgehen, können direkt unter den Heizrohren spezielle Wärmedämmstoffe mit extrem niedrigen Wärmeleitfähigkeiten (z. B. Polyurethan) verwendet werden. Dadurch kann mit geringeren Schichtdicken - allerdings zu einem deutlich höheren Preis - die notwendige Wärmedämmung erzielt werden. Zu beachten ist, dass die Wärmedämmstoffe auch eine bestimmte Festigkeit aufweisen müssen (Zusammendrückbarkeit).

Es dürfen generell nur Dämmstoffe verwendet werden, die eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung besitzen. Sie müssen dicht gestoßen und auf ebenen Untergrund verlegt werden. Hohlstellen sind unbedingt zu vermeiden. Ihre Dichte sollte mindestens 20 kg/m³ betragen. Achtung: Polystyrol für Außenwand oder Dachdämmsysteme mit einer Rohdichte von 15 kg/m³ (PS 15 SE) erfüllt diese Anforderung nicht!

Für den Einbau einer Fußbodenheizung im Altbau werden keine Mindestwerte verlangt. Dafür gilt die DIN 4725 mit teilweise recht veralteten Werten. Es ist empfehlenswert sich am Grenzwert für Neubauten zu orientieren. Für die Begrenzung des Wärmedurchganges zu gleichtemperierten Räumen gilt nach DIN ein einzuhaltender Wärmedurchgangskoeffizient von 1,3 W/m2K. Dafür reicht schon eine Schichtdicke von 20 mm eines Dämmstoffes der Wärmeleitfähigkeitsgruppe 035. Doch dieser Dämmwert ist nach heutigen Gesichtspunkten zu knapp bemessen. Um mögliche Einsparpotentiale durch konsequente Einzelraumtemperaturregelung voll nutzen zu können, wären Dämmstoffstärken von mindestens 50 mm empfehlenswert.



Datum der letzten Änderung: 04.03.2005 | © by f.nowotka
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