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Ratgeber-Info, Warmwasserpumpenheizung

Kapitel:: » Heizung » Grundlagen » Heiztechnische Begriffe › Warmwasserpumpenheizung

Funktionsweise einer Warmwasser-Zentralheizung

Ein Haus kann

  • Raum für Raum mit einzelnen Öfen oder
  • durch Wärmeverteilung mit Heizkörpern oder Fußbodenheizkreisen von einem Wärmeerzeuger aus oder
  • durch Luftwärmeverteilung aus Luftauslässen durch eine zentrale Luftheizung bzw. eine Nacherwärmung der Luft bei einer Lüftungsanlage beheizt werden.
Bei einer Zentralheizung wird Wärme an einer Stelle durch einen Kessel, eine Therme, eine Wärmepumpe oder einen Elektrozentralspeicher erzeugt und durch ein Wärmetransportmittel - das kann Luft oder Wasser sein - zu den einzelnen Räumen transportiert. Das Transportmittel der Wärme ist einfaches Wasser - Heizungswasser -, was einmal in die Anlage eingefüllt, normalerweise immer in der Anlage verbleibt. Es verbraucht sich nicht. Bildquelle: Verbraucherzentrale NRW

  1. Tank
  2. Belüftung
  3. Füllstutzen
  4. Grenzwertgeber
  5. Ölfilter
  6. Brenner
  7. Kessel
  8. Warmwasser-Speicher
  9. Regelung
  10. Außenfühler
  11. Vorlauftemperatur
  12. Mischventil (motorisch)
  13. Umwälzpumpe
  14. Ausdehnungsgefäß
  15. Thermostatventile
  16. Schornstein
Quelle: Institut für wirtschaftliche Oelheizung (IWO)

Der Kreislauf des Heizungswassers vom Heizkessel zu den Heizkörpern und wieder zurück wird heute überwiegend durch eine Pumpe, die so genannte Umwälzpumpe, aufrechterhalten. Bei der früher üblichen Schwerkraftheizung kam die Zirkulation des Heizungswassers selbsttätig, d. h. allein durch den Dichteunterschied von warmem und kaltem Wasser zustande.

Die mit elektrischen Strom angetriebene Umwälzpumpe erzeugt einen Überdruck in Fließrichtung und einen Unterdruck hinter der Pumpe. Läuft die Pumpe, gelangt das im Heizgerät erwärmte Heizungswasser über das Rohrsystem zu den Heizkörpern. Über den Heizkörper gibt das Heizungswasser Wärme an den Raum ab und strömt abgekühlt über den Rücklauf wieder zum Heizgerät zurück. Die Umwälzgeschwindigkeit des Heizungswassers lässt sich durch die Leistungsanpassung der Pumpe variieren.

Die Vorteile der Warmwasserpumpenheizung:

  • Die Zirkulation ist nicht an eine Mindesttemperatur des Heizungswassers gebunden.
  • Der Wärmeerzeuger muss nicht tiefer stehen als die Heizkörper.
  • Die Rohrleitungen können auch unter Durchbrüchen, z. B. Türen, verlegt werden.
  • Eine Erweiterung der Anlage ist unkompliziert möglich.
  • Es besteht eine einfache Möglichkeit des automatisierten, zeitabhängigen Betriebes.
  • Man kann geringere Rohrdurchmesser einsetzen.

Nachteilig ist, dass die benötigte Umwälzpumpe einen teilweise erheblichen Strombedarf entwickelt. In der Praxis hat man es außerdem häufig mit überdimensionierten Pumpen und daher erhöhtem Stromverbrauch zu tun. Ursache ist vielfach der nicht durchgeführte hydraulische Abgleich. Um den Stromverbrauch weiter zu reduzieren, lassen sich leistungsgeregelte Umwälzpumpen einsetzen.

Sie erfahren mehr zu diesem Thema in:

Reduzierung des Stromverbrauches von Umwälzpumpen - Übersicht
Strom Sparen durch drehzahlgeregelte Umwälzpumpen


Datum der letzten Änderung: 03.03.2005 | © by f.nowotka
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