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Ratgeber-Info, Holzeignung

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Welches Holz eignet sich zur Verbrennung?

Im Grunde bietet sich jede Holzart für die Verbrennung an. Der Heizwert der Hölzer ist zwar verschieden, sehr groß sind die Unterschiede jedoch nicht. Überraschen mag die Aussage, dass der Heizwert von Nadelhölzern etwas höher ist, als der von hartem Laubholz. Schließlich sagt einem die Erfahrung, dass ein Eichenscheit deutlich länger Wärme spendet als das rasche Lodern eines Fichtenholzes. Nadelhölzer haben einen erhöhten Harz- und Lignin-Anteil, der für die größere Wärmeabgabe verantwortlich ist.

Der Heizwert wird auf ein Kilogramm Holzmasse bezogen. Ein Kilogramm Eiche oder Robinie ist ein wesentlich kleineres Stück Holz als ein Kilogramm Fichte oder Tanne. Gibt man also in den Füllraum eines Kessels die vom Volumen her gleiche Menge, brennt die Laubholzfüllung etwa 50 % länger und gibt daher auch knapp 50 % mehr Wärme ab.

  • Kaufen Sie Heizholz nach Gewicht, so erhalten Sie bei Nadelholz mehr Energie.
  • Kaufen Sie jedoch Holz nach Volumen, also nach Raummetern, so ist hartes Laubholz für Sie energetisch vorteilhafter.

Voraussetzung ist natürlich, dass es sich um annähernd gleiche Holzfeuchte handelt. Die praktische Holzfeuchte ist überhaupt das entscheidende Kriterium. An der Luft 2 bis 3 Jahre getrocknetes Nadelholz hat eine Feuchte von etwa 15 % bis 18 %. Dieses Brennholz hat gegenüber frisch eingeschlagenem Holz den nahezu doppelten Heizwert. Anders ausgedrückt: Ist das Holz trocken, kommen Sie mit der halben Brennstoffmenge aus. Richtiges Trocknen ist also sehr wichtig. Feuchtes Holz reduziert aber nicht nur den Wirkungsgrad, sondern auch die Heizleistung des Heizkessels: bei einer Hackschnitzelfeuerung etwa um 15 % bis 20 %.

Auch Holz aus Rodungsmaßnahmen (Straßenbau, Bauland) kommt in Frage, ebenso wie Holz aus dem Obstbau, naturbelassenes Restholz aus Sägewerken, Tischlereien usw.

Bauholz dagegen ist nicht immer geeignet. Alte Holzbalken, Dachstühle usw. aus Abrisshäusern oder Rekonstruktionen dürfen nicht mit Holzschutzmitteln behandelt sein, wenn Sie verbrannt werden sollen. Gestrichenes oder beschichtetes Holz, z. B. Möbel, Spanplatten, alte Holzfenster usw. kommt in der häuslichen Holzfeuerstätte ebenfalls generell nicht in Frage. Einerseits ist die Verbrennung behandelter Hölzer nach der BundesImmissionsSchutzVerordnung nicht gestattet, andererseits würden Sie damit Ihre Nachbarn durch starke Geruchs- und Schadstoffbelastung empfindlich stören. Außerdem gefährden Sie durch die entstehenden Verbrennungsprodukte und Rückstände Ihren Ofen und Ihren Schornstein stark.

siehe auch

Heizwerte verschiedener Hölzer
Wie trockne ich Holz richtig?
Wie viel Holz brauche ich pro Jahr?
        


    Datum der letzten Änderung: 14.05.2006 | © by f.nowotka
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