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Ratgeber-Info, Holz-Pellets

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Was sind Pellets?

Aus trockenen, sauberen Hobelspänen ein Konkurenzbrennstoff für gängige Gas- oder Ölheizungen herstellen? Kein Problem. Mit Pellets haben sie einen umweltfreundlichen Brennstoff aus einheimischen Rohstoffen für eine automatisch betriebene Heizung!

Im Brennstoffhandel werden Strohpellets und Holzpellets angeboten. Für Holzpellets werden trockene Hobelspäne unter hohem Druck ohne Zusätze zu zylindrischen Abschnitten von 6 bis 12 mm Durchmesser gepresst.

Holz-Pellets werden in einem Durchmesser von 6/10/12 mm hergestellt, sind 0,5 bis 3 cm lang und eignen sich gut für automatisch beschickte Anlagen.

Das Schüttgewicht beträgt nach Herstellerangaben etwa 650 kg/m³. Die Restfeuchte liegt nach der Herstellung zwischen 8 % bis 10 %. Fraglich ist, ob dieser Feuchtegehalt bei normaler Lagerdauer beibehalten wird.

Die frei werdende Wärme wird mit 4,9 bis 5,3 kWh/kg angegeben, was sich auf die trockenen Pellets (Holzpresslinge, DIN 51731) bezieht. Der Aschegehalt liegt bei kleiner 1,5 %, der Schwefelanteil unter 0,08 %.

Für die Pellet-Feuerung werden Kaminöfen und Pellet-Heizungskessel mit speziellen, auch automatisch beschickten Brennern verkauft. Die maximale Entfernung zwischen einem Heizkessel und dem Pellet-Lager beträgt für automatisch beschickte Anlagen etwa 20 m. Einige Anbieter (z.B. Buderus) haben Heizkessel im Programm, die mit wenigen Handgriffen von Pellet- auf Stückholzfeuerung und umgekehrt umgerüstet werden können. Heizkessel für Pellts sind nach der Bundes-Immissionschutz-Verordnung nicht messpflichtig!

Pellets-Heizkessel sollten immer mit einem Pufferspeicher betrieben werden um die Starthäufigkeit zu reduzieren. Da jeder Start- bzw. Zündvorgang mit einer hohen elektrischen Leistungsaufnahme verbunden ist, kann eine Anlage ohne Pufferspeicher erheblich die Stromrechnung beeinflussen.

Abbildung: wagner-solar.com
Abbildung: wagner-solar.com
Abbildung: wagner-solar.com
Abbildung: wagner-solar.com
Abbildung: wagner-solar.com

Interessant sind Kamin-Anlagen mit leistungsgeregelten Pellet-Feuerungen, die auch auf sehr niedrige Heizleistungen (kleiner 2kW) abgeregelt werden können (Hersteller: WODTKE, Paradigma, Wagner u. a. ). Damit kann die Holzfeuerung, zum Teil einfacher als die Ölfeuerung, auch für den kleinen Wärmebedarf im gut gedämmten Niedrigenergiehaus eingesetzt werden.

Einfache Öfen kosten ab etwa 2.300 Euro, Pellets-Heizkessel für automatisierten Betrieb in Zentralheizungsanlagen bis 13.000 Euro. Pellets kosten zur Zeit je nach Gegend und Anlieferung zwischen 175 und etwa 225 Euro je Tonne. Daraus ergibt sich ein Preis pro kWh von etwa 7 bis 10 Pf. Bei einem Wirkungsgrad von 80 % bis 90 % ergibt sich ein Wärmepreis von etwa 8 bis 12,5 Pf/kWh.

Im Gegensatz zur Stückgutfeuerung (Holzscheite) bestehen die Vorteile der Pellet-Feuerung

  • in einer schadstoffärmeren Verbrennung, da die Öfen auf die konstanten Bedingungen (Größe der Pellets, Feuchtegehalt) sehr gut angepasst werden können;
  • in der Einhaltung einer konstanten Wärmeleistung durch kontinuierliche Brennstoffzufuhr ohne Abhängigkeit von Betreiber und Brennstoffart;
  • in der einfachen Regelbarkeit der abgegebenen Wärmeleistung entsprechend dem Wärmebedarf und
  • im automatischen Betrieb der Feuerstätte, der wegen der elektrischen Zündungsmöglichkeit problemlos möglich ist.

Nachteilig ist die spezielle Konstruktion der Öfen bzw. Brenner, die nur die Verfeuerung von Pellets ermöglicht. Die Bezugsmöglichkeit und der Preis von Pellets ist regional sehr unterschiedlich.



Datum der letzten Änderung: 17.05.2005 | © by f.nowotka
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