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Ratgeber-Info, Ausführungsdetails einer Innendämmung

Kapitel:: » Wärmedämmung » Bauteile » Außenwand » Innendämmung › Ausführungsdetails einer Innendämmung

Die Beachtung wichtiger Ausführungsdetails sichert bauschadensfreie Innendämmung

Die Beachtung von Ausführungsdetails spielt bei der Realisierung einer funktionsfähigen, bauschadensfreien Innendämmung eine wichtige Rolle. Es ist jedoch nicht möglich für die zahlreichen Anwendungsfälle die jeweils konkreten  Ausführungsdetails anzugeben. Wir verweisen daher auf die Möglichkeit, die eMail-Beratung aus unserem Service-Angebot zu nutzen. Gerne helfen wir Ihnen durch Erarbeitung von speziellen Lösungen, wenn es einmal knifflig wird.

Achten Sie bei der Innendämmung auch auf nachfolgende, wichtige Ausführungsdetails:

  1. Werden keine Wärmedämmverbundplatten eingesetzt oder aufgeklebte Dämmstoffe geputzt, ist eine Stützkonstruktion erforderlich. Sie sollte zur Verringerung der Wärmebrückenwirkung aus Holz bestehen. Gut eignen sich unbehandelte Dachlatten. Sie können mit einem Streifen druckbelastbarem Dämmstoff unterfüttert werden, wodurch gleichzeitig der Schallschutz verbessert wird. Eine andere Möglichkeit besteht im kreuzweise Anbringen, wobei auch der Dämmstoff in zwei Lagen eingebracht werden muss.
  2. Eingebundene Decken, Fußböden, Wände können (sollten) zur Kompensation der unausweichlichen Wärmebrücke mit einem Dämmstreifen oder Dämmkeil, z.B. aus Styropor, Styrodur, Polyurethan, Kalziumsilikatplatten o.ä. zum Raum hin versehen werden.
  3. Heizkörpernischen (ausführlich in Dämmung von Heizkörpernischen) sollen unter allen Umständen in die Dämmmaßnahme einbezogen werden. Am besten ist es, Sie verlegen bei der Gelegenheit den Heizkörper und schließen die Nische vollständig mit Dämmstoff. Sollte dies nicht möglich sein: Wenigstens 1 cm hinter dem Heizkörper sollte es sein. Für Mietwohnungen gilt: Behindern Sie die Zirkulation nicht zu stark (2 cm Mindestabstand belassen zwischen Heizkörper und Wand). Bei Heizkörpern mit Heizkostenverteiler(n) kommt es sonst zu erhöhten Anzeigewerten infolge des entstehenden Wärmestaus.
  4. Fensterlaibungen, Fensternischen usw. müssen möglichst in gleicher Dämmstoffstärke bis an, besser noch auf den Fenster- bzw. Türrahmen mitgedämmt werden. Sollte dies in der gleichen Stärke konstruktionsbedingt unmöglich sein, ist bei geringerer Dämmstoffstärke ein Dämmstoff mit kleinerer Wärmeleitfähigkeit, also höherer Dämmwirkung, einzusetzen. Zum Rahmen hin ein Quellband setzen und eine dauerelastische Fuge herstellen.
  5. Der Einbau der Fensterbänke sollte bei der Gelegenheit mit überprüft werden. Steinerne Bänke ausbauen und auf dem Mauerwerk eine Dämmplatte auflegen (z.B. Pu-Schaumplatte. An den Rändern ausstemmen und Dämmstoff einbringen (Wärmebrücke!). Hölzerne Fensterbänke, auch Werzalit o.ä. soweit kürzen, dass der Dämmstoff an den senkrechten Laibungen bis auf das Mauerwerk heruntergeführt werden kann.
  6. Vorsicht bei Holzbalkendecken! Die Balkenköpfe liegen in der ungedämmten Wand. Sie werden durch eine nachträgliche Innendämmung schlechter von innen erwärmt, so dass sich Kondenswasser abscheiden kann. Optimal wäre es, den Balkenkopf von der Stirnseite her diffusionsoffen zu dämmen, z.B. mit einer Holzfaserdämmplatte. Achtung: Keine Folien um den Balkenkopf wickeln!!! Auf jeden Fall sollte man den Wandzwischenraum in der Decke zwischen den Balken mit dämmen. Dazu die ersten Dielenbretter entfernen und die Innendämmung gleich bis zum darunter liegenden Raum durchziehen. Hinweis: Bei Innendämmungen in Häusern mit Holzbalkendecken sollte die relative Luftfeuchtigkeit im Winter immer unter 60 % liegen. Dazu benötigen Sie ein geeichtes Hygrometer und ggf. eine einfache Abluftanlage (siehe Übersicht). Übrigens: Feuchteschäden an Balkenköpfen gibt es auch ohne Innendämmmaßnahmen. Sie sind, wenn man von aufsteigender Nässe einmal absieht, häufig auf Kondensationsfeuchte im kalten Balkenkopf zurückzuführen.
Der Dämmstreifen von unten gegen die Stahlbetondecke geklebt verhindert eine eventuelle Gefahr für die Bildung von Schimmelpilz. Ursache wäre die niedrige Oberflächentemperatur an der Unterseite der gut wärmeleitenden Decke. Durch den Streifen Dämmstoff wird die Temperatur angehoben. Er sollte bei geringer Stärke aus einem Material niedriger Wärmeleitfähigkeit hergestellt werden.  Abbildung: Impulsprogramm Hessen

Ohne zusätzliche Dämmstreifen bzw. Dämmkeile kann der Anschlussbereich der einbindende Wand zu einer Kondenswasserfalle werden.

Abbildung: Impulsprogramm Hessen

Ein Dämmkeil ist an der einbindenden Innenwand und möglichst auch an der Decke zu verlegen.

Abbildung: Energieagentur NRW

Abbildung: isofloc Fachbetrieb finden

In die Innendämmung sollte alle Bauteile einbezogen werden

Abbildung: isofloc Fachbetrieb finden

Die einbindende Innenwand ist mindestens 50 cm zum Raum hin mit einem Dämmstoff zu verkleiden, um die Wärmebrücke zu entschärfen

Abbildung: isofloc Fachbetrieb finden

  1. Der Sparrenzwischenraum wird traufseitig bis an die Traufschalung durch ein Stellbrett geschlossen
  2. Eine bituminierte Holzfaserdämmplatte (z.B. Celit 4D-Unterdeckplatte) schließt oberhalb der Traufschalung an (Die Unterdeckplatte kann auch bis zur Traufkante durchgehend verlegt werden)
  3. In die Fuge oberhalb der ersten Lage wird ein Streifen diffusionsoffene Unterspannbahn eingeklemmt und bis zur Traufkante heruntergeführt
  4. Die Holzbalkendecke wird zwischen den Balken durch sorgfältige Füllung gedämmt und gegen Luftleckströmung (zwischen den Balken) abgedichtet
  5. Innenseitig schließt die Luftdichtung der Dachschräge an die Decke an (Aufkleben)
  6. Die entstehende Abseite wird mit einem Zellulosedämmstoff (z.B. Isofloc) gedämmt
  7. Zwischen Innenverkleidung und Luftdichtung wird die Installationsebene bis zum Fußboden verlängert

Abbildung: isofloc Fachbetrieb finden

Die Innendämmung an der Innenseite des Drempels geht über in die Wärmedämmung des Daches

Abbildung: isofloc Fachbetrieb finden



Ausführungsdetails Innendämmung, Dämmkeil, Laibungsdämmung, Luftdichtung


Datum der letzten Änderung: 07.01.2008 | © by f.nowotka
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