Bookmarken bei: Mr. WongBookmarken bei: WebnewsBookmarken bei: YiggBookmarken bei: LinkarenaBookmarken bei: Del.icio.usBookmarken bei: Google   Information
Web heiz-tipp
Login

Ratgeber
» Heizung
» Warmwasserbereitung
» Erneuerbare Energien
» Lüftung
» Wärmedämmung
» Wasser sparen
» Strom sparen
» Heizkosten

E-Cartoon
Cartoons auf heiz-tipp.deCartoons auf heiz-tipp.de

Lexikon
ABCDEFGHIJKLMNO
PQRSTUVWXYZÄÖÜ

Interaktive Ratgeber
 Zu viel, zu teuer geheizt?
 Verbrennen Sie gerne Geld?
 Lohnt sich Modernisierung?
 Gibt's Zuschuss oder Kredit?
 Welches Heizsystem ist o.k.?
 Beispiele in meiner Nähe?
 Stromfresser Pumpen
 Wirklich sparsam gekühlt?
 Nur Wärme, wenn's nötig ist?
 Welcher Energieausweis?
 Stromverbrauch einschätzen
 Belastung durch Urlaubsflieger?

Zuletzt im Forum
 Spielspaß
 Bitcoin
 CH Casino
 Künstliche Intelligenz in verschiedenen Lebensbereichen
 Pizza

Umfrage
Ich wünsche mehr
Produktinformationen
konkrete Arbeitsanleitungen
praktische Beispiele
zu Preisen und Kosten
zu neuen Technologien
Fördermittelinformationen

Externe Nachrichten
 IWR-Kalender
 Nachrichten diverser Seiten

einen Schritt zurück  Hilfe  einen Schritt vorheiz-tipp.de: Foren    
Im Forum suchen Erweiterte Suche Foren-Übersicht

Thema: Heizkostenabrechnung; Verbrauch verdoppelt?!
Forum Heizkosten, Heizkostenabrechnung

Moderation: now, Heizer, Nicelink
Beitrag oder Antwort zum Thema verfassen
Foren-Übersicht »  Heizkosten, Heizkostenabrechnung » 
VerfasserThema: Heizkostenabrechnung; Verbrauch verdoppelt?!Druckerfreundliche Version
LessLemming
wenige Beiträge


  geschrieben: 03.11.2012, 10:58   
Hallo ihr lieben Forumianer,

ich könnte etwas Hilfe bei meiner aktuellen Heizkostenabrechnung gebrauchen.

Meine Freundin und ich, wir wohnen in einem älteren Mehrfamilienhaus mit zwei Etagen gewerblich genutzt
und zwei Etagen Wohnräumen.
Wir wohnen hier seit ein paar Jahren und sind sehr zufrieden.

Auch die Nebenkosten waren bislang im Rahmen.

Nur für den Abrechnungsraum 2011 gab es eine böse Überraschung.

Bislang beliefen sich unsere Heizkosten für ein ganzes Jahr auf 350€ für ein Jahr.
Unsere Wohnfläche beträgt 54m² und geheizt wird mit Erdgas.

Wir sind beide extrem sparsame Heizer, daher die geringen Heizkosten.
Wir achten auf unser Heizverhalten und haben dieses nicht geändert.

Der Verbrauch (errechnet) im Abrechnungszeitraum vom
1.6.2009-31.05.2010 betrug 135 kwh/a*m²
bzw. 7.312,5 kwh/a

abgelesen mit Verdunsterröhrchen
"Thurra-Verdunster DIN"

Mitte des Jahres 2011 wurden die Ableser auf digital umgestellt.
Daher haben wir für den Abrechnungszeitraum 2011
eine Abrechnung vom 01.06.-31.12.2011 bekommen.

Der Verbrauch für diese 7 Monate beträgt alleine schon
7.876 kwh
also mehr als für das gesamte vorangegangene Jahr!

Das entspricht 13.501 kwh/a oder 250 kwh/a*m².
Damit hat sich der Verbrauch verdoppelt!
Der Vergleichswert für unsere Region beträgt 144 kwh/a*m²

Einen Ablesefehler schließe ich aus.
Der Verbrauch für das aktuell laufende Jahr ist ebenfalls in der gleichen Größenordnung (also ca. 10-15.000 kwh/a)

Da kann doch etwas nicht stimmen.
Auffällig ist, dass die Verdopplung exakt mit der Einführung der digitalen Ableser eingetroffen ist.
Liegt da vielleicht ein Fehler mit dem Schlüssel vor?

Weiterhin erschreckend ist, dass der Verbrauch für das Gesamte Haus in gleichem Maße angestiegen ist.
06.09-06.10 Gesamtverbrauch 169.640 kwh
06.11-01.12 Gesamtverbrauch 104.985 kwh

Gesamte Daten im Überblick:

Wohnfläche: 54m²
Gesamte Wohnfläche Haus: 868 m²
Verbrauch 01.06.2009-31.05.2010: 7.312 kwh (Röhrchen)
Verbrauch 01.06.2011-21.12.2011: 7.876 kwh (Memotron NEU 10-2006)
Heizverhalten immer sparsam und aufmerksam
Keine neuen Nachbarn (höchstens in der Wohnung unter uns)
Verbrauch des gesamten Hauses:
Verbrauch 01.06.2009-31.05.2010: 169.640 kwh (Röhrchen)
Verbrauch 01.06.2011-21.12.2011: 104.985 kwh (Memotron NEU 10-2006)

Hat sich der Verbrauch bei allen verdoppelt?!
Sind die neuen Ablesegeräte falsch?
Kann sich das jemand erklären?

Vielen Dank für eure Hilfe!


  Persönliche Informationen von/Private Nachrichten an  LessLemming
wako
einige Beiträge


  geschrieben: 07.12.2012, 12:33   
Hallo, Less Lemming!
Habe soeben über diese Seite von „heiz-tipp“ von deinem Problem erfahren und glaube, dass ich dir – sofern sich unsere Systeme gleichen – mit der Schilderung meiner bisherigen Erkenntnisse in eigener Sache, die mögliche Ursache deiner überhöhten Heizkosten erklären kann.

So wie bei euch, fand auch bei uns am 01.01.2009 ein Systemwechsel von Verdunstung auf elektr. Heizkosten-verteiler statt. Dieser Wechsel des Messsysteme hatte zur Folge, dass mit der Heizkostenabrechnung 2009, einige Mieter unseres Hauses mit bis zu 1400 €uro Mehrkosten gegenüber den Heizkosten vorhergegangener Jahre - mit Verdunstungsmessung - berechnet wurden.
Die Ursache dieser Kostenexplosion lag daran, dass zum Einen die Steig- und Ringleitungen der Versorgungsrohre unserer Heizanlage nur mangelhaft isoliert waren und zum Anderen, dass die hierdurch in andere Wohneinheiten abgegebene Rohrwärme mittels elektr. Heizkostenverteiler nun nicht mehr gemessen werden konnte. Dadurch entstand zwischen den einzelnen Wohnungen eine Heizkostenverschiebung von 10 bis zu 90 Prozent!

Dies hatte zur Folge, dass die durch Rohrwärmeerhalt begünstigten Wohneinheiten nur noch einen Bruchteil ihrer bisherigen Heizkosten zu zahlen hatten wogegen bei solchen Wohneinheiten, welche ohne Rohrwärme-anteil auskommen mussten, höhere Verbrauchskosten zustande kamen. Dies deshalb, weil die elektronischen Heizkostenverteiler – im Gegensatz zu den vormals installierten Verdunstungsröhrchen – keine empfangene Rohrwärme mehr registrieren können und diese deshalb für die Rohrwärmeempfänger kostenlos wurde……!
Irgendwie musste ja der Gesamtverbrauch an Heizenergie bezahlt werden.

Nun zur Lösung deines Problems:

Zunächst solltest Du feststellen lassen, ob der Vorlauf eurer Heizanlage für alle Wohneinheiten eures Hauses optimal eingestellt ist. Das ist dann gegeben, wenn auch die Heizkörper der obersten Stockwerke im voll aufgedrehten Zustand gleichmäßig und durgehend bis zur letzten Rippe Wärme abgeben. Sind hingegen die Endsegmente der Heizkörper wesentlich weniger warm als die Anfangssegmente, ist der Vorlauf zu niedrig eingestellt. Denn der in der Mitte des Heizkörpers angebrachte elektr. Heizkostenverteiler rechnet die dort gemessene Wärme auf alle Segmente des Heizkörpers an obwohl durch die Endsegmente quasi gar keine Wärme mehr abgegeben wird. Es wird also Energie berechnet die man gar nicht erhalten hat.

Die optimale Einstellung des Vorlaufes ist also die unbedingte Voraussetzung um nachstehende Berechnungen zu einem sicheren Ergebnis zu führen !

Alle Daten die Du mittels der nachstehenden Tabelle zur Berechnung eures Hauses benötigst findest Du auf deiner Heizkostenabrechnung !

Verbrauchswärmeanteile und Rohrwärmeverluste, in Gegenüberstellung der Jahre 2009 zu 2011
Berechnung erfolgt nach Vorgabe des VDI 2077 2009 2010 2011
Beiblatt Rohrwärme 0,07780414897398 € je KWh 0,07249764635017 € je KWh 0,059120957903856 € je KWh
***************** KWh KWh KWh

Menge der insges. verbrauchten Energie der Hausanlage in KWh
1069180 1131220 896.480,00
abzüglich des Anteils für Warmwasser lt. HK-Abrechnung ……….. 256496,22 223077 223.031,93
insgesamt für die Heizanlage verbleibend ……………...……………….. 812683,78 908143 673.448,07
geteilt durch die Summe der Verbr.Einheiten aller Wohneinheiten ………………………………………………………………………… 307819,135 346968,01 203.085,03
ergibt einen Verbrauchswärmeanteil der Hausanlage von ……….. 37,877% 38,21% 30,16%

Dies entspricht einem Rohrwärmeanteil von …………………….….…. 5,12% 4,79% 12,84%
und einem Heizkostenanteil von …………………………………..……..….. 3.237,38 € 3.384,48 € 5.952,31 €

Vorstehende Berechnung der Jahre 2009 und 2010 zeigen im Ergebnis den Rohrwärmeanteil bei einer zu geringen Vorlaufeinstellung an. Erst nach der Optimierung des Vorlaufes für alle Wohneinheiten, im Jahre 2011, wurde der tatsächliche Rohrwärmeverlust deutlich. In vorstehender Beispielberechnung wurden also in den Jahren 2009 und 10, die NICHT-Rohrwärmeempfänger kräftig zur Kasse gebeten.
Der VDI 2077 zieht jedoch, was den Verbrauchswärmeanteil der Hausanlage betrifft, eine Grenze der Zumutbarkeit. Das heißt; erst wenn der Verbrauchswärmeanteil 34% oder darunter liegt ist eine verbrauchsgerechte Heizkostenabrechnung nicht mehr möglich. Liegt der Verbrauchswärmeanteil deines Hauses jedoch über 34%, hast Du keine Chance dagegen anzugehen !

Ich hoffe Dir mit Vorstehendem eine verständnisreiche Hilfe gewesen zu sein.
Gruß wako


  Persönliche Informationen von/Private Nachrichten an  wako
LessLemming
wenige Beiträge


  geschrieben: 07.12.2012, 18:08   
Hallo Wako,

das ist eine seht gute Idee. Den tatsächlichen Verbrauch des Hauses mit den verbrauchten HKV abzugleichen.
Allerdings stoße ich bei der Berechnung auf ein paar Fragen. Eventuell kannst du mir noch einmal helfen.

1.- Berechnung des Verbrauchswärmeanteils:
Habe ich das richtig verstanden:

Summe aller Einheiten (nach Verbrauch) geteilt durch die KWH des Hauses (abzüglich Anteil für Warmwasser)

Meine Frage bezieht sich nun auf die Summe aller Einheiten nach HKV.
Mit der Umstellung des Ablesesystems haben sich auch die Beträge für die HKV scheinbar verändert.
Konkretes Beispiel:
HKV Gesamt (Verbrauch) 2008: 7607,748 Einheiten HKV
HKV Gesamt (Verbrauch) 2009/2010: 727,500 Einheiten HKV
HKV Gesamt (Verbrauch) 2011: 24.680,821 Einheiten HKV

Damit kommen ja auch sensationell unrealistische Verbrauchsanteile zustande.
Zumindest beim aktuellen von 2011 läge der Anteil bei 27%

Können die Summe aller HKV nach Verbrauch auf den Abrechnungen sich so stark verändern?
Gibt es da noch einen Faktor zu beachten?



  Persönliche Informationen von/Private Nachrichten an  LessLemming
wako
einige Beiträge


  geschrieben: 08.12.2012, 12:32   
Hallo Less, danke für dein feetback !

Leider konnte die meinem ersten Schreiben beigefügte Tabelle von „heiz-tipp“
nur total verzerrt und deshalb auch sehr verwirrend wiedergegeben werden.
Hier also nochmals – diesmal ohne Tabelle – die Vorgehensweise zur Berechnung
des Verbrauchswärmeanteils und des Anteils des Rohrwärmeverlustes anhand
eines Beispiels:

1.) Angenommen die Kosten der insgesamt verbrauchten Energie von 896.480 KWh
für Heizung und Warmwasser (innerhalb eines Abrechnungszeitraumes) betragen
53.000,75 €uro. Teile nun diese Kosten durch die verbrauchten KWh und Du bekommst
die Kosten für 1KWh = 0,059120957903856 €
2.) Von der insgesamt verbrauchten Energie : …………………………………….. 896.480 KWh
ziehst Du nun lt. Heizkostenabrechnung den Anteil für Warmwasser ab 223.031,93 KWh
Verbleiben insgesamt für die Heizanlage …………………………………………….. 673.448,07 KWh
Teile nun diese 673.448,07 KWh durch die Summe aller Verbrauchseinheiten des Hauses:
(angenommen 203.085,03 KWh) erhältst Du einen Verbrauchswärmeanteil von 30,16% !

3.) Nach VDI 2077 musst Du nun von den dort festgelegten 47% deine errechneten 30,16%
abziehen und Du erhältst die Prozentzahl des Rohrwärmeverlustes = Hier: 12,84% !

4.) Nun rechnest Du (673.448,07 : 100) mal (12,84) mal 0,059120957903856 € = 5.952,31 €
Diese 5.952,31 € entsprechen in etwa genau den Kosten welche die Rohrwärmeempfänger
einsparen und die Nichtrohrwärmeempfänger zum größten Teil auferlegt bekommen.

Alles Klar ? – Ich hoffe Du hast gegen deine überhöhte Heizkostenabrechnung Widerspruch
eingelegt. Wenn nicht tue es sofort ! Denn nach einem OLG Urteil können für einen
anerkannten Abrechnungszeitraum keine Rückforderungen mehr gestellt werden.
Sollte nun der von dir vorläufig errechnete 27% Verbrauchsanteil zutreffen, muss nach
diversen Gerichtsurteilen ein für diese Anlage zutreffender Verteilerschlüssel gefunden
werden.

Lass von dir hören !
Gruß wako


  Persönliche Informationen von/Private Nachrichten an  wako
wako
einige Beiträge


  geschrieben: 08.12.2012, 16:18   
Hallo Less, habe in meinem letzten Posting leider zu spät einen D R U C K F E H L E R endeckt: 3.) Nach VDI 2077 musst Du nun von den dort festgelegten 47% deine errechneten 30,16%
abziehen und Du erhältst die Prozentzahl des Rohrwärmeverlustes = Hier: 12,84% !
Es oll nicht von 47% abgezogen werden sondern von 43% ! Gruß wako


  Persönliche Informationen von/Private Nachrichten an  wako
LessLemming
wenige Beiträge


  geschrieben: 09.12.2012, 10:59   
Danke noch mal für die Antwort.
Ich habe mich mit der VDI 2077 auseinandergesetzt.
Als Chemieingenieur ist das für mich kein Problem.

Hätten wir Fernwärme wäre der Verbrauchsanteil bei 27%
Da wir Gaskessel haben mit einem unbekannten Wirkungsgrad, musste ich 80% Wirkungsgrad annehmen.
Dann landen wir bei 35,1% ... gerade so drüber.
Allerdings denke ich dass dennoch Korrekturen durchgeführt werden müssen, bis zur Plausibilitätsgrenze von 43% Verbrauchswärmeanteil.

Ich denke da haben wir schon den Verursacher.
Ich muss da wohl mal mit der Ligendschaft und der Hausverwaltung sprechen


  Persönliche Informationen von/Private Nachrichten an  LessLemming
bunkerhill
wenige Beiträge


  geschrieben: 23.01.2013, 21:44   
genau da liegt auch der Fehler, VDI nimmt 80% Wirkungsgrad an und schiebt damit das Problem auf die Rohrwärme in den Nutzungseinheiten. Wenn die Heizung aber nur einen Wirkungsgrad von 50% hat (gibt es sehr oft)ist das dann keine Rohrwärme, sondern sind das Bereitstellungsverluste die nur über den Grundverbrauch abgerechnet werden können.
Eine verbrauchsgerechte Abrechnung mit elektr. Heizkostenverteilern ist eigentlich unmöglich, da der Wirkungsgrad der Heizkessel starr mit 80% angenommen wird und der Anteil der Rohrwärme dadurch weder ermittelt, noch genau erfasst werden kann. Einspruch lohnt auf alle Fälle .


  Persönliche Informationen von/Private Nachrichten an  bunkerhill
Louie
wenige Beiträge


  geschrieben: 12.04.2013, 07:03   
Durch den Wechsel der Heizkostenverteiler verdoppelt sich aber nicht der Verbrauch, der Verbrauch der Abrechnungseinheit (Haus) kann nie so schwanken das er sich verdoppelt, es sei denn es sind an die Heizungsanlage zusätzliche Häuser angeschlossen worden welche nicht entsprechend abgerwechnet wurden.

  Persönliche Informationen von/Private Nachrichten an  Louie
Beitrag oder Antwort zum Thema verfassen
Preise vergleichen für
StromGas