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Forum: Kosten verschiedener Heizysteme

VerfasserThema: Heizkostentipps
Alexheizt2   geschrieben: 15.07.2011, 11:29   
Hallo liebe Forenmitglieder. Aufgrund einer guten Beteiligung in diesem Forum habe ich entschieden meine Frage hier einmal zustellen.

Ich würde gerne meine Heizkosten senken und wohne in einem alten Haus (70 Jahre+) im Erdgeschoss (das Gebäude ist zweistöckig). Leider habe ich wenig Ahnung von Heizkosten und bin während meiner Recherche auf eine Webseite gestoßen die Heizkostentipps gibt. Ich habe Euch diese mal verlinkt (ich hoffe richtig).

Einige dieser "Hausfrauentipps" kannte ich zugegebenermaßen noch, aber da lässt sich doch bestimmt noch weiter einsparen. Das Haus ist sehr schlecht isoliert und ich habe in meinem 30m² Wohnzimmer (Whng insg. 75m²) eine 5 Meter lange Fensterfront. Die anderen Fenster(-rahmen) in den anderen Räumen sind sogar nur aus Holz! Ihr seht also schon, mir geht viel Wärme flöten auf gutdeutsch. Auch habe ich den Vermieter gebeten die Heizung entsprechend einzustellen, das sie nicht bei jeder Aussentemperatur voll heizt - klappt ganz gut.

Könnt Ihr mir zusätzliche Tipps geben, wie ich vielleicht meine Heizkosten insgesamt noch senken kann bei meiner doch schwierigen Wohnsituation. Bitte in Leihensprache, damit ich nicht zu häufig nachfragen muss. (das Haus ist toll, ich werde dort wohnen bleiben, das schonmal vorweg )

now   geschrieben: 17.07.2011, 13:46   
Heizen ist nichts anderes als Wärme, die durch die Hülle eines Raumes verlorengeht, wieder zu ersetzen. Wer Heizkosten sparen will, muss sich also in erster Linie mit den Verlusten beschäftigen. Ein warmer Raum verliert im Winter Wärme auf zwei Arten: durch Wärmeleitung über die Bauteile nach außen (Wände, Fenster, Türen, Decke, Fußboden) und durch Luftaustausch beim Lüften bzw. durch Lecks. Gelüftet werden muss, um die Luftqualität auf einem hygienischen Maß zu halten und Schimmel zu vermeiden. Man kann also den Luftaustausch nicht beliebig reduzieren. Dagegen ist es möglich die Wärmeleitung nach draußen fast vollständig zu unterbinden - aber nur theoretisch und mit sehr hohem Aufwand. Dennoch gelingt es mit vertretbaren Mitteln die Wärmeableitung so weit zu drosseln, dass behagliches Wohnen mit vergleichsweise geringen Heizkosten möglich ist. Da Sie Mieter sind, können Sie freilich nicht selbst Hand anlegen. Sprechen Sie mit Ihrem Vermieter, ob er zum Beispiel eine Innedämmung der Außenwände mitfinanziert. Eine Innendämmung ist in den meisten Fällen bei der nächsten Renovierung mit einem überschaubaren Aufwand möglich. Eine Dämmung der unteren Geschossdecke (Fußboden zum Keller) von unten wäre ebenfalls ratsam. Wenn das nicht geht, können Sie über eine Fußbodendämmung von oben nachdenken, z.B. durch wärmedämmende Platten unterhalb des Teppichs. Bei großflächigen Fenstern lohnt sich eventuell der Austausch der Verglasungen gegen energiesparende Wärmeschutzverglasungen. Auch ein vorgesetzter Rollladen hilft Heizeenergie einzusparen... 
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Alexheizt2   geschrieben: 18.07.2011, 13:13   
Danke für deine Anmerkung. Leider sind (ich nenns mal:) bauliche Veränderungen nicht möglich. Die Miete wurde entsprechend der "schlechten Dämmung" bemessen. D.h. ich habe Mietnachlass für eventuelle Nachzahlungen bekommen. Kann ich die Kosten gering halten kann ich also deutlich sparen. Insofern sind nur die guten alten "Hausfrauentipps" möglich nehme ich an? (Dicke Gardinen, Teelichter aufstellen, etc?)
now   geschrieben: 18.07.2011, 19:35   
Gardinen ja, aber nur bis zum Heizkörper. Teelichter machen es gemütlich, aber verschlechtern die Luftqualität und das Preis-Leistungsverhältnis ist auch nicht rosig. Ihre Heizkörper heizen höchstwahrscheinlich preiswerter! Warme Pantoffeln sind bei mir gut, und ganz wichtig: Aufstellung des Sessels so, dass man vom Kaltluftfall vorm Fenster keine kalten Füße bekommt. 
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zechna   geschrieben: 19.07.2011, 18:01   
Das mit den Teelichtern ist eine schöne Idee, bringt nur leider nicht sehr viel, außerdem soll man die ja nicht alleine stehen lassen wenn man das Zimmer für längere Zeit verlässt. Wegen Brandgefahr und so.
Carstenso   geschrieben: 23.09.2011, 12:01   
Die Frage ist ja auch, was Du für eine Heizung hast. Wenn Du zum Beispiel Gas oder Strom verwendest können Tarife zwischen unterschiedlichen Anbietern variieren. Häufig handelt es sich ja um eine Gasheizung. Wenn das auch auf dich zutrifft, könnte es sich lohnen, einfach mal die Gastarife von verschiedenen Anbietern zu vergleichen. Vor allem wenn Du langfristig in dem Haus wohnen bleiben willst wird es sich bemerkbar machen, ob du auch einen besseren Anbieter für dich finden kannst. Allerdings musst Du vorher wissen, ob Du über Fernwärme versorgt wirst, denn dann sind die Preise festgelegt und ein Wechsel ist nicht so ohne weiteres möglich. Bei Stromkosten für eine Heizung ist es natürlich genauso, auch hier kann ein Stromanbieterwechsel im individuellen Fall Vorteile für dich bringen!

MariusS81   geschrieben: 12.12.2018, 13:58   
Hallo,

in dem Artikel von ökoloco findest du einige Methoden zum Senken der Kosten und noch andere hilfreiche Informationen.
Mir hat dieser Artikel auch sehr geholfen.

https://oekoloco.de/heizkosten-senken/#checkliste1

LG

Steffilein   geschrieben: 12.02.2019, 15:36   
Teelichter werden wohl kaum für spürbar mehr Wärme sorgen, es sei denn du nutzt wirklich viele. Entscheidend ist auch das Heizverhalten, also ob ich den Raum konstant warmhalte, oder die Heizung nur aufdrehe, wenn ich da bin. Empfohlen wird immer, die Heizung lieber auf niedriger Stufe laufen zu lassen, da das Wiederaufheizen mehr Energie benötigt. Denn kühlt der Raum aus, kühlt auch die Fassade aus und strahlt Kälte aus. Hier wieder eine angenehme Raumtemperatur zu erreichen, ist mit viel Energie verbunden
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