Mit Phasenverschiebung wird der Zeitraum zwischen dem Auftreten der höchsten Temperatur auf der Außenoberfläche eines Bauteils (z.B. durch Sonneneinstrahlung) bis zum Erreichen der höchsten Temperatur auf der Innenseite des Bauteiles bezeichnet. Die Zeit ist abhängig von der Wärmespeicherkapazität≡Wärmespeicherkapazität≡
(auch Wärmespeicherzahl, Wärmekapazität); Die spezifische Wärmekapazität (c) ist eine Stoffkonstante und gibt die Wärmemenge in J (Joule) an, die benötigt wird, um einen Stoff von 1 kg um ein Grad Kelvin zu erwärmen. Die Maßeinheit ist J/kgK. Stoffe bzw. Konstruktionen können Wärme speichern. Die einspeicherbare Energiemenge ist abhängig von ihrer Struktur und Dichte. Die Höhe der Wärmespeicherkapazität zeigt, wie lange es dauert, bis sich ein Bauteil erwärmt oder abgekühlt hat. Bedeutung hat die Wärmespeicherkapazität bei allen Speicherfragen (Warmwasserspeicher, Heizungswärmespeicher) aber auch bei der Frage wie man ein möglichst gleichbleibendes Inneraumklima sichert (Dachausbauten, sommerlicher Wärmeschutz usw.). Ein Stoff mit einer hohen Rohdichte und gleichfalls hoher spezifischer Wärmekapazität nimmt die eingetretene Wärmemenge auf und erreicht damit eine hohe Wärmespeicherung. Er bewirkt so die zeitliche Verschiebung (Phasenverschiebung) des Wärmedurchgangs in das Gebäudeinnere. des Baustoffes. Eine lange Phasenverschiebung wird überall dort angestrebt, wo eine rasche Aufheizung unterdrückt werden soll, z.B. im ausgebauten Dachgeschoß.