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Im heiz-tipp.de-Lexikon wurde gefunden:Lambdawert
1. Der Lambdawert λ gibt in der Heiztechnik den Luftüberschuss≡Luftüberschuss≡ Bei jeder Verbrennung von Brennstoffen wird der Sauerstoff der Luft benötigt. Die für eine vollständige Verbrennung erforderliche Luftmenge muss in der Praxis stets etwas größer sein als die theoretisch errechnete Mindestluftmenge. Für Gas- und Öl-Brenner wird der Luftüberschuss nach den ermittelten Abgaswerten (Gehalt an Kohlendioxid oder Restgehalt an Sauerstoff) eingestellt. Dies kann auch mittels Lambdasonde automatisch erfasst und entsprechend nachgestellt werden., bezogen auf eine vollständige Verbrennung≡vollständige Verbrennung≡ Eine vollständige Verbrennung ist anzustreben, da nur so ein maximaler Nutzwärmegewinn gesichert werden kann. Ein Brennstoff verbrennt vollständig, wenn mindestens genauso viel Sauerstoff an der Verbrennung teilnimmt, wie für die vollständige Oxidation von Kohlenstoff zu Kohlendioxid und Wasserstoff zu Wasser erforderlich ist. Reicht die Sauerstoffmenge nicht aus, entsteht z. B. das giftige Kohlenmonoxid und die Wärmeausbeute sinkt., an. Bei Lambda 1 werden genau so viele Sauerstoffatome herangeführt wie nötig. Moderne Verbrennungstechniken nutzen Lambdareglungen≡Lambdareglung≡ Die Lambdareglung spielt in der modernen Heizungstechnik mit Gebläsebrennern oder in Gebläseunterstützen Pellet-bzw. Stückholzheizkesseln eine wichtige Rolle. Mit ihrer Hilfe kann der für eine möglichst effektive, also vollständige Verbrennung erforderliche Luftüberschusses eingeregelt werden. Dazu wird der Sauerstoffgehalt im Abgasweg mit Hilfe einer Lambdasonde erfasst und die Luftmenge entsprechend korrigiert., um den Luftbedarf optimal anzupassen. 2. Der Lambdawert λ gibt in der Bauphysik≡Bauphysik≡ Die Bauphysik ist eine wichtige wissenschaftliche Grundlage im Bauwesen. Sie umfasst u. a. den baulichen Wärmeschutz (Wärmedämmung), Feuchteschutz, Schallschutz, Brandschutz. die Wärmeleitfähigkeit≡Wärmeleitfähigkeit≡ (auch Wärmeleitzahl) Zeichen λ (Lambda); Einheit W/mK, Watt/pro Meter und Kelvin; Die Wärmeleitfähigkeit ist ein Materialkennwert, der für den trockenen Baustoff (Praxiswert) angegeben wird. Je kleiner der Lambda-Wert ist, umso schlechter wird Wärme weitergeleitet und umso besser ist die Wärmedämmung daraus hergestellter Konstruktionen. Baustoffe werden in Abhängigkeit ihrer Wärmeleitfähigkeit in Wärmeleitfähigkeitsgruppen eingeteilt. Bei gleicher Schichtdicke ist der Baustoff mit kleinerem Lambda-Wert vorzuziehen. Da Feuchtigkeit die Wärme gut leitet, ist die Wärmeleitfähigkeit in hohem Maße vom Feuchtegehalt und dem Entfeuchtungsverhalten der Baustoffe abhängig. Die Rechenwerte der Wärmeleitfähigkeit verschiedener Stoffe sind der DIN 4108 zu entnehmen, ergänzende Werte dem Bundesanzeiger von Baustoffen (W/mK) an. Dämmstoffe werden in Wärmeleitfähigkeitsgruppen≡Wärmeleitfähigkeitsgruppe≡ Kurzform WLG; Wärmedämmstoffe mit gleicher oder ähnlicher Wärmeleitfähigkeit werden einer Wärmeleitfähigkeitsgruppe zugeordnet. Der Aufdruck auf Verpackungen, z. B. WLG 040, weist auf einem Dämmstoff mit der Wärmeleitfähigkeit von 0,040 W/mK hin. eingeordnet.
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