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Thema: Lösung gegen Schimmel: Ich bin der Leibeigene meiner Wohnung
Forum Lüftung, Schimmelpilz

Moderation: now
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Foren-Übersicht »  Lüftung, Schimmelpilz » 
Seite [ 1 | 2 > ]
VerfasserThema: Lösung gegen Schimmel: Ich bin der Leibeigene meiner WohnungDruckerfreundliche Version
Phil_Morteja
wenige Beiträge


  geschrieben: 27.01.2009, 09:45   
Ich möchte euch hier einen etwas längeren Text schreiben, warum eigentlich keiner eine Lösung gegen Schimmel hat und wie dieser mittlerweile das Leben der Leute, die bis hierher gelesen haben, maßgeblich beeinträchtigt.

Zu mir:
Ich habe früher mit meinen Eltern in einer Wohnung gewohnt, in der es Schimmel gab. Lösung: Lüften.
Heute wohne ich in einer anderen Wohnung, in der es leider ebenfalls Schimmel gibt: Lösung der Vermieterin, noch mehr lüften, dann müssen es halt 20 Minuten sein.
Und ich habe mir hier in der Nähe mehr als genug Wohnungen angeschaut, in denen die Ecken übergepinselt waren, teilweise sogar die Wände noch verschimmelt waren. Die Lösung jedesmal: Falsch oder zu wenig gelüftet.
Habt ihr alle nichts Besseres zu tun als 3-4x täglich 10 Minuten zu lüften? Ein Leben um zu lüften? Soll ich mir in meiner 2-Zimmer-Wohnung vielleicht noch jemanden einstellen, der permanent die Hydrometer überwacht, dass die Feuchtigkeit bloß nirgends zu hoch wird?

Übrigens, ich habe mittlerweile mehr Hydrometer als Thermometer in meiner Wohnung.

Aber ok, soweit dazu. Ich kenne mittlerweile alle Ratgeber, Tipps, Guides und was man sonst noch so findet und da bin ich sicher nicht der einzige.


Jetzt stellt sich für mich die Frage, woher kommt der Schimmel. Ich glaube nicht, dass die halbe Nation zu wenig lüftet.

Prinzipell bildet sich Schimmel bei höherer Luftfeuchtigkeit (kA wo die liegt, vermutlich zwischen 50-100% ;-), da ist sich auch keiner so richtig einig drüber) an der Stelle, wo es dem Schimmel nunmal gut gefällt. Meistens ist das irgendeine Außenwand, Außenecke, Decke.

Viele Häuser sind von außen mit zusätzlichen Dämmstoffen, Isolierungen oder anderen Materialien überzogen, allerdings habe ich noch kaum ein Haus erlebt, wo das den Schimmel wirklich bekämpft hat, meist sogar noch schlimmer wurde.

Pfuschen denn alle Leute, die so etwas machen oder ist die Technik grundlegend Scheiße?

Neue 5-fache Plastik-Fenster werden eingebaut. Den einzigen Vorteil den die Dinger haben, ja man kann noch durch gucken, ansonsten hätte man die Wand auch zubetonieren können.

Alles ganz schön und gut, es werden Heizkosten gespart, aber überlegt doch mal. Wir lassen die Wärme nicht mehr hinaus, also bleibt auch noch mehr Feuchtigkeit in der Wohnung, was wieder Schimmel erzeugt.
Also: Weniger Energiekosten = Schlechtere Gesundheit.

Da ich mir jetzt ja jemanden Einstellen muss, das meine ganze Wohnung überwacht, wie hoch die Luftfeuchtigkeit ist, sorry, aber als Berufstätiger habe ich da selbst 2-3x am Tag keine Zeit für, könnte ich auch genauso gut bei offenem Fenster heizen, das ist einfacher.

Zudem stellt sich für mich die Frage, was heute grundlegend falsch gemacht wird, dass es zu so häufigen Meldungen von Schimmel kommt. Früher war das doch anders. Ich kann mir Vorstellen, dass die gesamte Feuchtigkeit von Lagerfeuern (Kamin, Gas-Heizung, Ofen, …) verbrannt bzw. nach außen befördert wurde. Gibt es denn da keine Alternative? Naja ich könnte mir so eine Penner-Tonne mit Feuer im Wohnzimmer aufstellen.
Schön, dass bei Schimmelbefall die ganze Wohnung komplett desinfiziert wird, damit habe ich vielleicht für ein paar Wochen den Schimmel bekämpft, aber macht man sich dabei auch Gedanken über die dauerhafte Bekämpfung oder Ursache? Jaja, zu wenig gelüftet, Glückwunsch für nichts.

Mal da drüber nachgedacht, ob dieser Super-Chemie-Alles-Töter-Cocktail nicht doch gesundheitsschädlich ist? Sowas kann man sicher auch mit bei den ABC-Waffen einsortieren. Über gesund leben, vernünftige Lebensmittel einkaufen und nur noch Naturheilpraktiker aufsuchen, darauf kann man dann auch verzichten.

Ist euch mal aufgefallen, wie viele Mittel es im Supermarkt mit der Aufschrift „gegen Schimmel“ gibt? In den größeren Läden gibt es dafür mittlerweile einen eigenen Gang, wenn man sich dann noch die Gefahren anschaut „unbedingt (!!!!!!) Gummihandschuhe verwenden“, kann einem doch nur schlecht werden.

Sind das die Lösungen gegen Schimmel die wir haben? Sieht so das Leben des modernen Menschen aus?

Über Kommentare und Lösungen würde ich mich sehr freuen.


  Persönliche Informationen von/Private Nachrichten an  Phil_Morteja
now
sehr viele Beiträge


  geschrieben: 04.02.2009, 11:02   
Heute ist sehr genau bekannt, welche wesentlichen Existenzbedingungen für das Schimmelwachstum erforderlich sind - eine Kohlenstoffquelle, also organisches Material, und eine relative Luftfeuchtigkeitrelative Luftfeuchtigkeit
Die relative Luftfeuchtigkeit gibt den Anteil der momentan vorhandenen Luftfeuchtigkeit bezogen auf den maximal möglichen Luftfeuchtigkeitsgehalt der Luft in Prozent an. Die relative Luftfeuchte ist eine temperaturabhängige Größe. Sie steigt bei gleich bleibendem Wasserdampfgehalt (absolute Luftfeuchte) wenn sich die Lufttemperatur verringert und umgekehrt. Der Wert der relative Luftfeuchte wird durch ein Hygrometer angezeigt.
von minimal 80% unmittelbar über dieser Oberfläche. Liegen diese Bedingungen über mehrere Stunden vor, beginnen Schimmelsporen (die überall in der Luft vorkommen) mit der Auskeimung. Je nach pH-WertpH-Wert
Der Wert gibt an, wie sauer bzw. basisch eine Substanz, z.B. eine Flüssigkeit reagiert. pH-Werte über 7 zeigen eine basische Reaktion an, unter 7 ist die Lösung sauer. Kondensat aus Brennwertfeuerstätten ist immer sauer, weshalb in einigen Fällen eine Neutralisation gefordert wird. Oberflächen, auf denen Schimmelpilze wachsen, haben in der Regel einen ph-Wert unter 9. Schimmel lässt sich durch einen hohen ph-Wert des Putzes und des Anstriches über 10 (Kalkputz, Kalkanstrich) vermeiden.
, Lichteinfall, Substrateigenschaften, Sporenvorkommen ... wächst dann die eine oder andere Schimmelart. Es sollte daher nicht schwer fallen, die Auskeimung und das weitere Wachstum von Schimmel zu verhindern: Vermeidung von organischen Materialien und zu hoher Luftfeuchtigkeitswerte im Bereich kritischer Oberflächen.
Aber es ist offensichtlich doch nicht so einfach, wie die große Zahl der Schimmelfälle zeigt. Schwer ist es u.a. deshalb, weil der Mensch Werte zu hoher LuftfeuchtigkeitLuftfeuchtigkeit
Außenluft bzw. Raumluft kann Wasserdampf aufnehmen, allerdings nur eine bestimmte Menge. Die maximal aufnehmbare Wasserdampfmenge hängt von der Temperatur der Umgebungsluft ab (Warme Raum- bzw. Außenluft nimmt mehr Wasserdampf auf) und wird durch die Sättigungsgrenze bestimmt. Man unterscheidet die relative Luftfeuchtigkeit in % und die absolute Luftfeuchtigkeit in g/m³.
nicht registrieren kann, er braucht ein HygrometerHygrometer
Haarhygrometer.jpgEin Hygrometer ist ein Messgerät zur Anzeige der relativen Luftfeuchtigkeit. Sie sollte im Winterhalbjahr 55 % nicht übersteigen. Hygrometer sind unverzichtbare Messgeräte im Wohnbereich, da wir keine Sensoren für zu niedrige, aber meist zu hohe Luftfeuchtigkeit besitzen. Elektronische Hygrometer sind heute preiswert zu haben und hinreichend genau, vor allem aber schnell in der Anzeige. Omas Haarhygrometer muss man nicht wegwerfen, es sollte jedoch, wie alle Zeigerhygrometer, 2-4 mal im Jahr nachgestellt werden.
zur Unterstützung. Schwer ist sicher auch nachzuvollziehen, wie sich durch dicht schließende Fenster und den Rückbau von Einzelofenheizungen (Schornstein) der so genannte natürliche Luftaustausch in der Wohnung verringert hat. Er beträgt heute häufig weit weniger als ein Viertel der früher ausgetauschten Luftmenge. Deshalb ist es im eigenen Interesse, durch häufiges, intensives Lüften ganzjährig auf eine hygienisch akzeptable Luftqualität zu kommen. Über die Außenwände vollzieht sich nachweislich kein nennenswerter Luftaustausch, weder bei denn früher üblichen, reinen Ziegelwänden noch bei Wänden mit einer WärmedämmungWärmedämmung
Eine Wärmedämmung mindert den Wärmestrom von der warmen zur kälteren Seite eines Bauteiles. Dazu werden Stoffe mit einer geringen Wärmeleitfähigkeit (Wärmedämmstoff) als Schicht zwischen Warm und Kalt eingebracht. Eine sehr gute Wärmedämmung wird mit einem Vakuum erzielt (Thermoskanne). Auch ruhende Luft dämmt den Wärmefluss sehr gut. Um eine hohe Wärmedämmwirkung zu erzielen, dürfen Wärmedämmstoff(e) nicht durchströmt werden und eine bestimmte Einbaudicke nicht unterschreiten.
. Der Antrieb war die warme Luft innen und die kalte Luft draußen, und ganz richtig, das Feuer im Ofen, dessen Abgase für entsprechenden Unterdruck in der Wohnung gesorgt haben. Die Alternative heute dazu sind einfache AbluftventilatorenAbluftventilator
Der Abluftventilator saugt Abluft über die Abluftventile aus einem Raum bzw. der Wohnung. Es sind zentrale Lösungen mit einem Ventilator und dezentrale Lösungen mit meheren Ventilatoren möglich. Der Abluftventilator sollte vor allem wenn es sich um Dauerbetrieb handelt, ein geräuscharmer Ventilator mit geringer elektrischer Leistungsaufnahme sein. Besonders effektiv ist eine Betriebsweise, bei der die aufgenommene Leistung bedarfsabhängig regelbar ist oder sich selbst regelt. Die Leistungsaufnahme von Ventilatoren in Lüftungsanlagen für Einfamilienhäuser sollte bei max. etwa 30 Watt liegen.
in Küche und Bad, die die Funktion des fehlenden Schornsteines übernehmen, und zwar ganzjährig. Bei Gleichstromventilatoren mit 10 WattWatt
Das Watt ist die physikalische Einheit der Leistung. Leistung ist die Arbeit, die pro Zeiteinheit verrichtet werden kann.
  • Ein Heizkessel hat eine thermische Leistung von z. B. 18 kW (also 18000 Watt), wenn er in einer Stunde eine Wärmearbeit von 18 kWh verrichten kann. Dazu muss er etwa 1,8 Liter Heizöl oder 1,8 m³ Erdgas verbrennen.
  • Die elektrische Leistung ist das Produkt aus Spannung (Volt) und Stromstärke (Ampere). Ein Fotovoltaikmodul hat eine Leistung von 50 Watt, wenn es bei einer Spannung von 12 Volt eine Stromstärke von ca. 4,2 Ampere liefert.
LeistungsaufnahmeLeistungsaufnahme
Bei Stromanwendungen stellt die Leistungsaufnahme die vom elektrischen Versorgungsnetz aufgenommene Leistung in Watt (W) dar. Die elektrische Leistung ist das Produkt aus Spannung (Volt) und Stromstärke (Ampere). Wird ein Gerät, z.B. ein Tauchsieder, angeschlossen (230 Volt) wird bei einer Stromstärke von 4,35 Ampere eine Leistung von 1000 Watt = 1 kW (kiloWatt) aufgenommen.
bezahlt der Nutzer etwa 20 € im Jahr Stromkosten für vernünftige Lüftung. Zuluftventile kommen ins Schlafzimmer, in die Kinderzimmer und die Stube. Die Luft wird trockener, wodurch sie sich mit weniger Heizenergieaufwand auf behagliche Temperatur bringen lässt. Die Wände werden trockener, wodurch sich die Wärmeverluste durch WärmeleitungWärmeleitung
Jeder Stoff leitet Wärme mehr oder weniger gut in Abhängigkeit von der Struktur und der Dichte. Die Weiterleitung beruht darauf, das Wärme die atomare Struktur eines Stoffes in Schwingungen versetzt, die von Atom zu Atom weitergegeben werden.
nach außen verringern.
[ Der Beitrag wurde bearbeitet von now am 04.02.2009, 11:04 ]


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Roland_Deshain
einige Beiträge


  geschrieben: 14.02.2009, 05:38   
Früher wurden die Häuser ganz von selbst be- und entlüftet, und zwar hauptsächlich über undichte Fenster oder Fugen. Als die ersten Tür- und Fensterdichtungen aufkamen häuften sich die Meldungen über Personen, die in Bädern mit gasbeheizten Boilern an CO-Vergiftung starben. Dies war der Fall, da durch die nachträglich gedämmten Bauteile nun zu wenig Luft nachströmte. Dies wurde durch Einbau von Belüftungsschlitzen gelöst.
Wie Now schon sagte ist die zeitgemäße Lösung für Schimmelprobleme eine Zwangsbelüftung mittels Ventilator. Am besten wird dieser über den Lichtschalter des Raumes betrieben und bekommt noch eine entsprechende Nachlaufzeit zugestanden. So wird dafür gesorgt, dass die Feuchte Luft aus dem Raum getragen wird.

3-4x am Tag ist ansich ein wenig sehr häufig. 2x am Tag sollte eigentlich reichen, wenn man dafür sorgt, dass dann wenn besonders viel Feuchtigkeit anfällt diese auch ableitet. Dies wäre beim Duschen/Baden und Kochen der Fall. Einfach beim Kochen oder nach dem Duschen die Fenster öffnen (nicht auf Kipp!) und für 5 Minuten lüften.

Und ja, die meisten lüften falsch. Eine Bekannte von mir hatte auch gewaltige Probleme mit Schimmel und nassen Fenstern. Ein Crash-Kurs in "Wie lüftet man richtig" hat die Probleme beseitigt. Ich finde, dass Drehkippfenster verboten gehören. Sie gauckeln den Leuten vor, dass sie mit gekippten Fenstern ja ach so toll lüften, dabei kühlen sie einfach nur den Raum aus und fördern damit die Schimmelbildung sogar noch.


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now
sehr viele Beiträge


  geschrieben: 15.02.2009, 12:14   
Es wird immer wieder davon gesprochen, dass "durch die nachträglich gedämmten Bauteile nun zu wenig Luft nachströmte." Diese sprachliche Ungenauigkeit bedient leider immer auch das weit verbreitete Vorurteil, dass WärmedämmungenWärmedämmung
Eine Wärmedämmung mindert den Wärmestrom von der warmen zur kälteren Seite eines Bauteiles. Dazu werden Stoffe mit einer geringen Wärmeleitfähigkeit (Wärmedämmstoff) als Schicht zwischen Warm und Kalt eingebracht. Eine sehr gute Wärmedämmung wird mit einem Vakuum erzielt (Thermoskanne). Auch ruhende Luft dämmt den Wärmefluss sehr gut. Um eine hohe Wärmedämmwirkung zu erzielen, dürfen Wärmedämmstoff(e) nicht durchströmt werden und eine bestimmte Einbaudicke nicht unterschreiten.
einen negativen Einfluss auf die Luftqualität hätten, weil sie die so genannte Atmungsaktivität der Bauteile behindern würden. Dem ist nachweislich nicht so. Weder besonders gut gedämmte noch schlecht gedämmte Bauteile sind dabei das Problem, sondern die Fugendichtheit der Fenster und Türen sowie die heute häufig fehlende Unterdrucksituation (fehlende Schornsteine oder Lüftungsschächte).

Es ist zweckmäßiger die Lüftungsanlage vom FeuchtegehaltFeuchtegehalt
Der Feuchtegehalt (Wassergehalt) eines Baustoffes ist abhängig vom Material, der Struktur, der Temperatur und der den Baustoff umgebenden Luftfeuchtigkeit. Er kann auf das Trockengewicht (massebezogen) oder auf das Volumen (volumenbezogen, Vol%) des Baustoffes bezogen werden. In der Praxis stellt sich unter üblichen Umgebungsbedingungen die Bilanzfeuchte oder Gleichgewichtsfeuchte ein.
der Luft zu steuern; die Lichtnutzung oder das Betreten des Bades ist nicht zwingend mit einer Feuchteproduktion verbunden!

Nein! Zweimal täglich das Fenster zu öffnen reicht nicht. Dazu muss man sich nur einmal die Temperatur-Feuchtediagramme ansehen, die mit einem Daten-Schreiber über mehrere Tage geschrieben werden. Die Luftqualität ist bei geschlossenen Fenstern schon nach zwei, drei Stunden in normal großen Wohnräumen bedenklich und nach vier, fünf Stunden schon grottenschlecht. Es kommt u.a. zur Aufkonzentration von Wasserdampf, die durch zu wenige Lüftungsvorgänge nicht ausreichend abgebaut wird.
Ein Verbot der Dreh-Kipp-Beschläge von Fenstern bringt nichts. Auch Fenster mit "Nur-Dreh-Beschlägen" müssen bewusst geöffnet werden, um zu lüften. Es fehlt offenbar am Wissen um die Zusammenhänge.

[ Der Beitrag wurde bearbeitet von now am 15.02.2009, 12:35 ]


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Roland_Deshain
einige Beiträge


  geschrieben: 15.02.2009, 13:00   
Verzeihung für meine sprachliche Ungenauigkeit. Ich meinte selbstverstänglich nachträglich abgedichtete Bauteile.

Häufigkeit der Lüftung:
Alles eine Frage der Raumnutzung. Wenn ich den lieben langen Tag vor dem Fernseher hocke und mich kaum bewege muss ich sicherlich weniger lüften als wenn ich 2 Stunden volles Programm auf dem Heimtrainer durchziehe. Unsere knapp 90qm bekomme ich mit 2x täglich volllüften und bedarfsbezogenem Lüften beim Kochen und Duschen recht gut trocken.

Zu den Fenstern:
Ich komme beruflich häufig genug in Wohnungen mit Schimmel oder unzureichender Belüftung. Wenn man dann mal nachfragt ist es immer das Gleiche. Die Leute haben die Fenster den ganzen Tag auf Kipp und sind der Überzeugung, dass das ja ausreicht. Könnte man die Fenster nicht kippen kämen sie gar nicht auf die Idee und wären leichter vom Stoßlüften zu überzeugen.


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MaEu
wenige Beiträge


  geschrieben: 06.04.2009, 15:45   
Für Schimmel in Wohnräumen sind leider in einer erschreckend zunehmenden Zahl von Fällen Baumängel verantwortlich zu machen.
Im Jahr 2007 wurden 34 % (!) mehr Mängel an Neubauten festgestellt als noch im Vorjahr. Das ergab der aktuelle Bauschadensbericht der Dekra.


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now
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  geschrieben: 06.04.2009, 21:09   
Danke für den Hinweis, hier noch der Link zum Bericht: http://www.dekra.de/c/document_library/get_file?p_l_id=67530&uuid=bfa1e8e2-1b35-4e5b-b0d7-f62ce2a88ab3&groupId=10100

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effi123
einige Beiträge


  geschrieben: 23.03.2010, 17:17   
Hallo, eine Heizleisten Wandtemperierung ist eine wirkungsvolle Möglichkeit zur Verhinderung und Beseitigung von Schimmel sowie kalten und feuchten Wänden. Sehen Sie sich dazu bitte die Informationen unter www.radiasancal-heizleisten.de an. MfG

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now
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  geschrieben: 24.03.2010, 09:01   
effi123, wir sind in diesem Forum bemüht, sachliche und zielführende Antworten auf konkrete Fragestellungen zu geben. Dazu ist die Nennung weiterführender Links sinnvoll und wünschenswert, nicht jedoch eine Linksetzung, die offenbar ausschließlich kommerziellen Interessen dient.   
_________________
...besser gut beraten
->zur persönlichen Beratung per eMail


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Peter-Grohne
einige Beiträge


  geschrieben: 02.09.2010, 23:37   
ich habe im oberen Geschoss meiner Wohnung das gleiche Problem, mal schauen ob ich mit den Tipps hier etwas dagegen unternehmen kann.
Solcher Befall ist allerdings teilweise sehrsehr hartnäckig.
_________________
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