Bookmarken bei: Mr. WongBookmarken bei: WebnewsBookmarken bei: YiggBookmarken bei: LinkarenaBookmarken bei: Del.icio.usBookmarken bei: Google   Information
Web heiz-tipp
Login

Ratgeber
» Heizung
» Warmwasserbereitung
» Erneuerbare Energien
» Lüftung
» Wärmedämmung
» Wasser sparen
» Strom sparen
» Heizkosten

E-Cartoon
Cartoons auf heiz-tipp.deCartoons auf heiz-tipp.de

Lexikon
ABCDEFGHIJKLMNO
PQRSTUVWXYZÄÖÜ

Interaktive Ratgeber
 Zu viel, zu teuer geheizt?
 Verbrennen Sie gerne Geld?
 Lohnt sich Modernisierung?
 Gibt's Zuschuss oder Kredit?
 Welches Heizsystem ist o.k.?
 Beispiele in meiner Nähe?
 Stromfresser Pumpen
 Wirklich sparsam gekühlt?
 Nur Wärme, wenn's nötig ist?
 Welcher Energieausweis?
 Stromverbrauch einschätzen
 Belastung durch Urlaubsflieger?

Zuletzt im Forum
 Hilfe Lebenslauf erstellen?
 Rauchen aufhören
 Stickstoffgenerator konfigurieren!?
 Mit was heizt ihr eure Wohnung ein?
 Herbst und Gesundheit

Umfrage
Ich wünsche mehr
Produktinformationen
konkrete Arbeitsanleitungen
praktische Beispiele
zu Preisen und Kosten
zu neuen Technologien
Fördermittelinformationen

Externe Nachrichten
 IWR-Kalender
 Nachrichten diverser Seiten

einen Schritt zurück  Hilfe  einen Schritt vorheiz-tipp.de: Foren    
Im Forum suchen Erweiterte Suche Foren-Übersicht

Thema: Temp-Regelung: Zentral oder doch lieber per Thermostat?
Forum Heizung, Regelung

Moderation: now
Beitrag oder Antwort zum Thema verfassen
Foren-Übersicht »  Heizung, Regelung » 
VerfasserThema: Temp-Regelung: Zentral oder doch lieber per Thermostat?Druckerfreundliche Version
jeschliep
wenige Beiträge


  geschrieben: 10.10.2010, 11:31   
Hallo Leute,

bin Laie, also verzeiht mir die etwas holprige Fachsprache. Wir haben bei uns im Haus (3 Parteien) folgende Situation:

Im Keller steht eine Zentralheizung mit Wasserspeicher. Bisher war er immer so eingestellt, dass er warmes Wasser rund um die Uhr bereithält (so wie das verstanden habe) von ca. 40 Grad. Wir haben dann in der Wohnung das Thermostat auf die entsprechende Stellung (Wohnzimmer 3, Schlafzimmer 1 etc.) gestellt, und abends vielleicht noch das Wohnzimmer auf 1-2 runtergestellt, damit es über nacht nich so krass geheizt wird. Das hatte den Vorteil, dass man morgens, nach hochdrehens des Heizkörpers recht schnell wieder bei normalen 20 Grad war, weil der Heizkörper ja das warme Wasser von der Heizung bekommen hat. Der Heizkörper wurde also richtig schön war und is dann einfach irgendwann aus gegangen bzw. kühler geworden.

Jetzt war ein Heizungsmensch da, der hat an der Zentralheizung eine Zeitschaltung eingestellt, mit entsprechenden Tag- und Nachttemperaturen. Es ist folgendes eingestellt:

ab 6:00 Uhr morgens Tagbetrieb mit 20 Grad ... ab 22:00 Uhr abends Nachtbetrieb mit 16 Grad ... und das immer im Wechsel.

Jetzt habe ich aber das Problem, dass mein Heizkörper nicht wirklich warm wird. Selbst wenn ich ihn auf 5 drehe, bleibt er bei kläglichen 20-23 Grad, er wird also nur handwarm. Das früht dazu, dass es ewig dauert, bis der raum mal von 16 auf 20 Grad kommt, wenn überhaupt ... außerdem haben wir ja momentan draußen noch keine Minus-Grade und ich frage mich, wie das erst wird, wenns draußen mal richtig schweine-kalt wird ..

Jetzt die Frage an die Experten: Wie stelle ich mein System richtig ein, damit ich komfortabel, aber möglichst energieeffizient fahre. Ist es schlauer die Heizkörper in den Wohnungen voll aufzudrehen und die Regulation über die Zentralheizung zu machen? Es fehlt aber der "Sensor", der den Ist-Wert zurückgibt...

Oder lieber die Zentralheizung wieder auf Handbetrieb mit 40 Grad stellen und die Regulation der Zimmertemperatur über das jeweilige Thermostat an den Heizkörpern vornehmen?

Vielen Dank für die Hilfe schonmal im Voraus! Sollten Fragen offen geblieben sein tut mir das leid, beantworte sie aber umgehen!

Schöne Grüße,
Erik


  Persönliche Informationen von/Private Nachrichten an  jeschliep   Zur Webseite von jeschliep
now
sehr viele Beiträge


  geschrieben: 11.10.2010, 11:26   
Der Heizungsinatllateur hat wahrscheinlich  die Heizungsregelung von Hand- auf Automatikbetrieb umgestellt. Damit wird die in der Reglung befindliche automatische Vorlauftemperaturreglung aktiviert, was deutliche Sparsamkeitsvorteile besitzt. Je nach gemessener Außentemperatur wird in dieser Betriebsart eine bestimmte Heizwassertemperatur (VorlaufVorlauf
Mit Vorlauf bezeichnet man die Rohrleitung eines Heizungssystems, in der das Heizungswasser vom Heizkessel weggehend zum Heizköper hinfließt oder, bei Solaranlagen, die Rohrleitung vom Solarkollektor zum Speicher in Strömungsrichtung der Solarflüssigkeit. Der Vorlauf hat im Regelfall eine höhere Temperatur als der Rücklauf. 
) bereitgestellt. Allerdings lässt sich die Zuordnung der Temperaturen einstellen (HeizkurveHeizkurve
Heizkurve, Steillheit verstellenDie Heizkurve ist die grafische Zuordnung zwischen einer bestimmten Außentemperatur und der zugehörigen Vorlauftemperatur des Heizwassers. Die Heizkurve (hier dünne Linie) zeigt z.B., dass bei 0°C das Heizwasser mit etwa 35 °C bereitgestellt wird, bei minus 10°C dagegen schon mit 42°C usw. Die Heizkurve kann in einer außentemperaturgeführten Regelung eingestellt werden und ist abhängig von Gebäude und Heizungsanlage. Sie muss am Regelgerät optimiert werden, um alle Energiesparmöglichkeiten auszunutzen. Optimal einegestellt ist sie, wenn man mit möglichst niedrigen Vorlauftemparaturen auskommt.
). Wahrscheinlich ist in der Übergangszeit die nach der jetzt geltenden Heizkurve bereitgestellte VorlauftemperaturVorlauftemperatur
Mit Vorlauftemperatur bezeichnet man die Temperatur des zum Heizkörper hinfließenden Heizungswasser. Sie liegt je nach Außentemperatur bei außentemperaturgeführten Heizungsregelungen zwischen 35 und 70°C. Anlagen mit reinen Flächenheizungen (Fußboden-, Wandheizungen) kommen mit 25 bis 40°C aus. Bei Heizungsanlagen ohne Heizungsmischer ist die Vorlauftemperatur gleich der Temperatur des Kesselwassers.
zu niedrig. Wie Sie die Heizkurve richtig anpassen erfahren Sie hier: http://www.heiz-tipp.de/ratgeber-130-heizkurve_anpassen.html
_________________
...besser gut beraten
->zur persönlichen Beratung per eMail


  Persönliche Informationen von/Private Nachrichten an  now   Eine eMail senden an now   Zur Webseite von now
jeschliep
wenige Beiträge


  geschrieben: 16.10.2010, 21:07   
Hallo now,

danke für die Antwort! Ich hab noch eine neue Frage: Bei unserer Heizung kann ich war schon irgendwie die Heizkurve einstellen, allerdings gibt es auch zwei Regler für die Tages- und Nachttemperatur und über die Zeitschaltuhr regelt man, wann welche Temperatur herschen soll ...

Könnte es sein, dass es sich bei der Heizung um eine Anlage handelt, wo ich schon im Heizungskeller die gewünschte Raumtemperatur einstelle? Schickt die Heizung dann eine deutlich höhere Vorlauftemperatur? Oder doch nur die ca. 20 Grad?

Kommt hir eher so vor, als wäre die Heizung für ein System gedacht, wo man in der Wohnung am Heizkörper nurnoch auf und zu macht, aber keine Thermostate mehr benötigt ...

Es handelt sich bei dem Gerät um ein Stiebel Eltron "Hydro Therm Eurotron SR 2" ...

Bin für alle Tipps dankbar!
Erik


  Persönliche Informationen von/Private Nachrichten an  jeschliep   Zur Webseite von jeschliep
now
sehr viele Beiträge


  geschrieben: 17.10.2010, 10:46   
Ich kenn die Stiebel Eltron Regelung nicht konkret. Jedoch funktionieren alle außentemperaturgeführten Systeme etwa gleich. Wenn es draußen kälter wird, muss die Heizungsvorlauftemperatur angehoben werden und umgekehrt. Das Ziel ist zunächst das Erreichen eine Komforttemperatur, sagen wir 20°C. In der Nacht sinkt (sofern für diese Zeit Absenkbetrieb eingestellt ist) die VorlauftemperaturVorlauftemperatur
Mit Vorlauftemperatur bezeichnet man die Temperatur des zum Heizkörper hinfließenden Heizungswasser. Sie liegt je nach Außentemperatur bei außentemperaturgeführten Heizungsregelungen zwischen 35 und 70°C. Anlagen mit reinen Flächenheizungen (Fußboden-, Wandheizungen) kommen mit 25 bis 40°C aus. Bei Heizungsanlagen ohne Heizungsmischer ist die Vorlauftemperatur gleich der Temperatur des Kesselwassers.
um einen bestimmten Betrag, so dass z.B. maximal nur 16°C erreicht werden. Diese Verschiebung nennt man ParallelverschiebungParallelverschiebung
Paralleverschiebung einer HeizkurveParallelverschiebung ist ein Begriff aus der Reglungstechnik von Heizungsanlagen. Bei einer außentemperaturgeführten Heizungsreglung kann eine eingestellte Heizkurve um einen bestimmten Betrag nach oben oder unten sozusagen parallel verschoben werden. Bei einer Verschiebung nach oben werden alle den jeweiligen Außentemperaturen zugehörige Vorlauftemperaturen um einen festen Betrag erhöht und umgekehrt. Bei Einstellung einer Nachtabsenkung bzw. beim Absenkbetrieb eine Heizungsanlage wird eine Paralleleverschiebung der Heizkurve zu geringeren Vorlauftemperaturen vorgenommen.
, die ebenfalls unterschiedlich eingestellt werden kann. Das Ganze passt man in der Versuch-Irrtum-Methode an, da sich die Gegebenheiten stark voneinander unterscheiden. Minimalen Energieverbrauch hat man, wenn auch die minimal mögliche Vorlauftemperatur, also die flacheste Heizkure, gefunden wurde, ohne dass jemand frieren muss. 
_________________
...besser gut beraten
->zur persönlichen Beratung per eMail


  Persönliche Informationen von/Private Nachrichten an  now   Eine eMail senden an now   Zur Webseite von now
jeschliep
wenige Beiträge


  geschrieben: 17.10.2010, 10:58   
Hallo,

das klingt absolut plausibel und ich denke, ich wüsste auch, wie ich das einstelle. Das Problem ist nur, momentan kommt das Wasser dann wirklich nur mit 20-25 Grad oben im Heizkörper an. Aber bis die Bude dann warm ist, dauert es ewig. Der Heizkörper ist quasi "Handwarm" und das Zimmer hat nach 2-3 Stunden heizen vielleicht von 18 auf 19 Grad an Wärme zugenommen ...

Wenn die Heizung auf Manuelbetrieb ist, kommt das Wasser viel heißer in den Heizkörper. Es ist dann richtig "schön warm" ... am Heizkörperthermostat stell ich dann so auf 2-3. Das Zimmer wird zügig (ca. 30-60 Minuten) auf schöne 20-21 Grad geheizt und dann schaltet irgendwann das Thermostat auch wieder runter. Wenn ich nachmittags den Heizköper (bei Heizung im Handbetrieb) anfasse, ist er sogar noch kühler als "Handwarm" ...

Meine Frage ist jetzt, wie ich es hinbekomme, das schnelle Heizverhalten des Handbetriebes, mit der Zeitschaltung des ersten Betriebes kombinieren und somit auch noch die Möglichkeit habe, per Thermostat die Räume individuell zu Heizen (zB Badezimmer morgens mal kurz auf 5 zum anheizen und den Rest des Tages dann aber nur so 1-2) ...

Sorry, wenn ich so viel Frage, aber ich weiß es leider einfach nicht besser und bin wirklich für jede Hilfe dankbar!

Schöne Grüße,
Erik


  Persönliche Informationen von/Private Nachrichten an  jeschliep   Zur Webseite von jeschliep
ursus
viele Beiträge


  geschrieben: 17.10.2010, 15:18   
Hallo, das ist genau der Fehler in der Heizstrategie - durch das auf und ab benötigst du Vorlauftemperaturen, die du bei der von now geschilderten Einstellung vermeiden kannst.Ein Haus ist sehr träge, heißt du mußt mit sehr hohen Temperaturen kurzfristig aufheizen oder mit relativ niedriger Vorlauftemperatur längere Aufheizzeiten in Kauf nehmen. Wärmeverluste entsehen durch Temperaturdifferenzen, je höher also die notwendige Vorlauftemperatur, desto mehr verlierst du - das ist der Preis für die "klassische" Heizmethode ! Und sparen tust nix dabei - Wie now schreibt möglichst weit runter mit der vom Kessel erzeugten Vorlauftemperatur, dafür lieber statt 20 min 60 min vorher zu heizen beginnen.

[ Der Beitrag wurde bearbeitet von ursus am 17.10.2010, 15:20 ]


  Persönliche Informationen von/Private Nachrichten an  ursus
Beitrag oder Antwort zum Thema verfassen
Preise vergleichen für
StromGas