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Thema: Umsonst heizen mit Erdwärme und Solaranlage?
Forum Heizung, Heizung im Niedrigenergiehaus

Moderation: now
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Foren-Übersicht »  Heizung, Heizung im Niedrigenergiehaus » 
VerfasserThema: Umsonst heizen mit Erdwärme und Solaranlage?Druckerfreundliche Version
Bitburki
wenige Beiträge


  geschrieben: 30.01.2008, 10:04   
Hi,ich bin totaler Neuling auf dem Gebiet, aber ich werde dieses Jahr ein größeres Haus bauen und habe mir auch ein paar Gedanken zur Heiztechnik gemacht.
Öl und Gas scheidet definitiv aus.
Jetzt will ich mit Erdwärme heizen. Außer den Anschaffungskosten fallen doch nur noch Kosten an für den Strom den die Anlage braucht, oder?
Diesen Strom würde ich gerne von meiner Solaranlage nehmen. Dann würden doch theoretisch keine Kosten anfallen, oder übersehe ich hier ein paar Dinge?




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now
sehr viele Beiträge


  geschrieben: 30.01.2008, 14:32   
Bei einer Erdwärmepumpe mit Erdreichkollektoren oder ErdsondenErdsonde
Als Erdsonden bezeichnet man 30 bis 99 m tiefe senkrechte Bohrungen von 10 bis 14 cm Durchmesser im Erdreich, in die gewendelte Kunststoffrohre eingebracht sind. Die Bohrung ist mit einem gut wärmeleitenden, betonähnlichen Material verfüllt. Diese "Pfähle" nehmen die Erdwärme des umgebenden Erdreiches auf, die dann von einer Wärmepumpe auf eine höhere Nutztemperatur gebracht werden muss.
fallen die Stromkosten für das Wärmepumpenaggregat sowie Stromkosten für die Solepumpe an. Stromkosten für die Regelungstechnik, UmwälzpumpenUmwälzpumpe
Die Umwälzpumpe ist eine elektrisch angetriebene Pumpe zum Transport von Heizungswasser, Sole- oder Solarflüssigkeit. Der Elektroenergieverbrauch einer Umwälzpumpe ist vor allem deshalb nicht zu unterschätzen, weil sie oft zu groß (Anschlussleistung) dimensioniert wird. Bei modernen Umwälzpumpen (Hocheffizienzpumpen) passt sich das Fördervolumen und damit die elektrische Leistung dem Wärmebedarf an. Voraussetzung für den Einsatz solcher optimierterPumpen ist ein hydraulischer Abgleich.
etc. gibt es ja bei anderen Heizungsanlagen auch. Für den WärmepumpenWärmepumpe
Die Wärmepumpe als Heizgerät nimmt auf der Eingangseite Wärme mit geringer Temperatur auf und gibt Wärme mit höherer Temperatur auf der Heizungsseite wieder ab. Ein Arbeitsmittel verdampft infolge der Aufnahme von Umweltwärme (Luft, Erdreich, Wasser). Das leicht erwärmte gasförmige Arbeitsmittel wird durch einen Kompressor komprimiert, wodurch es eine höhere Temperatur bekommt. Das in dieser Weise stark erwärmte Arbeitsmittel kann die Wärme an das Heizungswasser übertragen, kühlt sich dabei ab und wird erneut in den Kreislauf geschickt.
-Anlagenstrom gibt es beim Energieversorger meist einen speziellen Preis. Ob eine Wärmepumpe die in sie gesetzten Erwartungen erfüllt, hängt stark von den Randbedingungen ab (NiedrigenergiehausNiedrigenergiehaus
Ein Niedrigenergiehaus ist ein Gebäude mit einem vergleichsweise niedrigen Energiebedarf (kleiner 100 kWh/m²) für Raumwärme und Warmwasserbereitung gegenüber dem Durchschnitt (etwa 200 kWh/m²) der Hausbestandes bei gleicher Nutzung. Dies wird vor allem duch eine besonders gut geplante und sorgfältig ausgeführte Wärmedämmung aller Bauteile erreicht. Ein Niedrigenergiehaus ist an keine bestimmte Bauweise gebunden, wohl aber an die Berücksichtigung verschiedener Planungsprinzipien. Auch Altbauten konventioneller Bauweise eigen sich bei entsprechender Planung zur Umgestaltung in ein Niedrigenergiehaus. Bei Neubauten ist das Erreichen des Niedrienergiehausstandards Pflicht, jedoch ist durch geringe Mehraufwendungen auch ein Verbrauch von weniger als 50 kWh/m² schon möglich.
, durchgängig FlächenheizungFlächenheizung
Bei einer Flächenheizung sind Heizungswasser führende Rohrleitungen im Fußboden (Fußbodenheizung), der Wand (Wandheizung) oder der Decke (Deckenheizung) verlegt. Durch große wärmeübetragende Fläche kann mit niedrigen Heizwassertemperaturen geheizt werden, was Vorteile für die Brennstoffausnutzung ergibt. Durchgängig eingesetzte Flächenheizung sind auch Voraussetzung für den effektiven Einsatz von Wärmepumpe(n) oder Solarheizsystemen (solare Heizungsunterstützung). Flächenheizungen haben bei richtiger Dimensionierung einen hohen Behaglichkeitswert. Die Konvektionsleistung ist gering.
, Warmwassertemperatur und Warmwassermenge). Eine ArbeitszahlArbeitszahl
Die Arbeitszahl wird aus dem Verhältnis zwischen abgegebener Wärme und zugeführter Antriebsenergie über einen bestimmten Zeitraum errechnet. Da die Arbeitszahl Ausdruck der Effizienz einer Wärmepumpe ist, sollte sie möglichst hoch sein. Die in der Praxis meist schlechteren Betriebsverhältnisse als im Prüfstand führen dazu, dass die erreichbare Arbeitszahl kleiner ist als die im Prospekt angegebene Leistungszahl, die auf einen optimalen Arbeitspunkt bezogen ist.
von min. 4 ist Pflicht, wenn man die Förderung von 10 € pro m² (siehe www.bafa.de)haben will. Den StromStrom
Strom ist der Fluss von Ladungsträgern in einem elektrischen Leiter. Durch einen eingeschalteten elektrischen Verbraucher, z.B. eine Glühlampe, fließt ein Strom. Der Strom wird angetrieben von der Spannung, die an den beiden Polen bzw. Kontakten des Verbrauchers anliegt. Die Höhe des Stromes (Stromstärke) ist abhängig von der Höhe der Spannung und des elektrischen Widerstandes des Leitungsnetzes und des elektrischen Verbrauchers.
von Ihrer PV-Anlage nehmen Sie natürlich nicht unmittelbar, denn die Anlage wird einige Stunden im Jahr (Winter, früh dunkel, geringe Einstrahlung) nicht genug Strom zur Verfügung stellen. Aber in der Bilanz ist es zumindest möglich.


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FIB
einige Beiträge


  geschrieben: 30.01.2008, 16:57   
Grundlegend sollte man über den Einsatz einer WärmepumpeWärmepumpe
Die Wärmepumpe als Heizgerät nimmt auf der Eingangseite Wärme mit geringer Temperatur auf und gibt Wärme mit höherer Temperatur auf der Heizungsseite wieder ab. Ein Arbeitsmittel verdampft infolge der Aufnahme von Umweltwärme (Luft, Erdreich, Wasser). Das leicht erwärmte gasförmige Arbeitsmittel wird durch einen Kompressor komprimiert, wodurch es eine höhere Temperatur bekommt. Das in dieser Weise stark erwärmte Arbeitsmittel kann die Wärme an das Heizungswasser übertragen, kühlt sich dabei ab und wird erneut in den Kreislauf geschickt.
nur mit sehr spitzem Bleistift nachdenken. Den ArbeitszahlenArbeitszahl
Die Arbeitszahl wird aus dem Verhältnis zwischen abgegebener Wärme und zugeführter Antriebsenergie über einen bestimmten Zeitraum errechnet. Da die Arbeitszahl Ausdruck der Effizienz einer Wärmepumpe ist, sollte sie möglichst hoch sein. Die in der Praxis meist schlechteren Betriebsverhältnisse als im Prüfstand führen dazu, dass die erreichbare Arbeitszahl kleiner ist als die im Prospekt angegebene Leistungszahl, die auf einen optimalen Arbeitspunkt bezogen ist.
von 4 (bei Erdreich gebundenen Wärmepumpen) werden nur unter optimalen Bedingungen erreicht. Betrachtet man die CO2 Belastung einer Wärmepumpe, erreicht sie bei optimaler Auslegung Öl- und Gasniveau und verursacht somit das Dreifache an CO2 gegenüber Hackschnitzeln und das Sechsfache gegenüber Holzpellets (Quelle KEA – Klimaschutz- & Energieagentur Baden Württemberg).
Des weiteren besteht die Abhängigkeit vom Stromanbieter, den meistens greifen Sondertarife aufgrund von Netzdurchleitungsgebühren nicht.
Die Zeitschrift Haus & EnergieEnergie
Energie ist die Fähigkeit eines Energieträgers eine physikalische Arbeit zu verrichten. Sie kann die Wohnung oder Wasser erwärmen, Licht erzeugen, einen Motor drehen, einen Zug bewegen usw.. Angegeben wird die Energiemenge in kWh oder Joule.
Ausgabe 01-02.2007 berichtet in einem 24 Seiten Spezial zum Thema Wärmepumpen.

_________________
Ingenieurgemeinschaft für Energieeffizienz und Wohngesundheit Fischer Ingenieur- & Sachverständigenbüro Thomas E.Fischer / Freier Sachverständiger


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Bitburki
wenige Beiträge


  geschrieben: 30.01.2008, 18:08   
Der Button "Neuer Eintrag" irritiert vielleicht. Da müßt mal antworten stehen...

Ich danke auf jeden Fall mal für die ausführlichen Antworten.
Was mich jetzt noch interessieren würde: 50% des Hauses werden so gut wie nie geheizt (z.B. das Stockwerk für die Firma nur 2 Tage die Woche), das Kellergeschoss auch nur 3 Tage die Woche). Sprich im Endeffekt nur das Erdgeschoss und der 1. Stock. Im Erdgeschoss steht ein großer Kamin, welcher für die Wärme ausreichend ist. Es geht also größtenteils nur um den 1 Stock (Bad, Schlafzimmer, Kinderzimmer, Einlicherwohnung).
Verbrauchen die Anlagen dann trotzdem genauso viel Strom als wenn ich voll abzapfen würde, oder verringert sich dann der Stromverbrauch?


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now
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  geschrieben: 31.01.2008, 09:11   
Der Strombedarf der WärmepumpeWärmepumpe
Die Wärmepumpe als Heizgerät nimmt auf der Eingangseite Wärme mit geringer Temperatur auf und gibt Wärme mit höherer Temperatur auf der Heizungsseite wieder ab. Ein Arbeitsmittel verdampft infolge der Aufnahme von Umweltwärme (Luft, Erdreich, Wasser). Das leicht erwärmte gasförmige Arbeitsmittel wird durch einen Kompressor komprimiert, wodurch es eine höhere Temperatur bekommt. Das in dieser Weise stark erwärmte Arbeitsmittel kann die Wärme an das Heizungswasser übertragen, kühlt sich dabei ab und wird erneut in den Kreislauf geschickt.
richtet sich in erster Linie natürlich nach dem WärmebedarfWärmebedarf
Der Wärmebedarf ist jene Nettowärmemenge in kWh, die zur Beheizung eines Raumes bzw. eines Gebäudes oder/und zur Warmwasserbereitung benötigt wird. Der Wärmebedarf ergibt sich aus dem Produkt der Heizlast und der Zeitdauer der Beheizung. Der Wärmebedarf für die Raumheizung setzt sich aus dem Transmissionswärmebedarf und dem Lüftungswärmebedarf zusammen.
. Sinkt der Wärmebedarf, sinkt auch der Strombedarf (im Verhältnis der ArbeitszahlArbeitszahl
Die Arbeitszahl wird aus dem Verhältnis zwischen abgegebener Wärme und zugeführter Antriebsenergie über einen bestimmten Zeitraum errechnet. Da die Arbeitszahl Ausdruck der Effizienz einer Wärmepumpe ist, sollte sie möglichst hoch sein. Die in der Praxis meist schlechteren Betriebsverhältnisse als im Prüfstand führen dazu, dass die erreichbare Arbeitszahl kleiner ist als die im Prospekt angegebene Leistungszahl, die auf einen optimalen Arbeitspunkt bezogen ist.
). Was die Einschätzung der Öko-Effizienz angeht, so sollte beachtet werden, dass mit zunehmendem Anteil regenerativ erzeugtem StromStrom
Strom ist der Fluss von Ladungsträgern in einem elektrischen Leiter. Durch einen eingeschalteten elektrischen Verbraucher, z.B. eine Glühlampe, fließt ein Strom. Der Strom wird angetrieben von der Spannung, die an den beiden Polen bzw. Kontakten des Verbrauchers anliegt. Die Höhe des Stromes (Stromstärke) ist abhängig von der Höhe der Spannung und des elektrischen Widerstandes des Leitungsnetzes und des elektrischen Verbrauchers.
(z.B. durch die eigene PV-Anlage) und der Verbesserung des know-hows rund um die WärmepumpenanlagenWärmepumpenanlage
Ein Wärmepumpenanlage zur Heizwärmebereitstellung besteht aus dem Wärmepumpenaggregat und der Wärmequellenanlage (z. B. Erdreichkollektoren, Erdsonden o.ä.), sowie der Regelungstechnik, der Heizungsumwälzpumpe ggf. einem Pufferspeicher zur Überbrückung von Abschaltzeiten und einem Warmwasserspeicher.
deren tatsächliche Umweltwirkungen sich in stetiger Veränderung befinden. Dies zeigt auch die Aufnahme in das neue Förderprogramm mit entsprechenden Kriterien und Kontrollfestlegungen. Es gibt übrigens einen neueren Artikel zum Thema in Haus+Energie, Heft 1/2 2008 mit der Überschrift "Zunehmend ökologisch".


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Yvonne82
wenige Beiträge


  geschrieben: 07.10.2008, 15:12   
Hey,

ich bin auch kein wirklicher Profi auf diesem Gebiet.
Als ich mich dann über regenerative Energien informieren wollte, rauchte mir bereits nach kurzer Zeit der Kopf. Es waren einfach zu viele und auch widersprüchliche Informationen.

Ich kann dir allerdings die Seite www.heizen3.de empfehlen. Auf dieser Seite kann man sich umfassend über die Thematik und die ganze Produktpalette informieren.
Darüber hinaus gibt es eine kostenlose Hotline, bei der man sich individuell beraten lassen kann.

Schöne Grüße


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pett
wenige Beiträge


  geschrieben: 25.01.2013, 16:03   
Auf der Seite http://www.musterhaus.net/energiesparhaus könnt ihr euch informieren. Hier bekommt Ihr Baufirmen, die euch weiterhelfen. Wir haben uns eine Solaranlage angeschafft und sind zufrieden, ich kann jetzt schon sagen, dass das sich bald rechnet, denn wir sparen jetzt schon eine Menge an Energie.

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Timo70
viele Beiträge


  geschrieben: 26.06.2013, 01:21   
Ihr werdet aber damit nicht das ganze Haus beheizen können oder etwa doch?

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wildkatze
viele Beiträge


  geschrieben: 12.09.2013, 02:24   
Damit kann man natürlich ein ganzes Haus heitzen, mehr Infos zum Thema Energie (Heizung) findet man unter anderem hier: http://www.homesolute.com/planung/energiekonzept/

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Weat1945
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  geschrieben: 06.06.2014, 12:17   
Solche Gedanken sind dann eben auch Folge der Energiewende und grundsätzlich ja sehr positiv.
Ich denke es ist schonmal ein sehr wichtiger Ansatz über den es nachzudenken lohnt.


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