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Thema: Selbstablesung per Funk von digitalen Heizkostenzählern
Forum Heizkosten, Heizkostenabrechnung

Moderation: now, Heizer, Nicelink
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Foren-Übersicht »  Heizkosten, Heizkostenabrechnung » 
Seite [ 1 | 2 > ]
VerfasserThema: Selbstablesung per Funk von digitalen HeizkostenzählernDruckerfreundliche Version
neugierig
wenige Beiträge


  geschrieben: 12.01.2010, 10:28   
Hallo liebe Gemeinde,
ich bin gerade mal wieder damit beschäftigt meine Verbrauchsdaten der Heizkostenzähler (digitale Zähler mit Funk von Techem) per Hand in eine Excel Tabelle einzutragen. Dabei stellt sich mir folgende Frage, gibt es nicht eine Möglichkeit, die Verbrauchswerte per Laptop oder PDA (Infrarot) automatisch auszulesen? Da ich das Heizverhalten bzw. den Verbrauch aber auch mehrmals täglich erfassen möchte, würde mich interessieren ob dies überhaupt möglich ist.
Vielen Dank im Voraus, neugierig


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Nicelink
viele Beiträge


  geschrieben: 14.01.2010, 13:16   
Eine eigene Auslesung von Messgeräten, wie von Ihnen beschrieben, wird nur dann möglich sein, wenn Ihnen der jeweilige Anbieter den Zugang, in seine Geräte,  ermöglicht. Da dieses einer "Offenbarung" gleichkommen würde, können Sie davon ausgehen, dass dieses nicht erfolgen wird! Einige Geräte am Markt verfügen über verschiedene Anzeigeschleifen. Diese lassen sich zum Teil im Display aufrufen. So lassen sich z.B. zurückliegende Monatswerte aufrufen. 
_________________


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HKVler
einige Beiträge


  geschrieben: 26.01.2010, 09:41   
Richtig ist, dass wahrscheinlich kein Abrechnungsdienstleister die notwendige Hard- und Software zur Verfügung stellen wird.
Selbst wenn diese Software auf eine ausschließliche Aulesemöglichkeit beschränkt wäre, würde dies zu Problemen führen. Durch jede Kommunikation mit dem Gerät wird auch Energie benötigt. Wenn also öfter als Vorgesehen (ca. max. 4 x p.a.) eine Auslesung erfolgen würde, ist die Gerätelebensdauer von meistens 10 Jahren nicht mehr sichergestellt.
Es bleibt nur weiterhin die visuelle Ablesung.


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Nicelink
viele Beiträge


  geschrieben: 26.01.2010, 12:37   
@hkvler: Die Batteriekapazität wird hier keine Rolle spielen. Funk-Heizkostenverteiler senden heute mehrmals täglich ihre Verbrauchsdaten mittels eines verschlüsselten Protokolles. I.d.R. werden die Monatsmitten- und endwerte gespreichert. Systeme mit permanenter Auslesemöglichkeit speichern entsprechend mehr.
_________________


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yerfre
wenige Beiträge


  geschrieben: 31.01.2010, 18:50   
Hallo,

bei uns in der Wohnung (80qm) sollen die neuen HKV mit Funkablesung installiert werden.
Die Eigentümerin hat die Mieter über das Vorhaben nicht informiert, sondern nur den Montagetermin vom Brunata aushängen lassen. Das verletzt die Informationspflicht.
Nun wird ja reichlich darum diskutiert, dass die Heizkosten erheblich steigen. Uns wurde auf Anfrage gesagt, dass pro Gerät (bei uns 6 Stück) jährlich 2,50 bis 3,00 Euro Mehrkosten auf uns zukämen.

Hat irgendwer Erfahrung damit und kann mir sagen, was der Realität entspricht?



  Persönliche Informationen von/Private Nachrichten an  yerfre
Nicelink
viele Beiträge


  geschrieben: 31.01.2010, 20:20   
Gemäß § 4 Abs. 2 der HeizkostenverordnungHeizkostenverordnung
Die Heizkostenverordnung (Verordnung über die verbrauchsabhängige Abrechnung der Heizungs- und Warmwasserkosten in der Fassung vom 20.1.1989, geändert durch Novelle vom 18.06.2008, in Kraft seit 1.1.2009) regelt die Erfassung und Verteilung der Kosten zentraler Heizungs- und Warmwasserversorgungsanlagen in Miet- und Wohneigentumsobjekten. Die Verordnung ist die Grundlage jeder Heizkostenabrechnung.
(HKVOHkVo
HkVO ist die Abkürzung für Heizkostenverordnung.
)hat der Gebäudeeigentümer den Mieter von der Maßnahme unter Benennung der Kosten zu informieren. Der Mieter hat im Falle der Anmietung der Geräte ein 4 wöchiges Widerspruchsrecht. Widersprechen innerhalb dieser Frist mehr als 51 % so ist die Miete nicht zulässig und es muss eine andere Art der Finanzierung gewählt werden. Die Wahl der Messausstattung bleibt hingegen dem Gebäudeeigentümer überlassen. Die Höhe der angegebenen Miete ist in Ordnung und entspricht den heutigen Preisrahmen.

_________________
...besser gut beraten
->zur persönlichen Beratung per eMail
[ Der Beitrag wurde bearbeitet von Nicelink am 31.01.2010, 20:21 ]
[ Der Beitrag wurde bearbeitet von Nicelink am 31.01.2010, 20:23 ]


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yerfre
wenige Beiträge


  geschrieben: 03.02.2010, 13:46   
Hi, heißt das, dass wir das neuen Messsystem dulden müssen, wenn nicht mehr als 50 % der Mieter dem widersprechen? Wenn den Eigentümer z.B. die Ausstattung kauft, kann diese ja nicht auf die Mieter umgelegt werden. Muss ich in einem solchen Fall die Installation dulden. Immerhin greift man mir ja in den Geldbeutel, wenns auch nur 30 EUR im Jahr sein mögen.

Welche Erfahrungen gibt es wegen der Ablesung und Abrechnung. Ich habe gehört, dass die Heizkosten erheblich höher ausfallen sollen, was auch in etlichen Foren bestätigt wird. Ziehen uns die Ableseunternehmen nicht mit Hilfe unerfahrener Hauswirte über den Tisch?


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Nicelink
viele Beiträge


  geschrieben: 03.02.2010, 18:08   
das ist richtig! Wenn nicht mehr als 51 % Widersprechen ist die Sache zulässig. Sollte aber eine Ablehnung entschieden werden, so hat der Vermieter die Möglichkeit 11 % der Kaufsumme über 10 Jahre umzulegen vorausgesetzt, es handelt sich um eine Erstaussattung! Die oft diskutierte Aussage, durch elektronische HKV würde alles teuer ist nicht richtig. Die HeizkostenHeizkosten
Zu den Heizkosten im Sinne der Heizkostenabrechnung gehören die Kosten der verbrauchten Brennstoffe und ihrer Lieferung, die Kosten für den Betriebsstrom, die Kosten für Bedienung, Überwachung und Pflege der Anlage, der regelmäßigen Wartung (Prüfung der Betriebbereitschaft, Einstellungen), die Kosten für den Schornsteinfeger sowie die Kosten für die Verbrauchserfassung sowie für die dafür erforderlichen Gerate.
Zu den Heizkosten im Sinne der Betrachtung der entstehenden Kostenbelastung für den Eigentümer einer Heizungsanlage im eigenen Haus gehören neben den Verbrauchskosten (verbrauchsgebundene Kosten) und den Betriebskosten (betriebsgebundene Kosten) auch die Kapitalkosten (kapitalgebundene Kosten) für die Anschaffung  und Instandhaltung der Technik dazu.
ändern sich nicht durch neue HKV, im Gegenteil! Durch die höhere Transparenz werden die Nutzer animiert verantwortungsbewusst mit EnergieEnergie
Energie ist die Fähigkeit eines Energieträgers eine physikalische Arbeit zu verrichten. Sie kann die Wohnung oder Wasser erwärmen, Licht erzeugen, einen Motor drehen, einen Zug bewegen usw.. Angegeben wird die Energiemenge in kWh oder Joule.
und! ihrem Geldbeutel umzugehen. Richtig ist hingegen, wenn neue Messgeräte angemietet werden, dass es zu Mehrkosten kommt, eben der Gerätemiete. Gegen die Gerätekosten könnten Sie folgende Argumente setzen: deutlich höhere Verteilgenauigkeit, keine Fehlmessung durch Fremdwärme, bessere Ablesmöglichkeit, Stichtagsgenaue Abgrenzung der Verbräuche.... Bei Funk kommt hinzu, dass keine Anwesenheit zur Ablesung erforderlich ist, keine Nachablesungen die eine Abrechnung inhaltlich verzerren können. Ein VerdunsterVerdunster
Verdunster Verdunster ist die umgangssprachliche Bezeichnung für Heizkostenverteiler, die nach dem Verdunstungsprinzip arbeiten. Dabei entspricht eine bestimmte Menge einer langsam verdunstenden Flüssigkeit einer Einheit, die in der Abrechnung der Kosten auf den Nutzer entfällt. Einer Wärmenge im physikalischen Sinne entspricht diese Einheit nicht, weshalb die Zahl der Einheiten einer Abrechnungsperiode nicht mit der Zahl der Einheiten einer anderen Abrechnungperiode verglichen werden kann. Verdunster zählen wegen einer Nichtlinearität der Verdunstungsgeschwindigkeit ungenauer als elektronische Heizkostenverteiler , dafür sind sie jedoch verhältnismäßig preiswert. Wegen der so genannten Kaltverdunstungsvorgabe ist eine Zwischenablesung infolge des Ein- oder Auszuges von Mietern innerhalb des Jahres problematisch, weshalb eine Aufteilung nach Gradtagszahlen empfohlen wird. Verdunstungsgeräte dürfen nach wie vor eingesetzt werden und haben in bestehenden Anlagen Bestandsschutz, müssen aber als veraltet betrachtet werden. (Abb. Verdunster Ista Deutschland GmbH).
wäre mit seinen physikalisch bedingten Nachteilen keine Alternative.
_________________


  Persönliche Informationen von/Private Nachrichten an  Nicelink   Zur Webseite von Nicelink
yerfre
wenige Beiträge


  geschrieben: 03.02.2010, 20:28   
Hallo nicelink, danke für Deine ausführlichen Antworten. Ich habe aber noch eine Frage. In meinem Freundes- und Bekanntenkreis gibt es eine Reihe von hart Getroffenen. Die haben nach dem Einbau dieser Funkableser teilweise die doppelten Heizkosten als vorher. Wie also läuft die Ablesung und nachher die Berechnung ab. In einigen Foren urde gesagt, dass teilweise offenbar der Gesamtverbrauch für ein Objekt einfach durch die Anzahl der Mietparteien dividiert wurde. Wie kann ich sicher sein, dass nur das abgerechnet wird, was ich auch verbraucht habe? Wie kommt es zu so horrenden Mehrkosten? Wo ist die Schnittstelle, auf die man ein Auge werfen sollte, damit alles gercht abläuft?

  Persönliche Informationen von/Private Nachrichten an  yerfre
yerfre
wenige Beiträge


  geschrieben: 03.02.2010, 20:30   
Hinzu kommt jetzt noch Folgendes. Die Vermieterin hat erst heute, also erst 8 Tage bevor der Einbau vorgesehen ist, die Mieter etwas umfassender informiert. Aber ohne darauf hinzuweisen, dass die Mieter normalerweise eine Widerspruchsmöglichkeit und -frist haben. Das ist doch ein Klagegrund, oder?

  Persönliche Informationen von/Private Nachrichten an  yerfre
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