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Thema: Sehr hohe Grundkosten
Forum Heizkosten, Heizkostenabrechnung

Moderation: now, Heizer, Nicelink
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Foren-Übersicht »  Heizkosten, Heizkostenabrechnung » 
VerfasserThema: Sehr hohe GrundkostenDruckerfreundliche Version
Michl1001
wenige Beiträge


  geschrieben: 23.10.2011, 18:12   
Guten Tag,
Ich bewohne eine 130qm große Wohnung in einem Mehrfamilienhaus mit einer Gesamtwohnfläche von 230qm. Im Untergeschoss befinden sich eine Friseursalon und ein Fußpflegesalon. Diese 3 Einheiten werden mit einer Gaszentralheizung beheizt.
Laut Heizkostenabrechnung schlüsselt sich alles wie folgt auf

1. **Kostenaufteilung:**

Heizung:

30% Grundkostenanteil (qm) 1497,68 : 230 = 6,51167 € / qm

70% Verbrauchskostenanteil (Kw/h) 3494,60 : 230 = 15,1939 € / Kwh

2. **Einzelabrechnung**

Heizung:

Grundkosten 130qm Nutzfläche x 6,51167 = 846,52€

Verbrauchskosten 23,5kWh WMZ x 15,1939 = 357,06€

Genau so stand es in der Originalabrechnung. Die Abrechnung ist unter aller Sau, keine Einheiten, viele Rechtschreibfehler etc. Ich hoffe man kann erkennen, was gemeint ist.

Meine Frage ist jetzt warum bei der Kostenaufteilung der Verbrauchskostenanteil nach qm berechnet wird?! Nach Adam Riese müssten es 15,1939 € pro qm und nicht pro kWh sein.

Desweiteren hab ich gelesen, dass der Verbrauch von Gewerbebetrieben was die Nebenkosten betrifft nicht zu Lasten der anderen Mieter gehen darf Da im Haus ein Friseur und ein Fußplegesalon sind, ist doch davon auszugehen, dass diese einen höheren Vebrauch haben, was sich dementsprechend in meiner Abrechnung niederschlagren müsste... Gibt es dort einen bestimmten Prozentsatz, bzw wie wird das berechnet?
Ein Vorwegabzug ist auf der Heizkostenabrechnung nicht zu erkennen.

Bei der Warmwasserzubereitung zahl ich z.B. jährlich 106€ Grundkosten, aber nur knapp 50cent an Vebrauchskosten.

Würde mich freuen, wenn mir jemand helfen könnte.


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  geschrieben: 25.10.2011, 15:29   
Für das Prinzip der HeizkostenabrechnungHeizkostenabrechnung
Eine Heizkostenabrechnung erhalten Mieter bzw. Wohnungseigentümer auf der Grundlage der Heizkostenverordnung, wenn die Wohnanlage mit einer zentralen Heizungsanlage ausgestattet ist. Nach der Heizkostenverordnung ist der Vermieter bzw. Betreiber der Heizanlage verpflichtet, dem Mieter bzw. Eigentümer spätestens ein Jahr nach dem Ende der Abrechnungsperiode eine nachvollziehbare Abrechnung der umlagefähigen Betriebskosten vorzulegen.
ist es unerheblich, ob es sich um Gewerbe- oder Wohnraumeinheiten handelt. Entscheidend ist die Frage, ob die Zentralheizungsanlage alle EinheitenEinheiten
Physikalische Einheiten der Energie:
  • 1 GJ GigaJoule = 1000 MJ (MegaJoule)
  • 1 MJ = 1000 kJ (kiloJoule)
  • 1 kJ = 1000 J (Joule),
  • 1 GWh (GigaWattstunde) = 1000 MWh (MegaWattstunden)
  • 1 MWh = 1000 kWh (kiloWattstunden)
  • 1 kWh = 1000 Wh (Wattstunden)
  • Umrechnung: 1 kWh = 3,6 MJ = 860 kcal,
veraltet: eine kcal kilocalorie = 1000 Kalorien
mit Wärme versorgt und ob alle Einheiten die gleiche oder unterschiedliche Erfassungstechnik benutzen. Bei gleicher Erfassungstechnik muss keine NutzergruppentrennungNutzergruppentrennung

Eine Nutzergruppentrennung mit Vorerfassung muss im Rahmen der Heizkostenabrechnung vorgenommen werden bzw. ist zu empfehlen, wenn

  • verschiedene Nutzer unterschiedliche Erfassungssysteme haben (z.B. eine Gruppe hat Heizkörper mit Heizkostenverteiler, eine andere Gruppe eine Fußbodenheizung mit Wärmemengenzähler)
  • z.B. in einer Etage Wohnraummieter Heizkostenverteiler nach dem Verdunstungsprinzip nutzen, in einer anderen Etage elektronische Heizkostenverteiler genutzt werden sollen.
  • verschiedene Gebäude mit einer gemeinsamen Heizungsanlage versorgt werden.
Wenn in einem Gebäude von einer gemeinsamen Heizungsanlage normale Wohnungsmieter und gewerbliche Mieter versorgt werden ist eine Nutzergruppentrennung mit Vorerfassung technisch nicht erforderlich. 
vorgenommen werden. Die Kostenaufteilung in 30% GrundkostenGrundkosten
Bei der Verteilung der Kosten der Versorgung mit Wärme und Warmwasser sind auch Grundkosten (Festkosten) zu erheben. So verursacht der Betrieb der Heizungsanlage Verluste, Wartungsaufwendungen, Schornsteinfegergebühren, Stromkosten oder Messkosten, die unabhängig vom individuellen Wärme- bzw. Warmwasserverbrauch entstehen.  Grundkosten werden mindestens zu 30 %, höchstens jedoch zu 50 % nach den Insgesamtkosten verteilt. Als Maßstab kann die bewohnte bzw. beheizte Fläche oder der umbauten Raum dienen. Der verbleibenden Kostenanteil (70 % bis 50%) wird dann nach dem Verbrauch verteilt (Verbrauchskosten). Anteilige Grundkosten (z.B. bei Ein- bzw. Auszug im Abrechnungszeitraum) werden üblicherweise nach der Gradtagszahltabelle ermittelt, da eine kalendertägliche Umlage nicht der Tatsache gerecht werden würde, dass überwiegende Nutzungen in Winter oder Sommer sehr unterschiedliche Wärneverbrauchsanteile nach sich ziehen. Das gilt nicht für die Grundkostenberechnung für die Warmwassernutzung.
und 70% VerbrauchskostenVerbrauchskosten
Die Verbrauchskosten bzw. verbrauchsabhängigen Kosten sind Bestandteil der Heizungs-und Warmwasserkosten. Sie werden entsprechend den Vorschriften der Heizkostenverordnung nach der Berechnung der Gesamtkosten prozentual abgetrennt und bilden den die Grundkosten ergänzenden Teil der Kosten einer Heizungsanlage. Sie müssen nach der Heizkostenverordnung von den Gesamtkosten mindestens 50% und dürfen höchstens 70% ausmachen. Die anteiligen Verbrauchskosten der Heizung werden den Mietern mit Hilfe von Heizkostenverteilern oder Wärmemengenzählern und für die Warmwasserbereitung mit Warmwasserzählern zugewiesen.
ist nach der HeizkostenverordnungHeizkostenverordnung
Die Heizkostenverordnung (Verordnung über die verbrauchsabhängige Abrechnung der Heizungs- und Warmwasserkosten in der Fassung vom 20.1.1989, geändert durch Novelle vom 18.06.2008, in Kraft seit 1.1.2009) regelt die Erfassung und Verteilung der Kosten zentraler Heizungs- und Warmwasserversorgungsanlagen in Miet- und Wohneigentumsobjekten. Die Verordnung ist die Grundlage jeder Heizkostenabrechnung.
möglich. Dazu ist zuerst die Gesamtsumme aller für die Heizungsanlage anfallenden Kosten zu bilden (Gaskosten, Stromkosten für die Pumpen etc, Wartunsgkosten, Schornsteinfeger, ggf. Abrechnungskosten für einen Dienstleister). Davon werden nun 30 % auf die beheizte Fläche verteilt, also durch 230 m² dividiert. Jeder m² beheizte Fläche kostete im Abrechnungsjahr 6,51 € (sofern die Ausgangszahlen stimmen). Die verbleibenden Verbrauchskosten von 3494,60 € werden natürlich nicht durch 230 dividiert, sondern durch die Summe der Differenzen der Wärmeengenzähler im Abrechnungsjahr. In Ihrer Abrechnung besteht der Fehler darin, dass die Verbrauchskosten ebenfalls durch die Fläche dividiert wurden, aber dann eine falsche Einheit dahinter geschrieben wurde. Es sei denn, es ergibt sich für die Wärmemenge zufällig ebenfalls die Zahl von 230.
Bei den Ablesewerten auf Wärmeemengenzählern handelt es sich in der Regel um Megawattstunden (MWh). Also zeigt eine einfache Probe, ob mit den aufgeführten Gesamtkosten überhaupt 230 MWh Wärme erzeugt werden können, folgendes: Durchschnittlicher Gaspreis: ca. 7 cent/kWh = 70 € pro MWh, multipliziert mit 230 MWh ergibt 16100 €. Die max. erzeugbare Wärmemenge muss also bedeutend kleiner sein. Die Rechnung ist falsch und zurückzuweisen. Allerdings hat man sich mit dieser Abrechnung deutlich zu Ihren Gunsten verrechnet.
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Michl1001
wenige Beiträge


  geschrieben: 25.10.2011, 17:03   
Danke erstmal für die Antwort.

Laut Abrechnung lag mein Verbrauch, da ich relativ wenig zu hause bin und das Haus sehr gut isoliert ist bei 23,5kWh Wärmemengenzähler.

Laut Abrechnung waren die Gesamtbrennstoffkosten für 40.537 kWh bei 4990€

Betriebsstrom 1623kWh entspricht 443,55€
Das gibt Gesamzheizkosten von ca. 5400€ (abzüglich ca.600€ für Warmwasserbereitung).

Bei einem Gesamtverbrauch von 40000 kwh und Gesamtkosten von +/- 5000€ zahl ich für meine 25kWh 1000€. Das ist doch sehr komisch....

Im Folgejahr waren die Gesamtheizkosten für 49.100 kWh und 2002kWh Betriebsstrom nur ca. 3400€, abzüglich ca. 750€ für Warmwasserbereitung.Wie kann das sein?

Das ergab Grundkosten von ca. 3,70 € pro qm. statt wie im vorigen Jahr 6,7€ pro qm (zuzüglich Verbrauchskosten, die ebenfalls knapp bei 60% des Vorjahres lagen).
Tendenziell steigen die Gaspreise, oder gibt es eine plausible Erklärung für die großen Schwankungen?

[ Der Beitrag wurde bearbeitet von Michl1001 am 25.10.2011, 17:04 ]


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  geschrieben: 26.10.2011, 09:44   
Bitte erst nochmal genau hinsehen: Auf Ihrem WärmemengenzählerWärmemengenzähler
waermemengenzaehlerDer Wärmemengenzähler ist eine Messgerät zur Ermittlung der Wärmemenge, die z.B. mit dem Heizungswasser in einem Heizkreis abgegeben wird. Der Wärmemengenzähler ermittelt dazu das durchfließende Wasservolumen sowie die Temperaturdifferenz zwischen Vor- und Rücklauf und errechnet daraus die Wärmemenge (m*c*dt). Wärmemengenzähler sind eichpflichtig (5 Jahre). Sie spielen vor allem bei der gesetzlich vorgeschriebenen Heizkostenabrechnung eine bedeutende Rolle.
lesen Sie den Wert in Megawattstunden = MWh ab. Die eingekaufte Gasmenge wird in kiloWattstunden (kWhkWh
Eine kiloWattstunde = 1000 Wh (Wattstunde) = 3,6 MJ (MegaJoule) = 860 kcal. die kWh ist eine gebräuchliche Einheit für die Energie- oder Wärmemenge. Eine kWh Wärme entspricht der gleichen Energiemenge wie eine kWh Strom, allerdings in einer anderen Energieform. Wird Strom in Wärme umgewandelt, z. B. in einem Tauchsieder, wird aus einer kWh Strom genau eine kWh Wärme. Aus einer kWh Wärme kann man jedoch technisch gesehen gerade 0,3 kWh Strom erzeugen.
) angegeben. 1 MWh = 1000 kWh
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Michl1001
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  geschrieben: 28.10.2011, 14:48   
Ich kann nur sagen, was auf der Heizkostenabrechnung steht!!!
Da steht immer noch 23,5kWh


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Bode
einige Beiträge


  geschrieben: 29.10.2011, 08:05   
Hallo.

Folgendes kann ich Ihnen zu dem von Ihnen geschriebenen sagen:

Wenn das Haus 230 m² Nutzfläche hat und sie 130 m² davon haben, müssen Sie auch dementsprechend 56,52 % der gesamten Grundkosten die in der Abrechnung anfallen bezahlen. Sowohl bei den Grundkosten der Heizung als auch beim Warmwasser. Ob hier Gewerbe im Haus ist, ist nicht relevant, da die Heizkosten ja anscheinend mit eienm Wärmemengenzähler gemessen werden und somit eine normale Abrechnung erfolgen kann.

Wenn die von Ihnen angegeben Daten stimmen, wäre die Abrechnung aber dennoch falsch.
Gründe:

70% Verbrauchskostenanteil (Kw/h) 3494,60 : 230 = 15,1939 € / Kwh

Die Kosten des Verbrauchs dürfen nicht durch die m²-Fläche geteilt werden sondern durch den angefallenen Verbrauch der auf allen Zählern abgelesen wurde

Z.B. 3494,60 € : 100 MWH x 23,5 MWH = Betrag. (nur ein Beispiel).

Zudem sind, wie bereits geschrieben, die Einheiten falsch. Es handelt sich hierbei anscheinend um MWH-Zähler.

Da im Haus ein Friseur und ein Fußplegesalon sind, ist doch davon auszugehen, dass diese einen höheren Vebrauch haben, was sich dementsprechend in meiner Abrechnung niederschlagren müsste...

Auch diese müssten ja MWH-Zähler haben. Alle Verbräuche müssen wie oben geschrieben zusammengerechnet werden und danach erfolgt die Aufteilung nach Verbrauch.

Ein Vorwegabzug ist auf der Heizkostenabrechnung nicht zu erkennen.

Daher kein Vorwegabzug. Wenn alle Einheiten richtig ausgestattet sind.

Bei der Warmwasserzubereitung zahl ich z.B. jährlich 106€ Grundkosten, aber nur knapp 50cent an Vebrauchskosten.

Da ich die Abrechnung nicht vorliegen habe und nicht weiß wie die WW-Aufteilung errechnet wurde kann ich auch hier nur sagen, sie haben die größte Wohnfläche, müssen also auch hier dann ordentlich zahlen. Auch wenn Ihr Verbrauch sehr gering ist. Das ist der Nachteil von so großen Wohnungen, wenn dann auch nur sehr wenig andere in diesem Haus vorhanden sind.

BEi Fragen senden Sie mir einfach eine Nachricht.


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