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Thema: Nicht nachvollziehbarer Heizölverbrauch.....
Forum Heizkosten, Heizkostenabrechnung

Moderation: now, Heizer, Nicelink
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Foren-Übersicht »  Heizkosten, Heizkostenabrechnung » 
VerfasserThema: Nicht nachvollziehbarer Heizölverbrauch.....Druckerfreundliche Version
T_Meier
wenige Beiträge


  geschrieben: 31.08.2010, 13:55   
Zur Vorgeschichte:

Ich bin Mieter einer Einliegerwohnung mit 87qm Wohnfläche. Das Wohnhaus selbst besteht aus zwei Wohneinheiten und hat insgesamt 287qm Wohnfläche. Die eine Wohneinheit wird vom Eigentümer d.h. vom Vermieter selbst bewohnt. Die Heizungsanlage wurde im Jahr 2007 komplett erneuert und ist nach Angaben des Vermieters technologisch auf neuestem Stand. Vor einiger Zeit hat mir der Vermieter die Betriebs- bzw. Heizkostenabrechnung 2009 zukommen lassen. Die Heizkostenabrechnung erscheint hinsichtlich des Heizölverbrauchs unplausibel.

Begründung:

Die Vermieter gibt einen Heizölverbrauch von insgesamt 5222 Litern an. Der gesamte Energieverbrauch wird in der Abrechnung mit 34 MWh angegeben (gemessen mit geeichtem Wärmemengenzähler).

Nach den mir bislang vorliegenden Informationen, hat leichtes Heizöl einen Heizwert von ca. 10kWh pro Liter. Damit käme man in Ansehung des angegebenen Energieverbrauchs von 34 MWh auf einen Verbrauch von ca. 3400 Litern + Verluste. Die Verluste lassen sich aus den mir noch plausiblen Zahlenwerten der vorjährigen Heizkostenabrechnung errechnen. Hier hatte der Vermieter einen Ölverbrauch von 4294 Litern bei einem Energieverbrauch von 41,6 MWh angegeben. Bei einem Heizwert des Heizöls von 10kWh/L käme man damit rechnerisch auf 4160 Liter Heizöl (41600 kWh / 10 kWh). Die Differenz zu den angegebenen 4294 Litern sind dann wohl die Verluste und betragen rechnerisch ermittelt ca. 3,2 Prozent.

Bezieht man nun den so ermittelten Verlust auf die in der aktuellen Heizkostenabrechnung 2009 genannten 34 MWh, so ergibt sich ein rechnerischer Gesamtverbrauch von lediglich 3400 Litern + 3,2 Prozent Verlust = ca. 3510 Liter Heizöl. Niemals kommt man danach auf einen Gesamtverbrauch – wie vom Vermieter angegeben – von 5222 Litern.

Aufgrund dieser Unplausibilität wurde der Vermieter gebeten, die von ihm durchgeführte Peilstabmessung zur Ermittlung des Heizölstandes, im Beisein des Mieters zu wiederholen. Damit sollten die in der Abrechnung genannten Ölmengenangaben gemeinsam bestätigt werden. Der Vermieter hat dies kategorisch abgelehnt. Als Begründung für den hohen Heizölverbrauch wird angeführt, dass der Winter eben hart war.

Fragen:

1. Kann unter den angegebenen Bedingungen (34 MWh Gesamtenergieverbrauch) überhaupt ein Heizölverbrauch von 5222 Litern resultieren?

2. Alleine auf die Einliegerwohnung entfällt nach Berechnung des Vermieters ein Verbrauch von 2210 Litern Heizöl (bei angegebenen 14,39 MWh Energieverbrauch). Scheint dies realistisch? Gibt es eventuell einen Durchschnittsverbrauch als Vergleich?

3. Die verwendeten Wärmemengenmesser sind geeicht. Kann man, wie oben angegeben, aus der gemessenen Energiemenge auf den Heizölverbrauch schließen? Kann aus technischer Sicht so argumentiert werden?

4. Die Stromkosten für die Heizungsanlage werden vom Vermieter ohne weitere Erklärung pauschal mit 7% der Energiekosten beziffert und abgerechnet. Dies scheint auch nicht korrekt, oder?


  Persönliche Informationen von/Private Nachrichten an  T_Meier   Zur Webseite von T_Meier
now
sehr viele Beiträge


  geschrieben: 02.09.2010, 08:57   
Bei einer Heizungsanlage, die mit Heizöl betrieben wird, können wir bei Modernisierung 2007 wenigstens von einem Niedertemperaturkessel ausgehen. Solche Anlagen erreichen in der Praxis einen JahresnutzungsgradJahresnutzungsgrad
Der Jahresnutzungsgrad eines Heizkessels bzw. einer Heizanlage berücksichtigt die während eines Jahres auftretenden Verluste, wie den Abstrahlungsverlust, den Betriebsbereitschaftsverlust, bei Anlagen auch den Verteilungsverlust und den Bereitschaftsverlust der Warmwasserbereitung.
von 80 %. AbgasverlusteAbgasverlust
Mit dem Abgasverlust ist die Wärmemenge gemeint, die mit den warmen Abgasen ungenutzt aus dem Wärmeerzeuger entweicht. Die Höhe des Abgasverlustes wird maßgeblich von der Abgastemperatur beeinflusst. Je höher die Temperatur ausfällt, umso schlechter ist der Ausnutzungsgrad des zugeführten Brennstoffes. Ein Abgasverlust tritt nur auf, wenn der Brenner arbeitet, also Brennstoff verbrannt wird. Die maximal zulässige Höhe des Abgasverlustes ist in der Kleinfeuerungsanlagenverordnung festgelegt. Der Wert wird vom Schornsteinfeger im Rahmen der Abgasverlustmessung ermittelt (ausgenommen Brennwerttechnik) und im Abgasprotokoll (Schornsteinfegerprotokoll) vermerkt. Der Abgasverlust wird in % angegeben.
, BetriebsbereitschaftsverlusteBetriebsbereitschaftsverlust
Der Betriebsbereitschaftsverlust ist der Wärmeverlust eines Wärmeerzeugers (z. B. Heizkessel, Therme) oder eines Warmwasserspeichers durch Abkühlung während der Stillstandszeiten, also wenn der Brenner nicht arbeitet, der Kessel bzw. das Speicherwasser aber warm ("in Bereitschaft") ist. Der bei Kesseln auftretende Betriebsbereitschaftsverlust setzt sich zusammen aus dem Abstrahlungsverlust und dem inneren Auskühlverlust. Die Betriebsbereitschaftsverluste verringern sich bei optimal dimensionierten Wärmeerzeugern durch gleitende Betriebsweise (bedarfsgeführte Kesselwassertemperatur), durch Leistungsmodulation, sehr gute Wärmedämmung des Kessels und durch eine raumluftunabhängige Betriebsweise mit einem Luft-Abgas-System.
, AbstrahlungsverlusteAbstrahlungsverlust
Der Abstrahlungsverlust entsteht bei Wärmeerzeugern (Heizkesseln, Thermen) durch Abstrahlung von Wärme höher temperierter Oberflächen (z.B. Brenneroberflächen, Kesseltüren) in den Aufstellraum. Der Abstrahlungsverlust reduziert sich mit sinkender Kesselwassertemperatur und verbesserter Wärmedämmung des Kessels, aber auch durch optimierte konstruktive Details, geringe Stillstandszeiten, eine sorgfältige leistungsseitige Dimensionierung des Kessels sowie durch Leistungsmodulation. Der Abstrahlungsverlust moderner, gut gedämmter Heizkesesel liegt unter 2%.
, Vetretilungsverluste vor den WärmemengenzählernWärmemengenzähler
waermemengenzaehlerDer Wärmemengenzähler ist eine Messgerät zur Ermittlung der Wärmemenge, die z.B. mit dem Heizungswasser in einem Heizkreis abgegeben wird. Der Wärmemengenzähler ermittelt dazu das durchfließende Wasservolumen sowie die Temperaturdifferenz zwischen Vor- und Rücklauf und errechnet daraus die Wärmemenge (m*c*dt). Wärmemengenzähler sind eichpflichtig (5 Jahre). Sie spielen vor allem bei der gesetzlich vorgeschriebenen Heizkostenabrechnung eine bedeutende Rolle.
usw. machen also deutlich mehr als nur 3,2 % aus. Die von Ihnen ausgemachten Differenzen zwischen abgerechneter Wärmemenge und angegebenen Ölverbrauch habe Ihre Ursache sicherlich in einer fehlerhaften Erfassung des Jahresend- bzw. Jahresanfangsbestandes. Addieren Sie beide angegebenen Verbräuche und setzen Sie diese ins Verhältnis zum Ölverbrauch der 2 Jahre kommt ein Jahresnutzungsgrad von 79,4 % raus - was der Wahrheit schon sehr nahe kommt. Der Verbrauch der Einliegerwohnung wird ja nun auch mit geeichtem Wärmemengenzähler erfasst - 14,39/87 ergeben 165 kWh/m². Das ist für ein älteres GebäudeGebäude
Gebäude im Sinne der Energieeinsparverordnung sind bauliche Objekte mit mindestens einem eigenen Aufgang und einer Begrenzung des Volumens durch die wärmübertragende Umfassungsfläche.
durchaus plausibel - es handelt sich ja offensichtlich nicht um ein auf Niedrigenergiehausniveau saniertes Gebäude. Die Stromkosten sind sehr hoch angesetzt. Die Rechtssprechung hat dazu in der Vergangenheit einen Prozentsatz von 5% akzeptiert, noch besser ist es natürlich zu messen (ist aber nicht Pflicht). 
_________________
...besser gut beraten
->zur persönlichen Beratung per eMail


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beilight
einige Beiträge


  geschrieben: 13.09.2010, 15:11   
Einspruch einlegen - bloß nicht zahlen!

  Persönliche Informationen von/Private Nachrichten an  beilight
Nicelink
viele Beiträge


  geschrieben: 15.09.2010, 16:35   
In der HeizkostenabrechnungHeizkostenabrechnung
Eine Heizkostenabrechnung erhalten Mieter bzw. Wohnungseigentümer auf der Grundlage der Heizkostenverordnung, wenn die Wohnanlage mit einer zentralen Heizungsanlage ausgestattet ist. Nach der Heizkostenverordnung ist der Vermieter bzw. Betreiber der Heizanlage verpflichtet, dem Mieter bzw. Eigentümer spätestens ein Jahr nach dem Ende der Abrechnungsperiode eine nachvollziehbare Abrechnung der umlagefähigen Betriebskosten vorzulegen.
werden i.d.R. die BrennstoffkostenBrennstoffkosten
Die Brennstoffkosten sind die jährlich anfallenden Kosten für den Kauf von Brennstoffen (Brennstoffbedarf, Energieträger), wie Gas, Öl, Kohlen, Holz, Strom oder Fernwärme. Brennstoffkosten sind in einer Heizkostenabrechnung voll umlagefähig. Unabhängig davon ist der Vermieter gehalten, wirtschaftliche Gesichtspunkte beim Kauf von Brennstoffen bzw. Wärme zu beachten (§ 556 Abs.3 BGB).
, ganz gleich ob Gas oder Öl als Brennstoff dient, in KWhkWh
Eine kiloWattstunde = 1000 Wh (Wattstunde) = 3,6 MJ (MegaJoule) = 860 kcal. die kWh ist eine gebräuchliche Einheit für die Energie- oder Wärmemenge. Eine kWh Wärme entspricht der gleichen Energiemenge wie eine kWh Strom, allerdings in einer anderen Energieform. Wird Strom in Wärme umgewandelt, z. B. in einem Tauchsieder, wird aus einer kWh Strom genau eine kWh Wärme. Aus einer kWh Wärme kann man jedoch technisch gesehen gerade 0,3 kWh Strom erzeugen.
und MWh angegeben. Diese Angabe hat jedoch nichts mit den durch Wärmezähler erfassten Mengen zu tun, da es sich hier um einen theoretisch ermittelten Wert handelt. Insofern sind die Ausführungen von now zu berücksichtigen. Einen WiderspruchWiderspruch
Widerspruch gegen eine Heizkostenabrechnung in Teilen oder im Ganzen kann gegenüber dem Vermieter innerhalb einer Frist von 12 Monaten eingelegt werden.
sollten Sie einlegen jedoch in diesem Ihrer Bedenken klar benennen. Ein pauschalierter Einspruch hebt die Fälligkeit der Abrechnung nicht automatisch auf.


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anwalt
wenige Beiträge


  geschrieben: 19.10.2010, 14:15   
So weit ich sehe, hast du richtig gerechnet und du solltest SCHRIFTLICH Einspruch beantragen. Falls zewi Wochen keine Anwort zurück kommt (worauf er gesetzlich angewiesen ist), geh zum Anwalt.
_________________
Heizölpreis


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