Bookmarken bei: Mr. WongBookmarken bei: WebnewsBookmarken bei: YiggBookmarken bei: LinkarenaBookmarken bei: Del.icio.usBookmarken bei: Google   Information
Web heiz-tipp
Login

Ratgeber
» Heizung
» Warmwasserbereitung
» Erneuerbare Energien
» Lüftung
» Wärmedämmung
» Wasser sparen
» Strom sparen
» Heizkosten

E-Cartoon
Cartoons auf heiz-tipp.deCartoons auf heiz-tipp.de

Lexikon
ABCDEFGHIJKLMNO
PQRSTUVWXYZÄÖÜ

Interaktive Ratgeber
 Zu viel, zu teuer geheizt?
 Verbrennen Sie gerne Geld?
 Lohnt sich Modernisierung?
 Gibt's Zuschuss oder Kredit?
 Welches Heizsystem ist o.k.?
 Beispiele in meiner Nähe?
 Stromfresser Pumpen
 Wirklich sparsam gekühlt?
 Nur Wärme, wenn's nötig ist?
 Welcher Energieausweis?
 Stromverbrauch einschätzen
 Belastung durch Urlaubsflieger?

Zuletzt im Forum
 Schlaflosigkeit was zu tun ist?
 Neue Wäschetrockner
 Schlagbohrmaschine gesucht
 Infrarotheizung
 Neue Einrichtung fürs Schlafzimmer

Umfrage
Ich wünsche mehr
Produktinformationen
konkrete Arbeitsanleitungen
praktische Beispiele
zu Preisen und Kosten
zu neuen Technologien
Fördermittelinformationen

Externe Nachrichten
 IWR-Kalender
 Nachrichten diverser Seiten

einen Schritt zurück  Hilfe  einen Schritt vorheiz-tipp.de: Foren    
Im Forum suchen Erweiterte Suche Foren-Übersicht

Thema: Heizölverbrauch extrem gestiegen, Zählereinheiten gesunken
Forum Heizkosten, Heizkostenabrechnung

Moderation: now, Heizer, Nicelink
Beitrag oder Antwort zum Thema verfassen
Foren-Übersicht »  Heizkosten, Heizkostenabrechnung » 
VerfasserThema: Heizölverbrauch extrem gestiegen, Zählereinheiten gesunkenDruckerfreundliche Version
Usul
wenige Beiträge


  geschrieben: 12.07.2011, 23:38   
Hallo,

erstmal vielen Dank für dieses tolle Forum. Ich habe schon einige ähnliche Beispiel gelesen, wollte aber dennoch mal nachfragen, weil mir langsam der Kopf brummt vor lauter Rechnen.

Also es geht um das 4-Familienhaus, in das meine Eltern im November eingezogen sind. Da wohnt auch eine Bekannte von uns, die besonders stark von dem gleich zu schildernden Problem betroffen ist. Ich werde dabei der Einfachheit halber auf exakte Werte verzichten, aber die grundlegende Tendenz bereitet mir extreme Sorgen:

Der Abrechnungszeitraum beträgt 1.6. eines Jahres bis zum 31.5. des Folgejahres. Ableser sind (natürlich ) Techem.

In der Abrechnung von 2010 sieht es folgendermaßen aus:
Gesamtölverbrauch: ca. 5.200 Liter
Gesamtzählereinheiten: ca. 33.000
Zählereinheiten meiner Bekannten: ca. 9.000

Darauf basierend kam ein zufriedenstellendes Abschlussergebnis zusammen.

Gestern kam die neue Abrechnung:
Gesamtölverbrauch: ca. 8.900 Liter
Gesamtzählereinheiten: ca. 20.000
Zählereinheiten meiner Bekannten: ca. 9.000

Dies resultiert in einer Nachzahlungsforderung von gut 1.100 Euro. Grob gerechnet ist die Heizkostenrechnung meiner Bekannten bei dieser Abrechnung ca. 3 Mal so hoch wie noch letztes Jahr. An ihrem Heizverhalten hat sich nicht nennenswert viel getan.

Nun verstehe ich beim besten Willen nicht, wie derart viel mehr Öl verbraucht werden kann, gleichzeit aber derart viel weniger Zählereinheiten zusammenkommen.

Die Ölstände, die auf der Abrechnung angegeben sind, kommen mir auf den ersten Blick OK vor (also Endstand 2009, Anfagsstand 2010 usw.). Der Vergleich des Verbrauchs und der Zählereinheiten von letztem Jahr mit 2009 zeigt auch keine eklatanten Änderungen, nur eine leichte Steigerung.

Aber dieses Jahr ist es einfach extrem. Gut, der Ölpreis scheint beim Einkauf von 50+ Cent auf über 80 Cent gestiegen zu sein. Aber das erklärt die starke Steigung auf der einen Seite und die starke Senkung auf der anderen Seite.

Weiteres Problem: Die Vermieterin ist eine herzensgute, ältere Dame, die nicht bewußt irgendwelchen Nepp veranstaltet. Sie war selbst extrem überrascht... aber kennt sich auch nicht wirklich mit der Materie aus. Muß sich halt drüm kümmern, seitdem ihr Mann verstorben ist. D.h. einfach die Vermieterin als Schuldige darstellen geht auch nicht.
Morgen werde ich zu ihr fahren und mich mal mit ihr unterhalten... evtl. wird sie mir auch die eine oder andere Rechnung zeigen, insb. ihre Heizölrechnung.

Hätte jemand ne Idee, worauf ich genau achten sollte? Mir will nix Gescheites einfallen.


  Persönliche Informationen von/Private Nachrichten an  Usul

Nicht eingetragen
  geschrieben: 13.07.2011, 08:19   
Ein ähnliches Problem hatte ich auch schon mal, als ich noch zur Miete gewohnt habe: Bei uns war ein Mieterwechsel in einem Mehrfamilienhaus die Ursache.

Zur Erklärung: Der neue Mieter hat die Temperatur über das Fenster geregelt und im Waschhaus immer wieder die eigentlich als Frostschutz vorgesehene Heizung aufgedreht, "damit seine Wäsche schneller trocknet". Das hat den Gesamtverbrauch der Hütte in die Höhe getrieben, wodurch sich für alle Mietparteien der Preis pro Ablese-Strich erheblich erhöht hat, d.h. bei gleichem Heizverhalten waren die Heizkosten plötzlich 20 % höher.

Es kann auch sein, dass der Ölstand im Tank bei der Ablesung falsch geschätzt wurde und daher fälschlich ein hoher Verbrauch ermittelt wurde.
Dann müsste der Verbrauch im kommenden Jahr ungewöhnlich gering werden, weil ja mehr Rest-Öl da ist, als bei der letzen Abrechnung unterstellt wurde.
[ Der Beitrag wurde bearbeitet von wohliks am 13.07.2011, 08:19 ]


  Persönliche Informationen von/Private Nachrichten an    Bearbeite/Lösche Beitrag
Usul
wenige Beiträge


  geschrieben: 13.07.2011, 08:30   
In unserem Fall wären meine Elter die neuen Mieter, die zur Hälfte der Abrechnungszeit eingezogen sind (im November).

Ich bin mir nicht sicher, wie der Vormietet geheizt hat, aber ich vermute, daß es keine großen Unterschiede geben dürfte. Vor allem angesichts der Tatsache, daß sowieso nur die Heizung im Wohnzimmer richtig funktioniert bzw. was bringt.
Aber OK, selbst wenn ich mal annehme, daß durch das Heizen meiner Eltern der Heizölverbrauch angestiegen ist - es ist doch schwerlich zu glauben, daß dies so dermaßen extrem geschieht. Zumal der Heizölverbrauch auch im Vorvorjahr (bevor unser Vormieter eingezogen war) ähnlich hoch war wie im Vorjahr.

Was mich aber noch mehr erstaunt, ist halt die geringe Zahl der Gesamtzählereinheiten im Vergleich zu den Vorjahren. Aber einen Reim kann ich mir darauf nicht machen.
[ Der Beitrag wurde bearbeitet von Usul am 13.07.2011, 08:31 ]
[ Der Beitrag wurde bearbeitet von Usul am 13.07.2011, 08:31 ]


  Persönliche Informationen von/Private Nachrichten an  Usul
now
sehr viele Beiträge


  geschrieben: 13.07.2011, 09:10   
Lange Texte, ein komplexes Problem: Da sind einfache Antworten nicht zu geben. Ich denke, wohliks mit seiner Annahme, dass der Ölstand im Tank fehlerhaft eingeschätzt wurde, kommt der Sache sehr nahe. Es geschieht recht häufig, dass durch eine fehlerhafte Feststellung des Anfangs- bzw. Endbestandes der abgerechnete Jahresverbrauch an Heizöl höher oder niedriger ausfällt als tatsächlich verbrannt wurde. Über mehrere Jahre betrachtet, gleicht sich dies zwar aus, jedoch ist dies keine akzeptable Argumentation, um die vorgelegten Abrechnungen widerspruchslos zu akzeptieren. Das Problem: Ein - bzw. ausziehende Mieter werden entweder bevorteilt oder benachteiligt. Allerdings ist die Abschätzung des Restbestandes zulässig. Möglich ist auch das Entstehen einer größeren Ungenauigkeit, wenn der Zeitpunkt der SchätzungSchätzung
Eine Schätzung des anteiligen Wärme- und Wasserverbrauchs ist u.a.
  • bei einem Geräteausfall oder
  • wenn Nutzeinheiten nach mindestens zwei Ableseversuchen nicht zugänglich sind
zulässig. Die Schätzung muss an Hand nachvollziehbarer Regeln erfolgen, so z.B. nach vergleichbaren Werten für die betroffenen Räume aus den Vorjahren oder nach vergleichbaren Räumen in der betreffenden Abrechnungsperiode. Wenn allerdings mehr als 25 Prozent der Gesamtfläche eines Hauses / Liegenschaft nicht erfasst werden können, wird eine Schätzung als nicht mehr vertretbar angesehen. In diesem Fall werden alle Heizkosten nach einem festen Maßstab, meist der Quadratmeterzahl, verteilt.
des Restbestandes mit dem Abrechnungszeitraumende nicht übereinstimmt. Am KlimaKlima
Der Einfluss der Solarstrahlung auf Lufttemperatur, Luftdruck, Luftbewegung, Meeresströmungen und Wassertemperaturen, Wolken- und Regenbildung usw. bestimmt kurzfristig das Wetter und langfristig, wenn man das Wetter über einen längeren Zeitraum verfolgt, das Klima an einem Wohnort. Außerdem wirken zahlreiche weitere Klimafaktoren, wie die Verteilung der Land- und Wassermassen, die Höhe, die Gebirge usw.. Klimaveränderungen können sich u.a. durch Unterschiede in der Strahlungsintensität der Sonne oder durch vulkanische Aktivitäten, Staub- und Wassergehalt der Atmosphäre und durch die Veränderung der Zusammensetzung der Atmosphäre ergeben. Unser Raumklima beeinflussen wir weitgehend selbst durch die Wahl von Baustoffen, Einrichtungsmaterialien, den Lüftungsgewohnheiten usw.
kann es jedenfalls nicht gelegen haben, die Anzahl der Heiztage war 2010/11 sogar etwas geringer als 2009/10. Aber möglicherweise haben sich noch weitere Fehler in die Abrechnung eingeschlichen. Es empfiehlt sich eine genauere Prüfung. 
_________________
...besser gut beraten
->zur persönlichen Beratung per eMail


  Persönliche Informationen von/Private Nachrichten an  now   Eine eMail senden an now   Zur Webseite von now
Usul
wenige Beiträge


  geschrieben: 13.07.2011, 09:33   
Tja, mal schauen, was die Vermieterin mir heute zeigt.

Das Problem an der Sache ist, daß die neuen Mieter - also meine Eltern - eigentlich im erwarteten Rahmen geblieben sind, was die Heizkosten angeht. Was die Abrechnung merkwürdig erscheinen läßt, ist der extreme Anstieg bei der besagten Bekannten. Die Dame ist natürlich auch etwas geschockt jetzt, da sie nicht nur dreifache Heizkosten sieht, sondern auch viel nachzahlen muß.

Aber mal abgesehen von der Heizölmenge im Tank: Ist es nicht auffällig, daß von 33.000 Zählereinheiten im letzten Jahr dieses Jahr nur 20.000 übrig geblieben sind im Haus, ohne daß sich an der "Hardware" etwas getan hätte? Also meines Wissens wurden die Zähler z.B. in der Zwischenzeit nicht getauscht, auch die restliche Installation ist gleich geblieben.


  Persönliche Informationen von/Private Nachrichten an  Usul
now
sehr viele Beiträge


  geschrieben: 13.07.2011, 10:07   
Aus der Veränderung der Zahl der Zähleinheiten lässt sich kein direkter Schluss ziehen - dazu sind zu viele Abhängigkeiten im Spiel. Sicher ist, es muss etwas passiert sein: verbrauchte Ölmenge, verändertes Verbrauchsverhalten, geänderte HeizkurveHeizkurve
Heizkurve, Steillheit verstellenDie Heizkurve ist die grafische Zuordnung zwischen einer bestimmten Außentemperatur und der zugehörigen Vorlauftemperatur des Heizwassers. Die Heizkurve (hier dünne Linie) zeigt z.B., dass bei 0°C das Heizwasser mit etwa 35 °C bereitgestellt wird, bei minus 10°C dagegen schon mit 42°C usw. Die Heizkurve kann in einer außentemperaturgeführten Regelung eingestellt werden und ist abhängig von Gebäude und Heizungsanlage. Sie muss am Regelgerät optimiert werden, um alle Energiesparmöglichkeiten auszunutzen. Optimal einegestellt ist sie, wenn man mit möglichst niedrigen Vorlauftemparaturen auskommt.
der Heizungsreglung, hydraulische Veränderungen in der Heizungsanlage, veränderter Warmwasserverbrauch, Ausfall von Zähleinrichtungen, Abwesenheit von Mietern durch Krankheit, längerer Urlaub, Einsparbemühungen, Manipulationen...
_________________
...besser gut beraten
->zur persönlichen Beratung per eMail


  Persönliche Informationen von/Private Nachrichten an  now   Eine eMail senden an now   Zur Webseite von now
Bode
einige Beiträge


  geschrieben: 20.07.2011, 08:50   
Hallo.
Es kommt erst einmal darauf an, ob es sich um einen kalten oder warmen Winter gehandelt hat. Ein sehr kalter aber kurzer Winter bedeutet normalerweise weniger Heizölverbrauch als ein langer aber warmer Winter da hier die Heizung viel mehr arbeiten muss unter geringer Auslastung.

Die Einheiten die abgelesen werden kann man nicht vergleichen. Dort gibt es wie bereits geschrieben viel zu viel Faktoren um einen Vergleich zu machen. Z.B. Leerstände, nicht benutzte Heizkörper, lange Urlaube etc.

Was mir sehr komisch vorkommt ist der stark angestiegene Heizölverbrauch. Beim Preis des Heizöl und beim Verbrauch wird das First in First Out System benutzt. Was zuerst im Tank war wird zuerst verbrauch, danach erst die Anlieferungen. Da kann der Preis schon mal sehr teuer sein.

Die Frage ist hier aber eine andere. Bei der Techem erhält man Formulare, die die Hausverwaltung ausfüllen muss. Der Restbestand wird aus dem Vorjahr angedruckt, die Anlieferungen und den Restbestand muss die Hausverwaltung angeben (ausser es ist vereinbart, dass der Ableser dieses tut).

Dann muss also erst einmal die Hausverwaltung gucken, ob Ihre Angaben stimmen und wenn der Ableser wirklich den Restbestand abließt und die Hausverwaltung diesen nicht auf den Formularen angibt, ob dieser richtig ist.

BEi Rückfragen senden Sie mir einfach eine Nachricht.

Viele Grüße

Bode


  Persönliche Informationen von/Private Nachrichten an  Bode   Zur Webseite von Bode
Norbetta
einige Beiträge


  geschrieben: 21.07.2011, 23:46   
Guten Abend zusammen! Ich hab die Beiträge hier gelesen und dann mal auf meine Abrechnung geschaut, aber so detailliert wie es bei Euch aufgelistet ist, ist das gar nicht bei mir. Kann ich das von meinem Anbieter noch nachträglich verlangen?


  Persönliche Informationen von/Private Nachrichten an  Norbetta
now
sehr viele Beiträge


  geschrieben: 25.07.2011, 13:09   
Sie haben Anspruch auf eine nachvollziehbare Abrechnung der Heizungs- und Warmwasserkosten, wenn Ihr Vermieter zu einer solchen Abrechnung verpflichtet ist (mehr als zwei Wohnungen, siehe HeizkostenverordnungHeizkostenverordnung
Die Heizkostenverordnung (Verordnung über die verbrauchsabhängige Abrechnung der Heizungs- und Warmwasserkosten in der Fassung vom 20.1.1989, geändert durch Novelle vom 18.06.2008, in Kraft seit 1.1.2009) regelt die Erfassung und Verteilung der Kosten zentraler Heizungs- und Warmwasserversorgungsanlagen in Miet- und Wohneigentumsobjekten. Die Verordnung ist die Grundlage jeder Heizkostenabrechnung.
). Das verlangt eine in sich konsistente logische Darstellung, wie die in Rechnung gestellten Positionen sich zusammensetzen und wie sich die Beträge herleiten. 
_________________
...besser gut beraten
->zur persönlichen Beratung per eMail


  Persönliche Informationen von/Private Nachrichten an  now   Eine eMail senden an now   Zur Webseite von now
Norbetta
einige Beiträge


  geschrieben: 27.07.2011, 13:11   
Danke für den Hinweis, dann werde ich meinem Vermieter das mal mitteilen. Bin gespannt was die Aufschlüsselung ergibt.

  Persönliche Informationen von/Private Nachrichten an  Norbetta
Beitrag oder Antwort zum Thema verfassen
Preise vergleichen für
StromGas