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Thema: Heizkostenexplosion
Forum Heizkosten, Heizkostenabrechnung

Moderation: now, Heizer, Nicelink
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Foren-Übersicht »  Heizkosten, Heizkostenabrechnung » 
VerfasserThema: HeizkostenexplosionDruckerfreundliche Version
ThomasG
wenige Beiträge


  geschrieben: 23.09.2009, 10:46   
Hallo erstmal von einem Forumsneuen...

Ich wohne in einem 4-Familienhaus, welches mit Öl geheizt wird.
Im Abrechnungszeitraum 2007/08 erhielten wir bereits eine Heizkostennachzahlung von 325€. Zu diesem Zeitpunkt zahlten wir 65€/Monat Heizkostenvorauszahlung für eine 60qm Wohnung. Für den Abrechnungszeitraum 2008/09 dann 90€. Nach der Erhöhung haben wir unser Heizverhalten angepaßt, die Türen und Fenster auf eigene Kosten gedichtet und weniger Einheiten verbraucht. Nun sollen wir wiederum für 2008/09 340€ nachzahlen, die Heizkostenvorauszahlung von 90€ auf 115€ steigen. Der Haken an der Sache ist, dass die Festkosten der Heizung für das gesamte Haus um knapp 3€ differieren und die Heizung fast identisch viele KW/h geleistet hat. Allerdings sollen angeblich die verbrauchten Gesamteinheiten der vier Haushalte von knapp 24000 auf 16000 gesunken sein. Hätte dann nicht auch der Gesamtverbrauch der Heizanlage geringer ausfallen müssen? Wir haben letztes Jahr einen neuen Mieter unter uns bekommen, der scheinbar so gut wie gar nicht heizt (er bekommt eine Rückerstattung), alle anderen haben höhere Rechnungen bekommen. Kann es tatsächlich sein, dass ich bei gleichbleibenden Festkosten und geringerem Verbrauch so viel nachzahlen muß? (Preissteigerung um 40), war der Winter so viel kälter? Diese 8000 "fehlenden" Einheiten dürften knapp 2000L Heizöl entsprechen.
Mit freundlichen Grüßen aus Berlin hoffe ich auf die ein oder andere Antwort

Ergeänzend noch: In der Heizperiode 2007/08 hatte unser Haus laut Berliner Heizkostenspiegel einen Ernergiekennwert von 8 und unsere Wohnung einen Energiekennwert von 16. Dieses Jahr hatte unser Haus einen Energiekennwert von 137 und unsere Wohnung 385. Kann sowas sein innerhalb eines Jahres?
[ Der Beitrag wurde bearbeitet von ThomasG am 23.09.2009, 11:19 ]


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Nicelink
viele Beiträge


  geschrieben: 23.09.2009, 18:17   
Für diese Entwicklung kann es mehrere Gründe geben. Zum einen kann der "neue" Mieter, bedingt durch sein Sparverhalten den in Fachkreisen als Wärmeklau deffinierten Effekt verursachen. Da die Wohnungen durch ihren geringeren Wandaufbau einen Wärmeaustausch zulassen, ensteht ein Temperaturausgleich zwischen den Wohnungen der so stark ausfallen kann, dass andere Mieter quasi für eine Wohnung mit heizen müssen. Oft geht ein solches heizverhalten mit Schimmelbildung einher. Einen weiteren Grund kann bei einer Ölheizung auch ein Ablesefehler bei der Ermittlung des Restbestandes und somit des Verbauches für die zurückliegende Abrechnungsperiode sein. Es ist nicht selten zu beobachten, dass z.B. immer der gleiche Restbestand auf den Abrechnungen zu finden ist. Als dritten Grund können auch Ablesefehler an den Messgeräten Ursache für eine verfälschte Abrechnung sein. Als letztes ist anzumerken, dass nicht die gelieferte Menge an KWhkWh
Eine kiloWattstunde = 1000 Wh (Wattstunde) = 3,6 MJ (MegaJoule) = 860 kcal. die kWh ist eine gebräuchliche Einheit für die Energie- oder Wärmemenge. Eine kWh Wärme entspricht der gleichen Energiemenge wie eine kWh Strom, allerdings in einer anderen Energieform. Wird Strom in Wärme umgewandelt, z. B. in einem Tauchsieder, wird aus einer kWh Strom genau eine kWh Wärme. Aus einer kWh Wärme kann man jedoch technisch gesehen gerade 0,3 kWh Strom erzeugen.
das maßgebliche ist sondern vielmehr die sich dahinter verbergenden Kosten. Berücksichtigen Sie auch die Kostensteigerung des Brennstoffes der letzten Jahre. Prüfen Sie Ihre Abrechnung auf die vorgenannten Faktoren, Sie sollten so eine Plausibilisierung vornehmen oder einen Fehler erkennen können. Anmerkung zu den Kennzahlen: Die Kennzahlen sind Durchschnittswerte von vielen Objekten. Abweichungen sind daher auch in größerem Maße möglich. Einen Richtwert für Ihr GebäudeGebäude
Gebäude im Sinne der Energieeinsparverordnung sind bauliche Objekte mit mindestens einem eigenen Aufgang und einer Begrenzung des Volumens durch die wärmübertragende Umfassungsfläche.
ist auch der EnergieausweisEnergieausweis
EnergieausweisDie Ausstellung und Verwendung von Energieausweisen ist in §16 der Energieeinsparverordnung geregelt. Danach hat der Eigentümer von Gebäuden sicherzustellen, dass aus Anlass der Errichtung und unter bestimmten Voraussetzungen bei der Modernisierung ein Energieausweis ausgestellt wird. Wird ein Gebäude oder Wohneigentum verkauft, vermietet oder verpachtet, ist dem Interessenten ebenfalls ein Energieausweis vorzulegen. Für öffentliche Gebäude mit mehr als 1000 Quadratmetern Nutzfläche sind Energieausweise auszustellen und öffentlich auszuhängen. Energieausweise sind entweder nach dem berechneten Bedarf (Bedarfsausweis) oder dem erfassten Verbrauch (Verbrauchsausweis) auszustellen.
. Die verbrauchte Menge an Brennstoff in KWh / m². Vergleichen Sie die Angaben des Energieausweises mit Ihren tatsächlichen Verbrauch / m².


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ThomasG
wenige Beiträge


  geschrieben: 23.09.2009, 18:46   
Vielen Dank für die schnelle und umfangreiche Antwort. Ich habe Ihre Ausführungen Punkt für Punkt verglichen/überprüft (soweit es mir möglich war).
Was die KW/h angeht, so kann ich sagen, dass das Haus im Vorjahr 4281L Heizöl verbraucht hat und dieses Jahr 4261L. Die Kosten hierfür differieren um 4€ zum Vorjahr. Lediglich die verbrauchten Gesamteinheiten liegen nun ein Viertel unter dem Vorjahr (23000 zu 16000). Von den 16000 soll meine Wohnung (welche mit 60qm die mit Abstand kleinste der vier Wohnungen ist) 8000 verbraucht haben, wobei diese 8000 richtig abgelesen wurden.
Kann dieser sog. "Wärmeklau" tatsächlich eine solche Differenz verursachen? Ich bewohne die Dachgeschoßwohnung, der neue Mieter die Wohnung unter mir. Dann hätte ich doch eigentlich auch deutlich mehr Einheiten "verheizen" müssen, um meine Wohlfühltemperatur zu erreichen, oder?


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Nicelink
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  geschrieben: 24.09.2009, 18:38   
Ich möchte Ihnen empfehlen sich die Rechnungen über die Brennstofflieferungen zeigen zu lassen.
Derartige Schwankungen bei den EinheitenEinheiten
Physikalische Einheiten der Energie:
  • 1 GJ GigaJoule = 1000 MJ (MegaJoule)
  • 1 MJ = 1000 kJ (kiloJoule)
  • 1 kJ = 1000 J (Joule),
  • 1 GWh (GigaWattstunde) = 1000 MWh (MegaWattstunden)
  • 1 MWh = 1000 kWh (kiloWattstunden)
  • 1 kWh = 1000 Wh (Wattstunden)
  • Umrechnung: 1 kWh = 3,6 MJ = 860 kcal,
veraltet: eine kcal kilocalorie = 1000 Kalorien
und gleichzeitig konstant bleibenden Brenstoffeinsatz lassen eher den Schluß für eine fehlerhafte Mengenermittlung zu.


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