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Thema: Heizkostenabrechnung / 2 Kessel / Holz wird in Öl umgerechnet
Forum Heizkosten, Heizkostenabrechnung

Moderation: now, Heizer, Nicelink
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Foren-Übersicht »  Heizkosten, Heizkostenabrechnung » 
VerfasserThema: Heizkostenabrechnung / 2 Kessel / Holz wird in Öl umgerechnetDruckerfreundliche Version
Helgoland2
wenige Beiträge


  geschrieben: 11.02.2011, 13:55   
Hallo Foren-Mitglieder,

uns kommt die Heizkostenabrechnung unseres Vermieters sehr suspekt vor.
Wir leben als Mieter zusammen mit dem Vermieter in einem gemeinsamen Haus (Wohnfläche Vermieter 60%, Mieter 40%).
Es existieren folgende Anlagen:
- 1 Heizungskessel Heizöl 32 kW
- 1 Heizungskessel Feststoff (Holz/Koks/Kohle) 23 kW
- 1 Solartherme
Beide Heizungskessel laufen unterstützt zusammen. Um Kosten zu sparen versorgt der Vermieter den Feststoffkessel desöfteren mit Holz (seltener Koks oder Kohle). Die Abrechnung erfolgt folgendermaßen:

Die verbrauchten Liter des Heizölkessels werden zu 60%/40% abgerechnet. Das ist ok. Ein Durchschnittspreis wird zusätzlich aufgegeben: z. B. 62 Cent pro Liter.
Der Feststoffkessel wird in Heizöl EL umgerechnet. Beispiel:
Im einem Jahr hatte der Feststoffkessel 400 Betriebsstunden. Bei einer Heizleistung von 23 kW ergeben dies 9.200 kWh. Dieser Wert wird nun mit dem Heizwert Öl (10 Kwh/l) dividiert. Es ergeben sich umgerechnete 920 Liter Heizöl EL. Diese Menge Heizöl wird nun mit dem o.g. Durchschnittspreis (62 ct/l) multipliziert. Es ergeben sich Kosten in Höhe von 570,40 Eur. Diese Kosten zahlt der Mieter zu 100%, da der Vermieter sich komplett alleine um die Versorgung des Feststoffkessels kümmert.

Meine Frage:
Ist diese Umrechnung akzeptabel?

Danke für sämtliche Antworten.
Gruß von Helgoland2
[ Der Beitrag wurde bearbeitet von Helgoland2 am 11.02.2011, 13:57 ]


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now
sehr viele Beiträge


  geschrieben: 13.02.2011, 14:53   
Nein, aber:
Die Vorschriften der HeizkostenverordnungHeizkostenverordnung
Die Heizkostenverordnung (Verordnung über die verbrauchsabhängige Abrechnung der Heizungs- und Warmwasserkosten in der Fassung vom 20.1.1989, geändert durch Novelle vom 18.06.2008, in Kraft seit 1.1.2009) regelt die Erfassung und Verteilung der Kosten zentraler Heizungs- und Warmwasserversorgungsanlagen in Miet- und Wohneigentumsobjekten. Die Verordnung ist die Grundlage jeder Heizkostenabrechnung.
verlangen in Ihrem Fall gar keine Abrechnung nach der Verordnung, da es sich offenbar um ein Zweifamilienhaus handelt, in dem eine Wohnung vom Vermieter selbst bewohnt wird. Hier wäre auch eine vereinbarte Pauschale zulässig. Wenn nun in Ihrem Fall trotzdem nach ähnlichen Prinzipien wie bei der HeizkostenabrechnungHeizkostenabrechnung
Eine Heizkostenabrechnung erhalten Mieter bzw. Wohnungseigentümer auf der Grundlage der Heizkostenverordnung, wenn die Wohnanlage mit einer zentralen Heizungsanlage ausgestattet ist. Nach der Heizkostenverordnung ist der Vermieter bzw. Betreiber der Heizanlage verpflichtet, dem Mieter bzw. Eigentümer spätestens ein Jahr nach dem Ende der Abrechnungsperiode eine nachvollziehbare Abrechnung der umlagefähigen Betriebskosten vorzulegen.
vorgegangen wird, so gilt meiner Meinung nach der Grundsatz, dass nur belegbare Kosten abgerechnet werden können. Für selbstgemachtes Holz gibt es aber in der Regel keine Rechnungen eines Vorlieferanten oder Dienstleisters - deshalb wurde nach Möglichkeiten gesucht, das eingesetzte Holz irgendwie energetisch zu bewerten. So wie es gemacht wurde, wird der Holzpreis pro kWhkWh
Eine kiloWattstunde = 1000 Wh (Wattstunde) = 3,6 MJ (MegaJoule) = 860 kcal. die kWh ist eine gebräuchliche Einheit für die Energie- oder Wärmemenge. Eine kWh Wärme entspricht der gleichen Energiemenge wie eine kWh Strom, allerdings in einer anderen Energieform. Wird Strom in Wärme umgewandelt, z. B. in einem Tauchsieder, wird aus einer kWh Strom genau eine kWh Wärme. Aus einer kWh Wärme kann man jedoch technisch gesehen gerade 0,3 kWh Strom erzeugen.
dem Heizölpreis pro kWh gleichgesetzt - und in der Konsequenz verdient der Vermieter mit dem eingesetzten Holz Geld in der Höhe des nicht für den Kauf von Heizöl ausgegeben Wertes. Das ist wahrlich etwas merkwürdig, andrereseits sind die Aufwendungen des Vermeieters für die Bereitstellung des Holzes sicherlich unbestritten. Aber dafür gibt es halt keine Belege. Der Marktwert kann ebenfalls nicht angesetzt werden, denn das Holz wurde ja nicht gekauft, also entstanden hierfür auch keine marktüblichen Kosten. Nun könnten Sie aber auch nichts dagegen tun, wenn der Vermieter nur mit Heizöl heizen würde, insofern haben Sie durch den Holzeinsatz keinen wirklichen Nachteil - aber eben auch nicht den Vorteil, den der Vermieter sehr wohl genießt. Und an dieser Betriebskostenersparnis müsste er Sie teilhaben lassen, wenn nach den Regeln der HKVOHkVo
HkVO ist die Abkürzung für Heizkostenverordnung.
abgerechnet wird. Da müssen Sie beide wohl in aller Ruhe nochmal drüber sprechen - vielleicht beteiligen Sie ja sich am Holz machen, so dass der Vermieter die Ersparnis auch ihnen zu gute kommen lässt.
_________________
...besser gut beraten
->zur persönlichen Beratung per eMail


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Helgoland2
wenige Beiträge


  geschrieben: 14.02.2011, 12:09   
Hallo "now",

vielen Dank für die Antwort.
Ja, der Vermieter möchte gerne gemäß der Heizkostenverordnung abrechnen. Wir sind der Meinung, dass sämtliche Brennstoffe vom Vermieter gestellt werden und diese dann prozentual nach der gemieteten Fläche 60%/40% abgerechnet werden. Falls sich bei einer Partei ein extremer Verbrauch einstellt, hat der Vermieter zusätzlich Betriebskostenzähler an den Heizungspumpen angebracht. Auch für uns verständlich: Hier könnte man dann den erhöhten Verbrauch besser berechnen.
Wenn der Vermieter sich einen Feststoffkessel zulegt, um selbstgemachtes Holz energetisch zu verarbeiten, kann man sich als Mieter schlecht daran beteiligen. Theoretisch müsste man sich dann auch für den Heizölbedarf des anderen Kessels einsetzen und die Hälfte der Fuhren organisieren.
Im Mietvertrag steht ebenfalls nicht drinnen, dass die Kosten des Feststoffkessels in Heizöl umgerechnet und zu 100% vom Mieter getragen werden. Als einziger Passus steht drinnen, dass die Heizkosten im Verhältnis der Wohn- und Nutzflächen zueinander verteilt werden.

Und ebenso korrekt, in aller Ruhe werden Mieter/Vermieter nochmal darüber sprechen.

Ein bester Gruß für dieses sehr gut moderierte Forum
Helgoland2
[ Der Beitrag wurde bearbeitet von Helgoland2 am 14.02.2011, 12:11 ]


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