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Thema: Angeblicher Verbrauch von knapp die Hälfte des Gesamtenergiebedarfes in 5 Parteienhaus
Forum Heizkosten, Heizkostenabrechnung

Moderation: now, Heizer, Nicelink
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Foren-Übersicht »  Heizkosten, Heizkostenabrechnung » 
VerfasserThema: Angeblicher Verbrauch von knapp die Hälfte des Gesamtenergiebedarfes in 5 ParteienhausDruckerfreundliche Version
Justine
wenige Beiträge


  geschrieben: 09.11.2009, 14:41   
Hallo.

Bei uns wurden Mitte Februar 2008 elektronische Heizkostenzähler mit Funkübertragung (ISTA) eingebaut. In der aktuellen Abrechnung soll ich in einem 5 Parteienhaus der deutschen Annington (4x 49,81m² , 1x 36,18m²) etwa 45% des gesamt Heizbedarfs verbaucht haben. Ich weiß, daß mein Nachbar (Wohnung unter mir) immer ganz stolz sagt, daß er seine Heizungen ja nie aufdrehen muß im Winter, da die Rohre unisoliert durch seine Wohnung laufen und wohl ausreichend heizen. Bisher waren meine Verbrauchswerte entsprechend immer höher (obwohl ich mich schon dick anziehe um wenigstens etwas sparen zu können), aber dieses Jahr ist es wirklich heftig! Ich soll knapp 200€ nachzahlen und ab nächstem Jahr knappe 150€ für nicht ganz 50m² Heizkosten vorrauszahlen, statt etwa 100€! Kann ich irgendetwas dagegen tun, außer ausziehen?

Ist es rechtmäßig, daß für das ganze Jahr nutzungsabhängig berechnet wird, obwohl im Vorjahr nicht abgelesen werden konnte, die Abrechnung zu 100% auf Fläche erfolgte? In einer Wohnung ist im Dezember auch ein altes Messgerät abgefallen, das nicht mehr ausgetauscht (und auch nicht abgelesen) wurde, da der Einbau der neuen Geräte bereits geplant war. Somit konnte für Januar und Februar eine entsprechende nutzungsabhängige Berechnung gar nicht erfolgen!

Weiter fällt auf, daß 36,51% der Heizkosten auf Warmwasser entfallen soll (Berechnung wohl nach §9, Abs.3), diese aber zu 100% nach Heizfläche berechnet werden. Die anderen Mietwohnungen werden zum Teil mit bis zu vier Personen bewohnt und haben entsprechend sicher einen erheblich größeren Warmwasserverbrauch als ich (alleinstehend). Ganz fair erscheint mir auch das nicht.

Was kann ich dagegen tun? Welche Schritte wären jetzt ratsam?

Vielen Dank!
Justine


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Nicelink
viele Beiträge


  geschrieben: 09.11.2009, 22:28   
Ihren Schilderungen zu Folge erfahren Sie meines Erachtens schon eine korrekte Abrechnung. Allerdings beschränkt sich das mehr auf die Art der Verteilung. Sie schreiben, der Verbrauch wurde für das Jahr 2008 nach der Fläche verteilt, da nicht abgelesen wurde? Dann besteht hier ein KürzungsrechtKürzungsrecht

Werden die Kosten der Versorgung mit Wärme und Warmwasser entgegen den Vorschriften der Heizkostenverordnung nicht verbrauchsabhängig abgerechnet, haben Nutzer gemäß § 12 Abs. 1 Heizkostenverordnung das Recht, den auf sie entfallenden Anteil um 15% zu kürzen.

von 15 % der auf Sie entfallenden verbrauchsabhängig umzulegenden Kosten. Das die Warmwasserkosten zu 100 % nach der Fläche umgelegt wird liegt wohl daran, dass Sie keine Wasserzähler haben. Die hier als Warmwasserkosten dargestellten Beträge sind für die Erwärmung des Kaltwassers. Das Kaltwasser selbst sollte idealer Weise nach Personenanteilen umgelegt werden. Entscheidend ist aber hier, was im Mietvertrag steht. Ihre Schilderungen lassen darüber hinaus den Schluss zu, dass es sich hier um eine s.g. EinrohrheizungEinrohrheizung
Bei einer Einrohrheizung sind die einzelnen Heizkörper in Reihe miteinander verbunden. Der Rücklauf des ersten Heizkörpers wird dabei zum Vorlauf des zweiten Heizkörpers, dessen Rücklauf wiederum zum Vorlauf des dritten wird, usw. usf.. Die Vorlauftemperatur ist demnach bei jedem folgenden Heizkörper geringer, was eine entsprechende Dimensionierung der Heizkörpergröße erfordert. Damit ein abgesperrter Heizkörper nicht zu einem Durchlussstopp führt, müssen spezielle Kurzschlussstrecken (Bypass) und Zweiwegeventile eingesetzt werden. Wegen der stetigen Abnahme der Temperatur in einem Strang, kann nur ein begrenzte Zahl von Heizkörpern in einem Heizkreis angeordnet werden.
handelt. Lassen Sie das und den Typ der HeizkostenverteilerHeizkostenverteiler
Heizkostenverteiler, elektronischAls Heizkostenverteiler bezeichnet man am Heizkörper angebrachte Geräte zur Ermittlung des anteiligen Verbrauches und damit zur Verteilung der gesamten Heizkosten in Mehrfamilienhäusern im Rahmen der Heizkostenabrechnung. Man unterscheidet Heizkostenverteiler nach dem Verdunstungsprinzip und elektronische Heizkostenverteiler (EHKV). Beide Arten zeigen nicht die verbrauchte Wärmemenge im physikalischen Sinne an, sondern lediglich einen Zählwert, der sich aus der Temperatur am Anbringungsort und der Dauer der Wärmeabnahme ergibt. Diese Zahlen werden zu den anderen erfassten Zählwerten im Objekt ins Verhältnis gesetzt, woraus sich die anteiligen Verbräuche und damit die Kosten ergeben.
prüfen. Hier sollten keine s.g. Einfühlergeräte montiert sein, da diese nicht geignet wären.


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Justine
wenige Beiträge


  geschrieben: 09.11.2009, 22:41   
Hallo.

Da habe ich mich wohl missverständlich ausgedrückt. 2007 war keine Ablesung möglich, daher wurde zu 100% nach Fläche berechnet und entsprechend gekürzt. Im Februar 2008 wurden dann neue Verteiler eingebaut (die alten aber nicht komplett abgelesen), die elektronisch und mit Funkübertragung funktionieren (Ista Doprimo 3 radio net). Entsprechend fehlt meinem Vermieter der nachweisbare Zeitraum 01.08 und 02.08, aus der Abrechnung 2008 geht aber nichts entsprechendes hervor.

Grundlegend wäre für mich die Frage, ob es überhaupt rechtens ist, daß ich bei meinen Nachbarn zwangsweise kostenlos mitheize. Er entsprechend kaum Einheiten verbraucht und ich viele, um jeweils eine ähnliche Raumtemperatur zu erhalten. Kann ich dagegen etwas unternehmen, oder nur in der Konsequenz ausziehen?

Wir scheinen tatsächlich keine Warmwasserzähler zu haben. So wie ich die Heizkostenverordnung verstanden habe, wäre das aber zwingend erforderlich, da der Betrag für Warmwasser ansonsten um die 15% gekürzt werden kann, richtig?

Vielen Dank!
Justine


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Nicelink
viele Beiträge


  geschrieben: 13.11.2009, 14:52   
Grundsätzlich muss der anteilige Verbrauch erfasst werden. Geschieht das nicht, besteht ein KürzungsrechtKürzungsrecht

Werden die Kosten der Versorgung mit Wärme und Warmwasser entgegen den Vorschriften der Heizkostenverordnung nicht verbrauchsabhängig abgerechnet, haben Nutzer gemäß § 12 Abs. 1 Heizkostenverordnung das Recht, den auf sie entfallenden Anteil um 15% zu kürzen.

von 15 % auf die pauschal, also nach m², auf die so ermittelten Kosten. Wichtig dabei ist aber, dieses gilt nur, wenn der Vermieter nicht der "Verursacher" ist. Für Warmwasser müssen anch HeizkostenverordnungHeizkostenverordnung
Die Heizkostenverordnung (Verordnung über die verbrauchsabhängige Abrechnung der Heizungs- und Warmwasserkosten in der Fassung vom 20.1.1989, geändert durch Novelle vom 18.06.2008, in Kraft seit 1.1.2009) regelt die Erfassung und Verteilung der Kosten zentraler Heizungs- und Warmwasserversorgungsanlagen in Miet- und Wohneigentumsobjekten. Die Verordnung ist die Grundlage jeder Heizkostenabrechnung.
WarmwasserzählerWarmwasserzähler
Warmwasserzähler sind eichpflichtige Messgeräte für die bezogen Warmwassermenge in Anlagen, die nach der Heizkostenverordnung abgerechnet werden. Die Eichfrist beträgt 5 Jahre. Nach Ablauf dieser Zeit muss der Warmwasserzähler durch einen neu geeichten Zähler ersetzt werden.
vorhanden sein. Es gibt aber durchaus Gründe, welche das verhindern, etwa die unverhältnismäßig hohen Kosten für deren Einbau. Bezüglich des Punktes der unterschiedlich hohen EinheitenEinheiten
Physikalische Einheiten der Energie:
  • 1 GJ GigaJoule = 1000 MJ (MegaJoule)
  • 1 MJ = 1000 kJ (kiloJoule)
  • 1 kJ = 1000 J (Joule),
  • 1 GWh (GigaWattstunde) = 1000 MWh (MegaWattstunden)
  • 1 MWh = 1000 kWh (kiloWattstunden)
  • 1 kWh = 1000 Wh (Wattstunden)
  • Umrechnung: 1 kWh = 3,6 MJ = 860 kcal,
veraltet: eine kcal kilocalorie = 1000 Kalorien
der einzelnen Wohnungen empfehle ich Ihnen dringend prüfen zu lassen, ob es sich in Ihrem Haus um eine EinrohrheizungEinrohrheizung
Bei einer Einrohrheizung sind die einzelnen Heizkörper in Reihe miteinander verbunden. Der Rücklauf des ersten Heizkörpers wird dabei zum Vorlauf des zweiten Heizkörpers, dessen Rücklauf wiederum zum Vorlauf des dritten wird, usw. usf.. Die Vorlauftemperatur ist demnach bei jedem folgenden Heizkörper geringer, was eine entsprechende Dimensionierung der Heizkörpergröße erfordert. Damit ein abgesperrter Heizkörper nicht zu einem Durchlussstopp führt, müssen spezielle Kurzschlussstrecken (Bypass) und Zweiwegeventile eingesetzt werden. Wegen der stetigen Abnahme der Temperatur in einem Strang, kann nur ein begrenzte Zahl von Heizkörpern in einem Heizkreis angeordnet werden.
handelt. Ist das der Fall, muss die Abrechnung ggf. nach VDI 2077 korrigiert werden um eine gerechte und auch korrekte Abrechnung zu erhalten.


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