Bookmarken bei: Mr. WongBookmarken bei: WebnewsBookmarken bei: YiggBookmarken bei: LinkarenaBookmarken bei: Del.icio.usBookmarken bei: Google   Information
Web heiz-tipp
Login

Ratgeber
» Heizung
» Warmwasserbereitung
» Erneuerbare Energien
» Lüftung
» Wärmedämmung
» Wasser sparen
» Strom sparen
» Heizkosten

E-Cartoon
Cartoons auf heiz-tipp.deCartoons auf heiz-tipp.de

Lexikon
ABCDEFGHIJKLMNO
PQRSTUVWXYZÄÖÜ

Interaktive Ratgeber
 Zu viel, zu teuer geheizt?
 Verbrennen Sie gerne Geld?
 Lohnt sich Modernisierung?
 Gibt's Zuschuss oder Kredit?
 Welches Heizsystem ist o.k.?
 Beispiele in meiner Nähe?
 Stromfresser Pumpen
 Wirklich sparsam gekühlt?
 Nur Wärme, wenn's nötig ist?
 Welcher Energieausweis?
 Stromverbrauch einschätzen
 Belastung durch Urlaubsflieger?

Zuletzt im Forum
 Update 2021 Sell Fullz Info SSN DOB with DL, Cvv, Dumps with Pin, PayPal, Cash App Transfer
 Aktien
 Alternative zur Solarwärme?
 Akkustaubsauger
 Update March 2, 2021 => Sell CVV/eGift/Fullz/Passport

Umfrage
Ich wünsche mehr
Produktinformationen
konkrete Arbeitsanleitungen
praktische Beispiele
zu Preisen und Kosten
zu neuen Technologien
Fördermittelinformationen

Externe Nachrichten
 IWR-Kalender
 Nachrichten diverser Seiten

einen Schritt zurück  Hilfe  einen Schritt vorheiz-tipp.de: Foren    
Im Forum suchen Erweiterte Suche Foren-Übersicht

Thema: 80% zu hohe Schätzung der Heizkosten rechtens?
Forum Heizkosten, Heizkostenabrechnung

Moderation: now, Heizer, Nicelink
Beitrag oder Antwort zum Thema verfassen
Foren-Übersicht »  Heizkosten, Heizkostenabrechnung » 
VerfasserThema: 80% zu hohe Schätzung der Heizkosten rechtens?Druckerfreundliche Version
Heizabrechn2013
wenige Beiträge


  geschrieben: 08.06.2013, 01:53   
Hallo zusammen,

ich habe ein Problem mit meinem Vermieter bzw. mit dem Unternehmen, welches die Heizkosten abrechnet und bräuchte mal Eure Einschätzung dazu.

Situation wie folgt: Im Jahre 2012 wurde nicht abgelesen (ich bin der Meinung, es war kein Ableser da, Vermieter meint, ich war nicht da) und daraufhin wurde mein Verbrauch geschätzt. Nun wohne ich schon über 5 Jahre in dieser Wohnung und es liegen der abrechnenden Firma Zahlen aus diesen Jahren vor.

Mein Vermieter möchte nun eine Nachzahlung in Höhe von rund 600 Euro von mir, die meine Verbrauchseinheiten mit rund 8.000 geschätzt wurden (tatsächlicher Wert 1.400 Einheiten), die Werte der letzten drei Jahre liegen bei 1.300, 1.400 und 1.450. Der geschätze Wert basiert auf den ersten 50% angenommenen Heizkosten wegen Gemeinschaftsanlage. Also haben sie einfach diesen Wert verdoppelt, anstatt Erfahrungswerte zu nehmen.
Das Problem ist, das sich die abrechnende Firma und mein Vermieter weigern, die Werte für das Jahr 2012 zu korrigieren, da die anderen Parteien im Haus auch schon abgerechnet wurden und eine nachträgliche Änderung nicht mehr möglich sei (die anderen Mieter müssten ja nun einen höheren Preis pro Einheit nachzahlen).

Mein Verständnis von §9a Heizkostenverordnung besagt, dass zur Abrechnung erst der Erfahhrungswert hätte herangezogen werden müssen.

Da dies nicht geschehen ist, folgende Fragen:

1.Hab ich Chance auf eine nachträgliche Abrechnung?

2.Wenn ich im nächsten Jahr ausziehen sollte, bleib ich dann auf meinen Kosten sitzen?

Über jede Hilfe bin ich dankbar, jeder Hinweis auf ein Urteil oder ähnliches wäre super.

Vielen Dank im Voraus

Heizabrechn2013

PS: bei Fragen zun den Umständen schreibt mir gerne. Danke



  Persönliche Informationen von/Private Nachrichten an  Heizabrechn2013
wako
einige Beiträge


  geschrieben: 09.06.2013, 15:58   
Hallo, Herr oder Frau ohne Namen,
Nach meiner, leider über 3 Jahre hinweg persönlich machenden Erfahrung, haben Sie die besten Chancen ihrem Vermieter die rote Karte zu zeigen!

Dies deshalb, weil die Dienstleistende Firma versäumt hat, die von Ihnen in den letzten 3 Jahren verbrauchten Einheiten zusammen zu fassen um einen Durchschnittswert zu ermitteln (1383€) . Stattdessen hat man Sie, wie Sie schreiben, ohne nähere Begründung auf 8000 Verbrauchseinheiten gesetzt und abgerechnet. Habe ich Sie da richtig verstanden ? – Wenn Ja, warum haben Sie dann gezahlt ohne vorher eine Klärung herbeizuführen? Hätten Sie die Zahlung verweigert, müsste nun der Vermieter über ein Gericht versuchen das Geld bei Ihnen einzutreiben. Jetzt müssen Sie es tun.
Gehen Sie zu einem Anwalt und erklären diesen den Sachverhalt und Sie werden sehen dass sich ihr Vermieter sofort eines anderen besinnt, denn; das Vorgehen des Vermieters widerspricht einer ordnungsgemäßen Verwaltung und ist daher aufzuheben.

Wie schon erwähnt, hatte ich in den vergangenen 3 Jahren ein ähnliches Problem welches von der Gegenseite bis vor das Oberlandesgericht getrieben werden sollte aber durch die Bestätigung des Amtsgerichtlichen Urteils vom Landgericht nicht zugelassen wurde.
Nun müssen die Heizkostenabrechnungen von 96 Wohnungseigentümern neu berechnet werden.

Wenn Sie nun also einen Anwalt konsultieren sollten, versäumen Sie nicht ihm nachstehendes Aktenzeichen unseres Amtsgerichtlichen Urteils mitzuteilen: Amtsgericht Ludwigshafen/Rhein Az: 2pC 95/10, verkündet am 30.05.2012

Bon chance, wako


  Persönliche Informationen von/Private Nachrichten an  wako
Heizabrechn2013
wenige Beiträge


  geschrieben: 10.06.2013, 18:14   
Hallo,
vielen Dank für deine Antwort. Zum Glück habe ich bisher kein Geld an meinen Vermieter oder die abrechnende Firma überwiesen. Nach mehrmaliger Rücksprache weigert sich der Vermieter bzw. die Abrechnungsfirma eine neue (korrekte) Abrechnung vorzunehmen. Ich möchte diese halt zum Einlenken bewegen, meinetwegen mit anwaltlicher Hilfe.

Vielen Dank für den Hinweis auf das Urteil, leider konnte ich dazu bisher vorab nichts finden, ist die Nummer des Az richtig?

Besten Dank

Jochen


  Persönliche Informationen von/Private Nachrichten an  Heizabrechn2013
wako
einige Beiträge


  geschrieben: 10.06.2013, 19:46   
Hallo Jochen, danke für dein Feedback. Ja, Alles richtig!
Wenn Du,wie Du sagst,deine Heizkostenabrechnung noch nicht bezahlt hast, teile deinem Vermieter doch einfach mit, dass Du, - weil seine Abrechnung einer ordnungsgemäßen Verwaltung widerspricht - nicht bezahlen wirst....!
Diese Mitteilung wird deinen Vermieter vielleicht dazu veranlassen, dass er dir die 600 Euro freiwillig erlässt. Denn alles andere würde ihn viel mehr kosten!

Gruß wako


  Persönliche Informationen von/Private Nachrichten an  wako
wako
einige Beiträge


  geschrieben: 10.06.2013, 19:56   
Hallo Jochen! Ja, Alles richtig! 2p C 95/10
(nur keine Angst) Gruß wako


  Persönliche Informationen von/Private Nachrichten an  wako
wako
einige Beiträge


  geschrieben: 12.06.2013, 10:51   
Hallo Jochen. Habe rein zufällig ein für dein Problem zutreffendes Urteil unter : http://www.kostenlose-urteile.de/LG-Berlin_67-S-47206_Heizkosten-Verbrauchsschaetzung-muss-erlaeutert-werden.news5724.htm gefunden!
Landgericht Berlin, Urteil vom 11.06.2007
- 67 S 472/06 -
Heizkosten-Verbrauchsschätzung muss erläutert werden

Auch wenn die Schätzung richtig ist, kann die Abrechnung formal unwirksam sein

Wenn eine Heizkostenabrechnung geschätzt wird, müssen die Grundlagen für diese Schätzung dargelegt werden. Ansonsten ist die Abrechnung formell unwirksam. Dies hat das Landgericht Berlin entschieden.

Im zugrunde liegende Fall bezog ein Mieter während der Abrechnungsperiode 2004 seine neue Wohnung. Der mit der Ablesung der Heizung beauftragte Ablesedienst konnte den Mieter nie zu Hause antreffen, um den Verbrauch abzulesen. Daraufhin wurde sein Verbrauch für das Abrechnungsjahr 2004 geschätzt. Die Rechnung enthielt keine weiteren Angaben darüber, auf welcher Grundlage die Schätzung erfolgte. Der Mieter weigerte sich, die Rechnung zu bezahlen, so dass der Vermieter letztlich vor dem Amtsgericht klagte.

Das Amtsgericht wie auch das Landgericht wiesen die Klage des Vermieters jedoch ab. Das Landgericht entschied, dass die Heizkostenabrechnung formell unwirksam sei, weil in ihr nicht die Grundlagen für die Schätzwerte erläutert worden seien. Auch wenn die Schätzung gem. § 9 a Heizkostenverordnung korrekt sei, müsse der Mieter wegen der fehlenden Erläuterung die Rechnung nicht begleichen.

Weil bei der Schätzung der ersten Abrechnungsperiode nicht auf die Verbrauchswerte des Mieters aus den Vorjahren zurückgegriffen werden konnte, hätte der Vermieter dem Mieter die zugrunde gelegte Schätzmethode erläutern müssen, meinten die Richter. Die Schätzgrundlagen hätten aus den Abrechnungsunterlagen selbst für den Mieter ersichtlich sein müssen. Gruß wako


  Persönliche Informationen von/Private Nachrichten an  wako
Heizabrechn2013
wenige Beiträge


  geschrieben: 13.06.2013, 11:02   
Hallo wako,

vielen lieben Dank nochmal für deinen Hinweis. Auf der Rückseite der Abrechnung habe ich den Hinweis gefunden: " Ihre Verbrauchseinheiten für die Heizung wurden entsprechend den Richtlinien der Heizkostenverodnung nach dem Verbrauch vergleichbarer Räume geschätzt. Ihr Flächenanteil x Einheiten m2 etc..."

Ist diese Erläuterung ausreichend, warum keine Schätzung nach dem Durchschnitt der letzten Jahre stattgefunden hat?

Ich habe heute einen Termin beim Anwalt und werde berichten, wie das weiter bzw. ausgegangen ist.

Besten Dank nochmal für eure Hilfe!!!

Jochen


  Persönliche Informationen von/Private Nachrichten an  Heizabrechn2013
Beitrag oder Antwort zum Thema verfassen
Preise vergleichen für
StromGas