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| Verfasser | Thema: Obertse Betondecke dämmen, begehbar |  |
AndyO wenige Beiträge

| geschrieben: 30.03.2011, 14:35
Hallo, ich möchte an einenm Einfamilenhaus BJ.77 die obere Geschoßdecke dämmen. Es ist ein Estrich drauf und der Boden scheint bis auf den Kamindurchbruch zu 100% homogen. Jetzt kommen einige Fragen auf. Liebäugeln tue ich mit den begehbaren Puren Platten DBV 024 a) Welchen Stärke der Dämmung brauch ich für die EnEV minimal (Decke ist 15cm dick). b) Wie sieht das mit Verbiß durch Mäuse aus? C) Was empfehlt ihr? Die Puren-Platten werden geleimt. Aufheben ist dann ja nicht mehr. Das stört mich ein wenig, da dann alles passen muss. Etwaige Kondensationsprobleme kann ich mir nicht leisten.
http://www.puren.com/produkte/bau/boden-decke/puren_dbv_024.html
_________________ MfG
AndyO
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now sehr viele Beiträge

| geschrieben: 07.04.2011, 12:07
Der maximal zulässige U-Wert≡U-Wert≡ Der U-Wert oder Wärmedurchgangs-Koeffizient ist ein Maß für die Güte der Wärmedämmung eines Bauteils (oder eines Solarkollektors). Der Wert gibt an, wie viel Wärme bei einem Temperaturunterschied von einem Kelvin pro Zeiteinheit und pro m² eines Bauteils von der wärmeren zur kälteren Seite transportiert wird. Der Wert wird angegeben in W/m²K (Watt pro m² und Kelvin). Es ist eine neue Bezeichnung für den früheren k-Wert. Je kleiner der Wert ist, um so besser ist die Wärme dämmende Wirkung. der obersten Geschossdecke über beheiztem Raum beträgt nach EnEV≡EnEV≡ EnEV ist die Abkürzung für die EnergieEinsparVerordnung. 0,24 W/m²K, was einer minimalen Schichtdicke bei PU-Schaum (Lambda 0,024) von 100 mm entspricht. Wollen Sie dagegen die Förderkriterien der KfW (März 2011) erfüllen (U-Wert <=0,14), müssen Sie 17 cm einsetzen (meine Empfehlung Puren 160+8). Der Empfehlung von Puren, eine Trennlage aus PE-Folie einzubringen, folge ich nicht. Wenn die Geschossdecke luftdicht gegenüber der dem beheizten Wohnraum ausgeführt ist, benötigen Sie keine Folie. Sollte die Luftdichtheit≡Luftdichtheit≡ Ein Gebäude sollte zur Vermeidung von Energieverlusten, zur Verhinderung von Bauschäden und Behaglichkeitsdefiziten dauerhaft luftdicht errichtet sein. Diese Forderung bezieht sich vor allem auf die Luftdichtheit von wärmegedämmten Dächern, von Innendämmungen, den Einbau von Fenstern und Türen, sowie Durchdringungen aller Art. nicht gegeben sein, ist diese zunächst herzustellen, ggf, zu überprüfen (Blower door). Was die Mäuse mit dem Material machen, kann ich nicht sagen - es ist aber zu vermuten, dass sie sich darin eine schöne warme Hütte bauen können. Wenn Sie dies vermeiden wollen, müssen Sie einen schüttfähigen Dämmstoff einsetzen, der die fleißigen Mäuse rasch zur Verzweifelung bringt.
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AndyO wenige Beiträge

| geschrieben: 07.04.2011, 22:30
Erst mal Danke für die Infos. Wie wird bei den Puren-Platten der Randbereich ausgeführt? Ich hab am Rand Holzbalken von 15cm Höhe. Sollte sich Mausgetier einhausen, wie bekomme ich dann Gift in die Dämmschicht? Mit den MDF-Platten ist das von oben ja dicht. Ist das Maus-Problem überhaupt realistisch? Kann ich davon ausgehe, dass, wenn die Decke "luftdicht" ist, Schwitzwasserprobleme definitiv nicht auftreten können? Den Kamindurchbruch könnte ich ja präventiv zusätzlich abdichten. Mit was klebt man das ab? Aluminiumband?
_________________ MfG
AndyO
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now sehr viele Beiträge

| geschrieben: 13.04.2011, 11:57
Im Randbereich wird man auf einen dem "Gelände" anpassbaren Dämmstoff zurückgreifen müssen, also z.B. Mineralwolle≡Mineralwolle≡
Mineralfasern werden zu Matten verfilzt, die in unterschiedlicher Dicke und Ausführung für verschiedene Wärmedämmmaßnahmen zur Verfügung stehen. Je nach Anteil der Ausgangsprodukte (verschiedene Steine und Erden) spricht man auch von Steinwolle.. Zum Mausproblem kann ich wie schon gesagt nichts sagen. Mit Giften aller Art müssen Sie ja nicht in das Material hinein - hier reicht wohl die Mausfalle oder ggf. ein Fressgift. Ein Schwitzwasserproblem werden Sie nicht haben, wenn die Decke luftdicht ist. Den Kamindurchbruch müssen Sie unbedingt abdichten, ich empfehle eine dauerelastische Masse als Verguss. Vorher ist ein Haftgrund aufzutragen. Mit Klebebändern wird man auf den erfahrungsgemäß sehr rauhen Oberflächen nicht weit kommen. Ggf. können Kompribänder in Spalten eingebracht werden.
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AndyO wenige Beiträge

| geschrieben: 26.04.2011, 20:04
Hallo,
habe mich heute noch mal mit Bauder unterhalten. Hatte da eine sehr kompetent erscheinenden Herren dran.
Hier mal die Aussagen zu meinen Themen: a) Die Mäuse stehen nicht auf das Polyuretahn haben allerdings einen Spieltrieb. Der Randbereich wird deshalb mit einem Holz (Eckleiste) verbaut, da dort noch ein Dämmsteifen (Dehnfuge) angebracht wird. Damit kömmt keine Maus mehr unters Holz. b) Eine Folie soll drunter. Grund: Sollte Feuchtigkeit von oben eindringen, reagiert das Aluminium der Beschichtung mit dem Beton und löst sich auf. Eine Dampfsperre muss es nicht sein. Bezüglich Taupunkt ist die beschriebene Konstruktion unbedenklich. Den Kamindurchbruch dichte ich natürlich wie hier empfohlen ab. Die Bauderplatte kann auf Dachböden unverleimt verlegt werden. D.h. ich kann diese notfalls auch wieder aufnehmen. Mit einer möglich Dehnfuge von vielleicht 1mm kann ich leben. Also wähle ich Bauder PIR DHW Dachboden-Wärmedämmelement 110mm.
_________________ MfG
AndyO
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babba wenige Beiträge

| geschrieben: 13.10.2011, 17:30
@now: Guten Tag! Ich möchte die oberste Geschoßdecke mit 2x 14 bzw. 2x 16cm Dämmfilz isoliern. Zunächst würde mich ihre Meinung dazu interessieren. Nun aber zur eigentlichen Frage: Dampfsperre ja oder nein? Ich habe diesbezüglich schon etliche Meinungen gehört, wobei von "unbedingt erforderlich" bis "absolut nicht notwendig" alles dabei war. Durch Zufall bin ich auf dieses Forum gestoßen und habe viele Ihrer Kommentare gelesen, nur leider war keines über meinen Aufbau zu finden. Ich hoffe Sie können mir hier auch weiter helfen bzw. kurz erklären, warum eine Dampfsperre notwendig ist oder nicht. Ausgangssituation ist eine Hohlsteindecke, wobei ich nicht genau weiß wie dick bzw. auch wie dicht der Beton darüber ist... Vielen Dank dafür im Voraus!
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now sehr viele Beiträge

| geschrieben: 14.10.2011, 08:57
Eine Dampfsperre≡Dampfsperre≡ Eine Dampfsperre ist eine praktisch wasserdampfundurchlässige Schicht aus Kunststoff- bzw. Aluminiumfolie o. ä. Materialien (Glas). Sie hat (wenn bewusst eingesetzt) die Aufgabe, sowohl die Diffusion von Wasserdampfmolekülen als auch den Lufttransport von der warmen Seite (Innenraum) zur kalten Seite der Konstruktion gänzlich zu verhindern. Eine Dampfsperre muss daher wie eine Dampfbremse auf der warmen Seite sorgfältig, d. h. lückenlos und luftdicht verlegt werden. dient dazu, das Bestreben des Wasserdampfes Konzentrationsunterschiede auszugleichen, zu verhindern. Meist hat man im Winter bei warmer Raumluft eine relativ hohe Raumluftfeuchte, oder anders ausgedrückt, deutlich mehr Wasserdampfmoleküle als draußen in der kühlen Außenluft. Deshalb versuchen Wasserdampfmoleküle "auszuwandern". Treffen diese auf eine Dampfsperre, verhindert diese, dass kritische Wasserdampfmengen in die Dämmschicht einwandern. Es kommt somit nicht zu einer Tauwasserwasserbildung in der Dämmschicht mit Schädigungspotential. Soweit die Theorie. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass Dampfsperren niemals ideal lückenlos verlegt werden können, weshalb sich seit etwa 20 Jahren zunehmend die Erkenntnis durchsetzt, dass wärmegedämmte Konstruktionen nicht "eingesperrt", sondern mehr oder weniger diffusionsoffen eingebaut werden müssen. In diesem Zusammenhang spricht man nun auch besser von Dampfbremsen≡Dampfbremse≡ Die Dampfbremse kann durch eine spezielle Folie oder ein beschichtetes Papier gebildet werden. Die Dampfbremse hat in einer wärmegedämmten Konstruktion die Aufgabe, die Anzahl der in die Wärmedämmschicht durch Diffusion eindringenden Wasserdampfmoleküle zu begrenzen. Gleichzeitig hat sie den Luftaustausch von der warmen Seite (Wohnraum) zur kalten Seite zu unterbinden (Herstellung der Luftdichtheit). Ziel ist bei beiden Aufgaben, eine Kondensation von Wasserdampf in der Bauteilschicht mit nachfolgenden Feuchteschäden zu verhindern. Die Dampfbremse ist immer auf der warmen Seite einer wärmegedämmten Konstruktion (Raumseite) lückenlos und luftdicht zu verlegen. Die Dampfbremse darf weder mit den Materialien für das Unterdach (Unterspannbahn), noch mit einer so genannten Dampfsperre verwechselt werden., die es ermöglichen, dass ein Wasserdampfaustausch in beide Richtungen ermöglicht wird. Die Konstruktion wird dadurch fehlertolerant. Eine relativ neue Entwicklung sind feuchtevariable Materialien, die ihren Dampfdiffusionswiderstand≡Dampfdiffusionswiderstand≡ Der Dampfdiffusionswiderstand ist ein vom Material und der Schichtdicke eines Bauteiles abhängiger Widerstand, der dem Wasserdampf beim Durchtritt durch diese Bauteilschicht entgegen wirkt. Die Höhe des Dampfdiffusionswiderstandes ergibt sich aus der dimsionslosen Dampfdiffusionswiderstandszahl µ, multipliziert mit der Schichtdicke des Baustoffes. Der Ergebniseert entspricht der äquivalenten Luftschichtdicke. Konstruktionen mit einem hohen Dampfdiffusionswiderstand führen zu einem langsameren Konzentrationsausgleich (Feuchteausgleich) und haben daher schlechtere Trocknungseigenschaften. dem Konzentrationsunterschied anpassen können. Noch wichtiger in diesem Zusammenhang ist aber die Aufgabe dafür zu sorgen, dass Luft-Leckagen in der Decke vermieden werden. Ich sehe Ihre Deckenkonstruktion als leckagefrei an (Kontrollieren Sie Durchbrüche, Schornsteineinfassungen), auch eine Dampfbremse ist nicht erforderlich, wenn die Mineralwollematten oben nicht abgedeckt werden. Die Dämmstoffstärke ist sehr gut, das kreuzweise Verlegen ebenfalls sinnvoll.
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babba wenige Beiträge

| geschrieben: 14.10.2011, 10:10
Vielen Dank für die rasche Antwort, Sie haben mir sehr weiter geholfen!
Bitte entschuldigen Sie, dass ich den Beitrag doppelt gepostet habe - dachte man würde ihn hier nicht finden.
Nun noch eine Frage: Im Bereich und als Verbindung der beiden Kamine möchte ich gerne eine Begehbarkeit duruch Holzkasten ermöglichen. Brauch ich hier eine Dampfbremse? Womit müsste ich Durchbrüche (Bohrungen für Antennenkabel, Dachbodentreppe) am Besten abdichten um mir eine Dampfbremse zu ersparen? Nochmals vielen Dank für Ihre Hilfe!
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now sehr viele Beiträge

| geschrieben: 17.10.2011, 11:30
Nein, für den Holzkasten zur Begehbarkeit brauchen Sie keine Dampfbremse≡Dampfbremse≡ Die Dampfbremse kann durch eine spezielle Folie oder ein beschichtetes Papier gebildet werden. Die Dampfbremse hat in einer wärmegedämmten Konstruktion die Aufgabe, die Anzahl der in die Wärmedämmschicht durch Diffusion eindringenden Wasserdampfmoleküle zu begrenzen. Gleichzeitig hat sie den Luftaustausch von der warmen Seite (Wohnraum) zur kalten Seite zu unterbinden (Herstellung der Luftdichtheit). Ziel ist bei beiden Aufgaben, eine Kondensation von Wasserdampf in der Bauteilschicht mit nachfolgenden Feuchteschäden zu verhindern. Die Dampfbremse ist immer auf der warmen Seite einer wärmegedämmten Konstruktion (Raumseite) lückenlos und luftdicht zu verlegen. Die Dampfbremse darf weder mit den Materialien für das Unterdach (Unterspannbahn), noch mit einer so genannten Dampfsperre verwechselt werden.. Bohrungen bzw. kleinere Risse und Spalten im Putz können Sie mit überstreichbarem Acryl abdichten. Bei einer Dachbodentreppe sind es vor allem die Dichtungen selbst (Schlauchdichtungen, Q-Lon Dichtungsbänder). Häufig leidet die Dichtheit auch durch instabile Holzwerkstoffplatten. Holzeinhausungen (Brett an Brett) können raumseitig mit einer Dämmung versehen und anschließend mit einer luftdichtenden Dampfbremspappe (z.B. von proclima) überklebet werden.
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babba wenige Beiträge

| geschrieben: 19.10.2011, 12:10
Nochmals vielen Dank für Ihre Hilfe.
Eine Frage hätte ich noch. Wie sich jetzt herausgestellt hat, sind am Dachboden bereits 2 Schichten 2cm Styropor kreuzweise verlegt. Kann ich die Dämmwolle einfach darüber legen, auch wenn die Verlegung des Styropors etwas ungleichmäßig bzw. an manchen Stellen fehlerhaft ist? (Versatz, Bruch).
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