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Thema: Dachisolierung bei Nagelbinderdach - Bitte um Hilfe!!
Forum Wärmedämmung, Dachdämmung

Moderation: now
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VerfasserThema: Dachisolierung bei Nagelbinderdach - Bitte um Hilfe!!Druckerfreundliche Version
fmz781
wenige Beiträge


  geschrieben: 09.03.2009, 15:50   
Dampfbremse oder nicht?! (Haus, Baujahr 1979)
Guten Tag, ich habe eine ziemliches Problem mit der Dachdämmung. Drei Dachdeckermeister, fünf verschiedene Meinungen von Glaswolle (mit und ohne Alukaschiert), Steinwolle bis hin zur Zellulose-Schüttung und Variationen mit Dampfbremse und ohne. Die Empfehlung es ohne Dampfbreme zu machen, kam von einem Architekten, der angeblich auf Altbausanierung spezialisiert ist und einem Dachdecker-Meister.

Nun zum Aufbau. (Siehe Grafik) http://www.imgbox.de/?img=z47752b220.jpg
Es handelt sich um ein Nagelbinderdach, die Zimmerdecken bestehen lediglich aus Spanplatten. Die Unterseite (Zimmerdecke) ist mit einer Glasfasertapete tapeziert (Ausnahme Flur, Paneele und Bad, Stroh-Gipsdecke).

Der Architekt meinte ich kann mir die Dampfbremse sparen, da sich eine Hinterlüftung normal hinter der Schmutzfolie befindet, nicht davor wie in meinem Fall. Dadurch würde ein Klima auf dem Kaltdach geschaffen, dass mit der Feuchtigkeit klar kämme, da meine Glaswolle nach oben hin diffundieren kann und es genug Lüftung gäbe, so dass sich nichts stauen kann).

Ich kann der ganzen Geschichte aber nicht wirklich glauben, die Wolle ist ziemlich dick, was passiert mit der Feuchtigkeit, die durch die Zimmerdecke-Spanplatte bis hin zum Taupunkt der Wolle wandert?! Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine so dicke Wolle so leicht die Feuchtigkeit weiterleitet. Auch ist es mir nicht geheuer was mit der Oberseite der Spanplatte passiert (zum Dach hin). Ob sich nicht bereits dort schon Feuchtigkeit zwischen Glaswolle und Spanplatte bildet. Unser Haus steht nur 50 Meter von einem Bach entfernt, sprich also sowieso schon Feuchtgebiet. Die Luftfeuchte in den Räumen ist meist zwischen 55-65%.

Inzwischen wurde auf Drängen die Glaswolle bereits eingebaut, natürlich nicht passend, da die Bahnen eine Breite von 120cm aufweisen, ich jedoch einen Sparrenabstand von nur 87-98cm hab. Da ich unter enormen Zeitdruck leide, konnte ich die Bahnen nicht passgenau schneiden, ist es schlimm, wenn diese dann also an den Sparren nach oben gebogen ist?! (Siehe Grafik/Bilder).
http://www.imgbox.de/?img=z47752b220.jpg

Nächster Punkt, der problematisch ist, die Anschlüsse von Decke und Mauerwerk gibt es praktisch gar nicht. Man kann mit einem Lineal auf das Dach durchstoßen und sogar Lichteinfall ist zu erkennen, besonders im Flur bei den Paneelen. Auch kann ich mir nicht vorstellen, dass eine simple Stroh-Gipsdecke im Bad irgendwas an der Feuchtigkeit aussetzt, so dass diese der Wolle nicht gefährlich werden kann, spezielle nach duschen und baden.

Meine wichtigste Frage also, Dampfbremse oder nicht? Ich will nicht, dass mir schon bald meine kompletten Decken und Dämmung feucht sind. Die Glasfasertapete an der Zimmerdecke war zuvor mit einer weiteren, einfachen Tapete tapeziert, die nach ein paar Jahre begann zu schimmeln, da die ursprüngliche Dämmung auf dem Dach nur aus ca. 5cm dicken Styropor-Platten bestand, die lose aneinander gelegt waren, die Hinterlüftung war mit Pappe (Verpackung der Styropor-Platten) zugelegt. Der starke Temperaturunterschied von Zimmer und Dach führte wohl zu Kondenswasser an der Zimmerdecke. Damals war ich auch dumm genug auf einen Maler-Meister zu hören, dass das so schon alles ok wäre. Der ist sich heute keiner Schuld bewusst.

Die einen sagen, Glasfasertapete lässt nichts durch, dadurch die Feuchte an der Decke, was aber nun mit der neuen Dämmung erledigt sein sollte, da dort kein Taupunkt mehr wäre. Die anderen sagen Blödsinn, auch Glasfasertapete lässt Feuchtigkeit/Dampfdruck durch, was mir dann in der Dämmung hängen bleibt. Der Architekt hingegen meinte, nein, ich würde das Problem mit Dampfbremse nur in die Spanplatte verlegen und somit besser keine einbauen. Es ist auch verdammt schwierig dort eine Dampfbremse einzubauen, da die Zimmerdecke mit einer Dachlattenkonstruktion an die Sparren genagelt ist und es an den Sparren tausende von Anschlussstellen gäbe, inklusive Mauerwerk, auf dem das Nagelbinderdach aufliegt, auch müssten tausende von rostigen Nägeln entfernt/abgepetzt werden. Ich bitte um Hilfe, denn ich bin inzwischen wirklich ratlos, überfordert und anscheinend kennt sich kein Mensch wirklich mit dieser besonderen Konstruktion eines Nagelbinderdach in Kombination mit Spanplatten-Zimmerdecken aus. Bei Gipsdecken wäre es in meinem Fall sowieso angeblich kein Thema ohne Dampfbreme wegen der Diffusionswirkung von Gips. Aber bei diesen Spanplatten-Decken scheinen alle zu kapitulieren und jeder vermutet nur was richtig sein könnte. Mir fehlt auch leider das Geld für alle Decken auf Gips umzurüsten, bzw. die alten Decken rauszureißen, besonders weil jetzt die Glaswolle (Bauhaus/Probau) bereits installiert ist, was eine riesen Sauerei gäbe. Auch aus Gesundheitsaspekten gehe ich nicht gern mit diesem Zeug um. Von Steinwolle wurde mir abgeraten, die wäre anfälliger für Schimmel und Feuchte, im Bauhaus meinten sie das Gegenteil. Es ist wirklich nur noch ein hin und her mit Empfehlungen und anscheinend auch gefährlichen Halbwissen von sog. Profis.

Vielen Dank für Ihre Hilfe

Gruß,
Frank


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  geschrieben: 15.03.2009, 08:18   
Nun, auch ich empfehle Ihnen die Konstruktion ohne DampfbremseDampfbremse
Die Dampfbremse kann durch eine spezielle Folie oder ein beschichtetes Papier gebildet werden. Die Dampfbremse hat in einer wärmegedämmten Konstruktion die Aufgabe, die Anzahl der in die Wärmedämmschicht durch Diffusion eindringenden Wasserdampfmoleküle zu begrenzen. Gleichzeitig hat sie den Luftaustausch von der warmen Seite (Wohnraum) zur kalten Seite zu unterbinden (Herstellung der Luftdichtheit). Ziel ist bei beiden Aufgaben, eine Kondensation von Wasserdampf in der Bauteilschicht mit nachfolgenden Feuchteschäden zu verhindern. Die Dampfbremse ist immer auf der warmen Seite einer wärmegedämmten Konstruktion (Raumseite) lückenlos und luftdicht zu verlegen. Die Dampfbremse darf weder mit den Materialien für das Unterdach (Unterspannbahn), noch mit einer so genannten Dampfsperre verwechselt werden.
auszuführen. Die Aussagen des Architekten sind korrekt und führen zu keinen Problemen, wenn Sie folgende Ergänzungen beachten:
1. Die gesamte Decke aus Spanplatten o.ä., die an die Nagelbinder von unten angebracht ist, muss in der gesamten Fläche luftdicht sein und bleiben. D.h. die Decke darf weder durch Kabelauslässe (Lampen!) noch durch Risse oder ähnliches warme Raumluft aus den darunter liegenden Räumen nach oben also in den Kaltdachraum hindurchlassen können. Dazu gibt es einen LuftdichtheitstestLuftdichtheitstest
Einen Luftdichtheitstest führt man zur Überprüfung der Luftdichtheit eines Gebäudes bzw. einer Wohnung durch. Eine zertifizierte Methode ist die so genannte Blower-Door-Methode. Dabei wird das Gebäude in eine Situation versetzt, die einer Windbelastung mit Stärke 6 entspricht. Mit Hilfe spezieller Messtechnik lassen sich die Dichtheit bzw. die Fehlstellen sowohl quantitativ als auch qualitativ ermitteln.
(Blower-door). Denn der Feuchteintrag der durch Luftlecks in der darüber liegenden WärmedämmungWärmedämmung
Eine Wärmedämmung mindert den Wärmestrom von der warmen zur kälteren Seite eines Bauteiles. Dazu werden Stoffe mit einer geringen Wärmeleitfähigkeit (Wärmedämmstoff) als Schicht zwischen Warm und Kalt eingebracht. Eine sehr gute Wärmedämmung wird mit einem Vakuum erzielt (Thermoskanne). Auch ruhende Luft dämmt den Wärmefluss sehr gut. Um eine hohe Wärmedämmwirkung zu erzielen, dürfen Wärmedämmstoff(e) nicht durchströmt werden und eine bestimmte Einbaudicke nicht unterschreiten.
entstehen können, ist viel, viel größer als der durch DiffusionDiffusion
Die Diffusion ist das Bestreben von Ladungsträgern, Molekülen oder Teilchen sich gleichmäßig in einem Medium zu verteilen, um unterschiedliche Konzentrationen auszugleichen. Die Wasserdampfdiffusion spielt in der Bauphysik eine wichtige Rolle, die Sauerstoffdiffusion ist ein in der Heizungstechnik unerwünschter Vorgang.
(Stichwort: LuftdichtheitLuftdichtheit
Ein Gebäude sollte zur Vermeidung von Energieverlusten, zur Verhinderung von Bauschäden und Behaglichkeitsdefiziten dauerhaft luftdicht errichtet sein. Diese Forderung bezieht sich vor allem auf die Luftdichtheit von wärmegedämmten Dächern, von Innendämmungen, den Einbau von Fenstern und Türen, sowie Durchdringungen aller Art.
)
2. Die Wärmedämmung muss lückenlos verlegt werden, d.h die Mineralwollematten müssen mit leichtem Druck genau zwischen die Bretter des Nagelbinder-Daches passen (etwa 1-2cm breiter als der Abstand). Die jetzt erkennbaren seitlichen Hochbiegungen führen zu einer Unterströmung in den unvermeidlichen Hohlräumen und damit zu einer Auskühlung, die unter Umständen zur einer streifenförmigen Tauwasserbildung an der Unterseite (Raumseite) der Decke führen.
3. Die passend zugeschnittene Wärmedämmung aus MineralwolleMineralwolle
Mineralwolle als ZwischensparrendämmungMineralfasern werden zu Matten verfilzt, die in unterschiedlicher Dicke und Ausführung für verschiedene Wärmedämmmaßnahmen zur Verfügung stehen. Je nach Anteil der Ausgangsprodukte (verschiedene Steine und Erden) spricht man auch von Steinwolle.
legen Sie zunächst bis in die Höhe Oberkante Brettbinder, um anschließend noch eine Lage quer darüber zu verlegen.
4. Alukaschierungen auf der Mineralwolle haben hier nichts zu suchen. Alternativen zur Mineralwolle sind eine von oben aufgeblasene Zellulosedämmung (ideal, weil lückenlos, diffusionsoffen und geringe Aufheizung im Sommer, aber weil schwerer, Statik beachten) oder eine Perliteschüttung.


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fmz781
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  geschrieben: 25.03.2009, 20:16   
Ok vielen Dank für Ihre Antwort.

Allerdings sagen sie, ich müsste bis Oberkante Brettbinder die Wolle legen und dann noch einmal darüber?! Das würde heißen, dass ich 320mm Dämmung hätte? Weil dann doppelt gelegt und jetzt habe ich bereits 160mm Dicke. Das würde mich nochmals ca. 1500€ kosten, das Geld habe ich leider nicht. Gehts auch so, also nur 160mm?

Auf Luftdichtigkeit kann ich achten, ja. Allerdings sind im Flur Paneelen an der Decke (keine Spanplatte), da konnte ich wie bei den Spanplatten eine Silikonnaht nur an den Rändern ziehen. Wie dicht die Paneelen im einzelnen untereinander sind, kann ich leider nicht sagen.

Auch kann ich leider nicht garantieren, dass die Dämmung an jeder Stelle press auf der Spanplatte liegt, die Hochbiegung kann ich durch zuschneiden beseitigen, allerdings sind auch noch viele Latten, bei Bad z.B. vorhanden, Strommasten-Halterung etc. Das Bad besitzt auch nur eine Stroh-Gipsdecke, ist das ok?!
Dazu muss ich dann aber auch noch sagen, dass ich fast alle Decken mit einem Kalkputz ausstatten werde (kann), der ebenfalls Feuchtigkeitsregulierend sein soll, gut oder schlecht?!

Ein Dachdecker-Meister hatte mir auch eine Zellulose-Schüttung empfohlen, andere hingegen raten mir davon ab, da wir in einem Auengebiet wohnen, dementsprechend viel Ungeziefer und durch die falsche Hinterlüftung ungehinderter Zugang zum Dach. Auch ist die Glaswolle bereits drauf.. leider : (

Vielen Dank für Ihre Antwort.

Beste Grüße,
Frank


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  geschrieben: 30.03.2009, 14:15   
Sie müssen die Miwo nicht unbedingt über die Brettbinder legen (es funktioniert auch so), wäre nur insgesamt konsequenter zur Vermeidung von WärmebrückenWärmebrücke
Die Wärmebrücke ist eine Teilfläche oder ein Bauteil im Haus, die bzw. das mehr Wärme nach außen ableitet (Transmission) als angrenzende Flächen bzw. Bauteile. Eine Wärmebrücke entsteht bauartbedingt oder wegen Mängeln in der Planung und Bauausführung. Beispiele für Wärmebrücken sind eingebundene Wände, ungedämmte Betonsturzträger oder aufgelegte Deckenelemente, Betonpfeiler, Ringanker, Balkonplatten, fehlerhafte Baustoffwahl usw. Die Folge der höheren Wärmeverluste solcher Wärmebrücken ist eine niedrigere Oberflächentemperatur auf der Rauminnenseite. Sie begünstigt das Auftreten von Kondenswasserschäden und von Schimmelpilzen. Wärmebrückenarmes Planen und Bauen ist eine Grundvoraussetzung für energiesparende und hygienisch einwandfreie Gebäude.
- machen Sie es einfach später. Übrigens sind 320 mm nicht wirklich viel - Im modernen PassivhausPassivhaus
Hausbauweise, bei der durch sehr gute Wärmedämmung und die Kombination verschiedener technischer Maßnahmen der Wärmebedarf unter 15 kWh pro m² und Jahr liegt. Zum Vergleich: Im Gebäudebestand (2005) liegt der Durchschnittswert des Wärmebedarfes bei mehr als dem zehnfachen des Bedarfes von Passivhäusern. Bezogen auf die gültige Energieeinsparverordnung (EnEV) liegt der Bedarf des Passivhauses bei weniger als 20 %. Die Bauweise von Passivhäusern wird von entsprechend geübten Architekten und Ausführenden beherrscht und führt lediglich zu Mehrkosten bis zu 15 %. Es gibt keinen sachlichen Grund einen Neubau nicht als Passivhaus auzuführen.
ist eine solche Dämmstoffstärke (und mehr) inzwischen üblich. Paneele sind untereinander nicht luftdicht zu bekommen, da hilft auch keine Silikonnaht. Hier hilft nur abschrauben, LuftdichtheitLuftdichtheit
Ein Gebäude sollte zur Vermeidung von Energieverlusten, zur Verhinderung von Bauschäden und Behaglichkeitsdefiziten dauerhaft luftdicht errichtet sein. Diese Forderung bezieht sich vor allem auf die Luftdichtheit von wärmegedämmten Dächern, von Innendämmungen, den Einbau von Fenstern und Türen, sowie Durchdringungen aller Art.
schaffen, Konterlattung aufschrauben und danach die Paneele wieder dran. Reiner Kalkputz ist immer gut (hoher pH-WertpH-Wert
Der Wert gibt an, wie sauer bzw. basisch eine Substanz, z.B. eine Flüssigkeit reagiert. pH-Werte über 7 zeigen eine basische Reaktion an, unter 7 ist die Lösung sauer. Kondensat aus Brennwertfeuerstätten ist immer sauer, weshalb in einigen Fällen eine Neutralisation gefordert wird. Oberflächen, auf denen Schimmelpilze wachsen, haben in der Regel einen ph-Wert unter 9. Schimmel lässt sich durch einen hohen ph-Wert des Putzes und des Anstriches über 10 (Kalkputz, Kalkanstrich) vermeiden.
). Für die Feuchtigkeitsregulation im Sinne der Feuchtereduktion ist aber nur konsequente Lüftung zuständig. Kalkputz kann, wie andere diffusionsoffene Oberflächen allerdings auch, Feuchtespitzen kurzzeitig abpuffern.
Zellulose ist ein sehr guter Dämmstoff mit vielen guten Eigenschaften, kann aber nicht geschüttet werden, sie muss geblasen werden. Bleiben Sie bei Glas- oder MineralwolleMineralwolle
Mineralwolle als ZwischensparrendämmungMineralfasern werden zu Matten verfilzt, die in unterschiedlicher Dicke und Ausführung für verschiedene Wärmedämmmaßnahmen zur Verfügung stehen. Je nach Anteil der Ausgangsprodukte (verschiedene Steine und Erden) spricht man auch von Steinwolle.
und lassen Sie über der Wolle eine funktionsfähige Kaltdachbelüftung bestehen (Schutzgitter gegen Marder u.ä.).


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fmz781
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  geschrieben: 31.03.2009, 11:13   
Ok, vielen Dank für Ihren Rat!!

Bei der Zellulose hatte ich auch ein gutes Gefühl, allerdings gab mir der Dachdecker keine Garantie für Feuchteschäden und Schimmel wenn ich nicht ALLE Decken im Haus von Spanplatte durch Gips ersetze. Das erschien mir etwas seltsam und vor allem auch für mich zurzeit unbezahlbar. Auch dachte ich mir, wie er das aufblasen will, wenn um den Ringanker herum alles offen ist. (Die Hinterlüftung vor der Schmutz-Schutzfolie).

Und genau das ist der Punkt, bei dem ich jetzt auch Bedenken habe. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass Wind in solch einer Stärke durch die Hinterlüftung unter das Dach dringt und somit die Glaswolle zum "Stauben" bringt, sprich, dass mir durch die Hinterlüftung das Zeug runter rieselt und auch durch offene Fenster ins Haus dringen kann?!

Beste Grüße,
Frank


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  geschrieben: 31.03.2009, 15:04   
Legen Sie leichte, unbeschichtete HolzfaserdämmplattenHolzfaserdämmplatte
Die Holzfaserdämmplatte wird aus Holzfasern der Sägewerksabfälle oder der Schwachholzzerspanung meist ohne fremde Bindemittel zu wärmedämmenden Platten gepresst. Unter Zusatz von Bitumenemulsionen oder Paraffinen wird die Holzfaserdämmplatte auch als Unterdachplatte als gute Alternative zur Unterspannbahn hergestellt. Eien zulassung besitzt eien Holzfaserdämmplatte auch für eine geputzte Außenwanddämmung im Wärmedämm-Verbundsystem.
, z.B. Trittschalldämmmplatten (ohne BitumenBitumen
Bitumen fällt bei der Destillation von Rohöl bei Temperaturen von 350 °C im Vakuum an. Bitumen enthält in dieser hochreinen Form keine giftigen Lösungsmittel und keine wasserlöslichen Phenole. Bitumen ist nicht mehr in der Gefahrstoffliste (im Gegensatz zum Teer) enthalten, da keine krebserregenden polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK) nachweisbar sind. Bitumen wird als Umhüllungsmittel für Schüttdämmstoffe (Perlite, Hanf-Schäben), zur Imprägnierung von Holzfaserdämmplatten (Unterdach), als Bindemittel für Drainage-Platten auf Polystyrol-Basis aber auch für Fußbodenestrich verwendet.
oder Wachsanteile) über die Miwo. Dadurch verbessert sich auch die wärmedämmende Wirkung der Miwo (Winddichtigkeit, denken Sie an die Winterjacke).


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fmz781
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  geschrieben: 31.03.2009, 16:43   
Winterjacke?

Würds auch ohne diese Platten gehen?! Weil wie gesagt, die Krise hat auch uns erreicht und ich bin ziemlich blank. Würde wieder über 1000€ kosten, diese Materialien für diese Flächengröße zu besorgen. Frage also, kann man es gesundheitlich vertreten oder sollte man doch schnellstens was machen und die Glaswolle isolieren?

Danke. Beste Grüße,
Frank


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  geschrieben: 31.03.2009, 19:00   
Geht ohne Platten, hatten wir doch schon. Winterjacke soll heißen winddicht. Schon mal mit dem locker gestrickten Pullover im Wind gestanden? Miwo oder Glaswolle neuerer Generation ist unbedenklich.

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fmz781
wenige Beiträge


  geschrieben: 31.03.2009, 22:24   
Ok, vielen Dank für Ihre Antworten. Ich werde dann die noch verbleibenden Schritte ausführen.

Und noch Kompliment für dieses Forum, hier bekommt man Antworten, kein Schulterzucken wie in vielen anderen.
Werde es weiterempfehlen!

Beste Grüße,
Frank


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MaxBa
einige Beiträge


  geschrieben: 03.11.2018, 15:53   
Guten Tag,
da es hier schon angesprochen wurde, muss ich auch noch etwas zu dem Thema sagen. Es kommt natürlich auch darauf an, wo man baut, beziehungsweise wohnt, aber mir hat man sofort gesagt, dass ich an einen Marderschreck denken soll, deswegen finde ich den Tipp mit dem Mardergitter sehr gut.
Wenn die Tiere es irgendwie schaffen ins Haus zu kommen, richten sie einen großen Schaden am ganzen Isolierungsmaterial auf dem Dach an.
Ich habe bei mir am Haus allerdings keinen mechanischen Schutz gegen Marder angebracht, sonder mich für ein Marderschreck System entscheiden. Das war für mich eine viel einfachere aber dennoch sehr nützliche Methode.
Leider denken viele Menschen beim Bauen nicht an solche Kleinigkeiten, die später zu echten Problemen werden können.
Beste Grüße



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