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Wohlige Wärme, aber sicher und sparsam bitte!

News+Tipps-Thema: Heizung

Damit die Wiederinbetriebnahme der Heizungsanlage nach der Sommerpause nicht zu bösen Überraschungen führt, empfiehlt heiz-tipp.de, einige einfache Sichtkontrollen und Einstellungen. Wichtig ist die Überprüfung des Wasserstandes bzw. des Wasserdruckes. Ablesbar ist dies am Manometer der Sicherheitsbaugruppe.

In der Regel sollte bei geschlossenen Heizungsanlagen der Druck 1,5 bar nicht unterschreiten. Zeigt der Zeiger einen niedrigeren Wert, muss Wasser aufgefüllt werden. Braucht man nur einmal im Jahr wenig Wasser nachzufüllen, ist alles in Ordnung. Muss man dies öfter tun, sollte unbedingt der Heizungsinstallateur beauftragt werden, die Ursache festzustellen. Denn häufiges Auffüllen mit frischem Wasser bringt korrosiven Sauerstoff ins System. Und damit verkürzt man die Lebensdauer seines Heizkessels.

Hört man ein Blubbern im Heizungssystem, z.B. dann, wenn ein Heizkörperventil auf- und zugedreht wird, ist Luft in den Leitungen. Luft im Heizkörper erkennt man daran, dass der Heizkörper oben in der Länge nicht vollständig warm wird. Nicht weiter schlimm, könnte man meinen, wäre dies nicht auch mit einem leicht höheren Verbrauch an Brennstoffen verbunden. Bemerken sie Luft im System, sollte also entlüftet werden. Man kann das selbst erledigen. Die Heizkörperventile werden nacheinander zugedreht. Es ist vorteilhaft danach einige Minuten zu warten ehe mit einem Entlüftungschlüssel die Heizkörper entlüftet werden. Nach dem Entlüften der Anlage sollte noch einmal nach dem Wasserstand der Anlage geschaut werden.

Vor dem ersten Einschalten der Heizung kontrolliert man, ob bei der Regelung nicht noch der Schornsteinfegermodus aktiv ist. Das Verbindungsrohr zum Schornstein sollte noch fest sitzen und keine Rostlöcher aufweist. In Anlagen mit Brennwertkesseln gibt es einen Kondensatablauf mit Siphon, der gereinigt werden und mit Wasser aufgefüllt werden sollte. In Anlagen mit Öl-Brenner sollte der Kessel innen sauber sein und  mindestens alle zwei Jahre eine neue Öl-Düse sowie ein neuer Öl-Filter eingesetzt werden. Nach dem ersten Einschalten sollte darauf geachtet werden, ob der Brenner nach einer gewissen Zeit automatisch startet und ob er sich nach einigen Minuten erwartungsgemäß abschaltet. 

Jetzt ist auch Zeit, einen Blick auf die Regelungstechnik der Anlage zu werfen. Sinnvoll ist es, die Verstellmöglichkeit der so genannten Heizkurve zu nutzen. Gab es im vergangenen Jahr keine Klagen, also wurden alle Räume ausreichend warm, so kann man versuchen, in diesem Jahr mit einer flacheren Heizkurve hinzukommen. Statt mit 70 °C heißem Heizungswasser heizt man dann bei gleichem Wetter z.B. nur mit 60°, oder sogar weniger. Es entstehen weniger Verluste bei der Wärmeerzeugung, wodurch der Bedarf an Brennstoffen sinkt. Außerdem verbessert sich die empfundene Behaglichkeit und der Staub verschwelt nicht auf dem Heizkörper. Wenn es klappt, und es nach wie vor ausreichend warm wird, kann man versuchen die Heizkurve noch weiter abzusenken – und spart weiter.  

Sollte man sich im vergangenen Jahr darüber geärgert haben, dass die Heizung Strömungsgeräusche verursacht, ja dass es manchmal richtig pfeift, ist es höchste Zeit zu handeln. Geräusche der beschriebenen Art deuten nämlich darauf hin, dass der Wasserdurchfluss durch die Heizkörper nicht richtig abgeglichen ist. Bei richtigem Abgleich verringert sich nicht nur der Brennstoffverbrauch. Nun kann auch die Umwälzpumpe auf kleinster Stufe betrieben werden oder sogar durch eine leistungsschwächere ersetzt werden. Übers Jahr können im Einfamilienhaus so Stromkosten bis zu 100 € eingespart werden. Einen richtigen hydraulischen Abgleich hinzubekommen ist allerdings keine ganz einfache Sache und erfordert gute Anleitung oder entsprechende Erfahrung.  Die eigenen Möglichkeiten haben aber ihre Grenzen. Einige Arbeiten wie die Kontrolle des Ausdehnungsgefäßes oder die Einstellung des Brenners gehören in die Hände eines guten Wartungsdienstes. Durch deren technische Überprüfung und Wartung der Anlage wird in der Regel ein hoher Wirkungsgrad der Heizung garantiert, was wiederum die Umwelt und den Geldbeutel schont. Bei einer professionellen Wartung ist nach einer vom Hersteller vorgegeben Checkliste vorzugehen.  



Heizungswartung, Wartung, Anlagendruck, Strömungsgeräusche, Entlüftung, hydraulischer Abgleich, Heizkurve, Regelungstechnik


Datum der letzten Änderung: 06.09.2006 | © by f.nowotka
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