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Höherer Wirkungsgrad, weniger Staub

News+Tipps-Thema: Heizung

Am 2. Juli 2009 verabschiedete der Deutsche Bundestag die Novelle zur Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen (1. BImSchV) . Einzelraumfeuerungen für feste Brennstoffe haben in Zukunft strengere Umweltauflagen in Form von Emissionsgrenzwerten zu erfüllen. Außerdem werden Mindestwirkungsgrade verlangt. Kontrollmessungen beim Betreiber der Feuerstätte sind nicht vorgesehen.

Die Anforderungen gelten sowohl für neue (Typprüfung) als auch für ältere Anlagen (zahlreiche Ausnahmen). Die Einführung der Anforderungen erfolgt ab Inkrafttreten der Verordnung in Stufen mit längeren Übergangsfristen (ab 2014).

Generell befreit von der Einhaltung von Grenzwerten sind Einzelraumfeuerungsanlagen in Wohneinheiten, deren Wärmeversorgung ausschließlich über diese Anlagen erfolgt (z.B. Kachelöfen).

Ältere Einzelraumfeuerungen, die als Zusatzheizungen dienen und die die für sie jeweils vorgeschriebenen Anforderungen nicht erfüllen, müssen je nach Alter ab einem bestimmten Stichtag mit einer geeigneten Emissionsminderungs-Maßnahme, z.B. einem Filter, nachgerüstet werden. Ausgenommen davon sind z.B. Kochherde, Backöfen, Badeöfen und offene Kamine sowie Öfen, die vor 1950 errichtet wurden. Ein zeitlich unbefristeter Betrieb bestehender Einzelraumfeuerungsanlagen ist auch dann weiterhin möglich, wenn eine entsprechende Herstellerbescheinigung vorliegt oder durch eine Vor-Ort-Messung die Einhaltung der Grenzwerte für Staub von 150 mg/m3 und für Kohlenmonoxid (CO) von 4 g/m3 nachgewiesen werden kann.

Daneben sieht die novellierte Verordnung eine deutliche Erweiterung des Brennstoffspektrums vor. So sind neben Getreide, das nicht für die Nahrungsmittelproduktion bestimmt ist, künftig auch weitere nachwachsende Rohstoffe als Brennstoff zugelassen.

In Verbindung mit der Normung von nachwachsenden Rohstoffen als feste Biobrennstoffe bietet sich nunmehr die Perspektive, verschiedenste Nebenprodukte und Reststoffe sowie speziell angebaute nachwachsende Rohstoffe zur effizienten und umweltfreundlichen Wärmeerzeugung in Kleinfeuerungsanlagen zu nutzen.

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Datum der letzten Änderung: 08.07.2009 | © by f.nowotka
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